12.07.2013, 12:20 Uhr

PARITS: "CHEMIE ZWISCHEN TRAINER UND SPIELERN STIMMT"

Parits: "Chemie zwischen Trainer und Spielern stimmt"

Die seit 17. Juni laufende Vorbereitung des FK Austria Wien biegt in die Zielgerade ein. Am Freitag (19.30 Uhr/SR Hameter) erfolgt mit der ersten Runde im ÖFB-Cup in Oberwart der Startschuss zur Saison 2013/14 und am 20. Juli (16.30 Uhr) ertönt daheim gegen Admira Wacker der Anpfiff zur Bundesliga. Vor dem Treffen mit den Südstädtern wird am ANKICK-Tag (Sonntag, Start ab 12 Uhr) in der Generali-Arena gegen Everton FC (17.00 Uhr) noch ein achter und letzter Test absolviert.

 
Vor den ersten Pflichtspielen zog AG-Sportvorstand Thomas Parits ein erstes Resümee über den Countdown. Der Burgenländer hat fünf der bisherigen sieben Testspiele (fünf Siege, je ein Remis und eine Niederlage) live gesehen, war im Trainingslager in Velden und beim Deyna-Cup in Warschau live dabei. Der frühere Teamspieler hat die Arbeit des neuen Trainers dabei hautnah verfolgt und sieht sich bestätigt, mit Nenad Bjelica den richtigen Mann gefunden zu haben.

 
„Er hat sich sehr schnell integriert. Ich glaube, dass die Spieler ihn schätzen und die Chemie zwischen dem Trainer und den Spielern stimmt“, meinte Parits. So wie die Partien verlaufen sind, habe sich nicht allzu viel verändert. Bjelica lernte jeden einzelnen Spieler kennen, ließ sehr hart trainieren, und innerhalb einer Woche vier internationale Spiele bestreiten. Das sei nicht üblich, bemerkte der Chef.  

 
Die bisherige, fast vierwöchige Vorbereitung ist für Parits insgesamt „sehr positiv über die Bühne“ gegangen. Obwohl in Warschau, wo der dritte Platz erreicht wurde, mit den nicht fitten P. Grünwald, Simkovic, Kienast, Vrsic und Rogulj fünf Mann gefehlt hatten, seien die eingesetzten Jungen wie Spiridonovic, Murg und Wimmer nicht abgefallen. „Und die drei Neuen, Ramsebner, Oktoie und Royer, haben auch gute Leistungen gezeigt.“

 
Es sei wichtig gewesen, dass die Jungen in die Bresche gesprungen seien. „Das Trio hat in Warschau gut mitgehalten, die drei Neuen haben ihren Part ebenfalls bestens erledigt. Außerdem haben sich alle Spieler beim neuen Trainer präsentieren wollen. Das ist eine sehr erfreuliche Bilanz. Ich hoffe, es geht so weiter“, resümierte der AG-Vorstand, der die Handschrift Bjelica's schon deutlich gesehen hat.

 
Der Kroate hat in den Probegalopps verschiedene Systeme probiert. Das habe man in jedem einzelnen Match gesehen, so Parits: „Und die Ordnung ist ebenfalls da gewesen. Das Wichtigste war für mich, dass Nenad seine Spieler und deren Art zu spielen kennengelernt hat“, bilanzierte der Vorstand. Bjelica hatte in den Testspielen viel blockweise – und zwar 60, 30 bzw. 30, 60 Minuten – getauscht und so alle an der Arbeit gesehen.
 

„Das hat sich sehr positiv ausgewirkt, die Mannschaft hat mitgezogen, in Warschau, wo es sehr heiß war, und auch in den zwei internationalen Auftritten davor in Velden wirklich gute Spiele gemacht“, lobte der 66-Jährige kurz vor dem Saisonstart. Zwei Tage nach dem Cup-Auftritt am Freitag in Oberwart wartet mit dem Premier-League-Klub Everton aus Liverpool noch eine echte Generalprobe, auf die sich Parits schon besonders freut.
 

Gegen einen Vertreter aus dem Mutterland des Fußballs tritt man nicht oft an. „Ich hoffe, dass viele Zuschauer in die Generali-Arena kommen. Es wird sich vielleicht auch schon in diesem Spiel die Anfangsformation herauskristallisieren, die dann gegen Admira antreten wird. Ich kenne Nenads Überlegungen nicht, bin aber überzeugt, er hat seine Elf schon im Kopf “, meinte der Sportchef.
 

In den verbleibenden Tagen der Vorbereitung wird noch am Feinschliff, sprich an der Spritzigkeit, gefeilt. „Ich bin überzeugt, wir werden gut vorbereitet in die neue Saison gehen!“ Parits fiebert wie der Trainer und die Spieler bereits dem Saisonstart entgegen. Die nationalen Ziele sind klar definiert. „Wir wollen bei der Vergabe beider Titel, Meisterschaft und Cup, mitreden. Klar wird es ganz schwer werden, aber ich glaube, dass wir vorne mitspielen und an die guten Leistungen des vorigen Spieljahres anschließen werden“, machte Parits kein Hehl aus seinen Erwartungen.
 

Bestärkt wird der AG-Sportvorstand in seiner Meinung dadurch, dass praktisch das gleiche Aufgebot wie 2012/13 zur Verfügung steht. Durch die Verpflichtungen der drei Neuen bzw. nach dem Abgang von Barazite und Mally sei der Kader „sogar stärker“ geworden. Daher besteht für die Violetten auf dem Transfermarkt derzeit auch kein Handlungsbedarf. „Es kann nur sein, wenn noch ein Spieler weggeht, dass wir dann noch nachziehen müssen“, erklärte Parits.
 

Seit der verstrichenen Deadline (26. Juni, 24:00 Uhr), die die Austria dem deutschen Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim für Torschützenkönig Philipp Hosiner gesetzt hatte, hat sich in diesem Fall nichts getan. „Die Deutschen haben sich seither nicht gemeldet, die Frist ist abgelaufen, wir stehen also bei Null“, sagte Parits, der als Aktiver einst in Deutschland und Spanier gekickt hatte.
 

Die Hoffenheimer verpflichteten übrigens inzwischen mit dem Franzosen Anthony Modeste einen Stürmer. Der 25-Jährige, der als Leihgabe von Girondins Bordeaux für SC Bastia zuletzt in 36 Saisonpartien 25 Tore erzielt hat, erhielt von dem Bundesligisten einen bis Juni 2016 laufenden Vertrag.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle