29.09.2013, 10:38 Uhr

NENAD BJELICA: „ES IST MENSCHLICH“

Nenad Bjelica: „Es ist menschlich“

Im Moment kommt beim FK Austria Wien alles zusammen. Viele Spiele, viele Verletzte und wer fit ist, muss zum Teil auf anderen Positionen spielen. Am Ende des Trichters steht aktuell leider eine Berg- und Talfahrt. Eine Situation, die man zähneknirschend akzeptiert im Lager der Violetten, wenngleich man sich daran nicht abstreifen möchte.

Am 0:1 in der Südstadt beim Tabellenletzten hatte Trainer Nenad Bjelica zu kauen. „Wir haben 90 Minuten keinen Spielfluss zusammengebracht, deswegen im Endeffekt auch verdient verloren. Die Admira hat nicht mehr investiert, aber die Chancen besser genützt.“

Eine der Ursachen für die Ups und Downs in diesem Herbst liegt für den Chefcoach auf der Hand. „Die Mannschaft ist die hohen Belastungen nicht gewohnt. Wir hatten schon 17 Spiele bislang, letzte Saison waren es aufgrund des Wegfalls des Europacups bis Dezember insgesamt 24. Das sind wir einfach nicht gewöhnt. Es ist menschlich.“

Dazu kommen die vielen Verletzten, vor allem im offensiven Mittelfeld fehlen die Alternativen. Gorgon, Stankovic, Grünwald und Royer sind verletzt, Murg war gesperrt. Das sind fünf Kreative, die jetzt an allen Ecken und Enden vermisst werden. „Das ist natürlich nicht optimal und macht es für uns nicht einfacher. Wir haben die doppelte Belastung und doppelt so viele Verletzte wir vor einem Jahr.“

Dazu kommt, dass einige auf ungewohnten Positionen ran müssen. Wie gestern in der zweiten Halbzeit Leovac im Mittelfeld, Simkovic in der Mitte, Dilaver auf der Sechser-Position (musste mit einer Muskelprellung verletzt raus). Also musste während der Partie auch mehrmals das System adaptiert werden. Alles nicht förderlich.

Der 25-Mann-Kader ist an seinem Limit angelangt. Rotieren, wie man es aufgrund der vielen Matches gerne machen wollte, ist in dieser Form nicht möglich, sondern wird derzeit vom Verletzungsteufel bestimmt.

Und dennoch: Der Anspruch der Austria ist immer zu gewinnen, aber dafür ist auch ein Erfolgserlebnis notwendig. Die nächsten Aufgaben mit Zenit St. Petersburg am Dienstag bzw. Salzburg am Sonntag werden auch nicht einfach, vielleicht kehrt aber Dani Royer zurück in den Kader Thomas Murg ebenso. Auf geht’s, Veilchen, kämpfen und siegen!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 32 50
2. SK Rapid Wien 32 38
3. RZ Pellets WAC 32 35
4. LASK 32 33
5. TSV Prolactal Hartberg 32 27
6. SK Puntigamer Sturm Graz 32 19
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FK Austria Wien 32 34
2. CASHPOINT SCR Altach 32 26
3. spusu SKN St. Pölten 32 25
4. SV Mattersburg 32 21
5. FC Flyeralarm Admira 32 18
6. WSG Swarovski Tirol 32 16
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