09.05.2013, 11:00 Uhr

ORTLECHNER NACH DEM CUPFIGHT: „DAS ZEUGT VON QUALITÄT“

Ortlechner nach dem Cupfight: „Das zeugt von Qualität“

Die Kabinentür in der Keine-Sorgen-Arena war sperrangelweit offen, Markus Suttner stand oben auf der Sitzbank und stimmte lauthals an: „Die Leute wollen wissen…!“ und „Finale, oho, Finale oho!“ Klar, die Stimmung nach dem 3:1 in Ried war außergewöhnlich, der Einzug in das Cupfinale war eines der großen Ziele der Wiener Austria, das Ende der Fahnenstange ist aber noch lange nicht erreicht.

Schon auf der Rückreise mit dem Bus in die Therme Geinberg, wo die Mannschaft noch eine Nacht verbrachte, herrschte reger SMS-Verkehr. Coach Peter Stöger bekam von seinem Kollegen aus Pasching eine Nachricht, in der ihm Gerald Baumgartner zum Endspiel gratulierte und ihm mitteilte, dass er sich schon sehr darauf freue.

Die beiden spielten gemeinsam eine Saison bei der Austria, ebenso Co-Trainer Manfred Schmid, Tormann-Trainer Franz Gruber war ein Jahr mit ihm bei der Vienna auf Punktejagd. Man kennt sich also. Ebenso natürlich Baumgartners Assistentstrainer Martin Hiden, der ja auch bei Violett kickte.  

Noch bevor es heute Morgen weiter nach Hall ging, wo sich die Veilchen auf das Innsbruck-Spiel am Samstag vorbereiten werden, wurde noch intensiv über die Ried-Partie diskutiert. „Im Cup geht’s nur um eines und das haben wir positiv erledigt“, freute sich Kapitän Manuel Ortlechner.

Die Rieder hätten ein tolle Leistung gebracht, wir dagegen einige Tugenden vermissen lassen, fügte der Routinier an, der auch zugab: „Es war etwas Glück dabei, aber dass wir gegen diese Mannschaft in einer Saison fünfmal gewonnen haben, ist einmalig. Die Trauben sind hoch gehangen, aber es zeugt von Qualität, dass wir uns wieder durchgesetzt haben.“

Auch Goalgetter Philipp Hosiner war es im Endeffekt egal, dass es ein hartes Stück Arbeit war. „Es war klar, dass wir nicht im Vorbeigehen gewinnen werden, aber wir  hatten einen überragenden Heinz Lindner im Tor. Es spielt keine Rolle, wie wir weitergekommen sind. Wir sind stolz, dass wir in den kommenden Wochen unsere Früchte ernten können.“

Während die Austria am 30. Mai nach dem 28. Cup-Triumph greift, kann Peter Stöger das halbe Dutzend seiner Pokal-Sammlung perfekt machen. Als Spieler gewann er dreimal den Cup, als Sportchef zweimal. Natürlich jeweils mit Violett. Bemerkenswert: In jedem Finale, in dem er war, hat er gewonnen.

„Ein Finale haben wir, jetzt dürfen wir träumen“, sagte Stöger, der die Favoritenrolle sofort annahm. „Diesen Schuh ziehen wir uns gerne an, wenngleich Pasching natürlich weit mehr Format hat als eine klassische Regionalliga-Mannschaft.“

Bis auf Markus Suttner, der die dritte Gelbe Karte kassierte und gesperrt ist, sind alle Spieler einsatzberechtigt. In der Kabine würde er im Falle des Falles beim „Finale daham“ aber mit Sicherheit wieder die „Jungs aus Favoriten“ anstimmen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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