22.05.2013, 23:20 Uhr

MEISTERSTÜCK! NACH SIEG ÜBER MATTERSBURG BRACHEN ALLE DÄMME

Meisterstück! Nach Sieg über Mattersburg brachen alle Dämme

Voilà, Viola! Sechs Jahre tourte er durch Österreich, nun ist der Meister-Teller wieder da angelangt, wo wir ihn am liebsten sehen: in Wien-Favoriten. Der FK Austria Wien krönte am Mittwochabend seine Rekordsaison mit einem 4:0-Sieg über den SV Mattersburg und fixierte damit den ersten Bundesliga-Meistertitel in der Post-Stronach-Ära. Es ist der 24. in der Klubgeschichte.


Um 22:18 Uhr blies Schiedsrichter Harkam ein letztes Mal an diesem Abend durch sein Pfeiferl. Es war zugleich der Moment, als die Austria-Familie Gewissheit erlangte. Dank der Treffer von Alex Gorgon (2), Markus Suttner und Tomas Jun war der Sieg über die Burgenländer rasch sicher, Violett ist somit bereits einen Spieltag vor Schluss nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Zudem wurde bereits jetzt ein neuer Bestwert an Saison-Punkten (82) aufgestellt.


Die Austria ging auch beim letzten Heimspiel in der Saison mit jener Formation ins Spiel, die sie schon die ganze Saison über begleitet hat: Einem 4-3-3, mit James Holland als einzigem defensiven Mittelfeldspieler vor jener Abwehr, die in dieser Spielzeit die mit Abstand wenigsten Gegentreffer zuließ.


Mattersburg, zuletzt hochverdient siegreich über Rapid, nahm kaum Änderungen vor, einzig Pöllhuber ersetzte den gesperrten Mravac. Ansonsten präsentierte sich die Lederer-Truppe erwartungsgemäß in einem 4-1-4-1-System, wobei Mittelfeldmann Mörz bei Ballbesitz der Austria oftmals Solospitze Bürger an vorderster Front zu unterstützen versuchte und dafür von „Sechser“ Prietl abgesichert wurde.


Konzepte hin oder her – die der Mattersburger halfen am Mittwoch nichts, denn die Austria legte beim vermeintlichen „Nervenspiel“ Kaltschnäuzigkeit an den Tag und versenkte ihre ersten drei Torschüsse – schon nach zwölf Minuten verriet die Anzeigetafel einen Spielstand von 3:0. An allen drei Treffern beteiligt: Gorgon.


Beim 1:0 drückte unsere Nummer 20 das Leder über die Linie, nachdem Hosiner eine Jun-Hereingabe abgefälscht hatte (3.). Vor dem 2:0 hatte „Gogo“ jenen Freistoß herausgeholt, den später Suttner aus spitzem Winkel flach ins Gehäuse hämmerte (6.), und beim 3:0 assistierte er Torschütze Jun mit einem herrlichen Lupfer-Pass in den Strafraum (12.).


Der Begriff „Vorentscheidung“ schien zu diesem Zeitpunkt durchaus angebracht. Zumal es die Austria klug anlegte und beim Herausspielen Geduld walten ließ. 62 Prozent Ballbesitz im ersten Durchgang unterstrichen dies.


Zu Beginn der zweiten Halbzeit machte die Austria endgültig den Deckel drauf. 53 Minuten waren gespielt, da versuchte sich Gorgon beim Freistoß – und tat es Kollege Suttner gleich. Aus 27 Metern abgezogen, senkte sich der Ball herrlich ins lange Eck - 4:0.


Die größte Chance der Burgenländer vergab der eingewechselte Klemen – er scheiterte via Flachschuss an Lindner (77.), der auch trotz geringer Beschäftigung hellwach war.


Nach 92 Minuten pfiff Schiedsrichter Harkam ab - und die große Meister-Party begann.


Austria: Lindner; Dilaver, Rogulj, Ortlechner, Suttner; Holland, Mader, Grünwald (63. Kienast); Gorgon (67. Stankovic), Hosiner, Jun (58. Simkovic).


Mattersburg: Borenitsch; Farkas, Majstorovic, Steiner, Pöllhuber; Prietl; Höller (88. Spuller), Lovin (79. Gartner), Mörz (55. Klemen), Röcher; Bürger.


Tore: Gorgon (3., 53.); Suttner (6.), Jun (12.)


Gelb: Pöllhuber;
 

SR Harkam; 12.000 Zuseher.

 

Hier gibt's die besten Bilder der Meister-Party!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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