18.07.2013, 15:41 Uhr

LINDNER STEHT NACH GEBURTSTAG VOR SEINEM NÄCHSTEN JUBILÄUM

Lindner steht nach Geburtstag vor seinem nächsten Jubiläum

Heinz Lindner, der am Mittwoch seinen 23. Geburtstag begangen hat, steht zum Auftakt der Punktekampagne vor einem runden Jubiläum. „Ich weiß, ich habe zufällig gelesen, dass ich bisher 99 Bundesliga-Spiele habe und am Samstag wahrscheinlich mein 100. bestreiten werde“, sagt der sympathische Torhüter des FK Austria Wien vor der Partie (16:30 Uhr) in der Generali Arena gegen Admira Wacker.

 
Bis zuletzt hatte der neue Trainer Nenad Bjelica noch nicht offen darüber gesprochen, ob unser Mann mit der Nummer 13 auf dem Trikot auch weiterhin die violette Nummer eins unter den Torleuten bleibt. „Aber ich glaube und gehe davon aus, dass ich gegen die Admira spielen werde“, gibt sich unser ÖFB-Teamtormann (vier Länderspiele) zuversichtlich, selbstbewusst und ehrgeizig.

 
Lindner nimmt die neue Saison mit hohen Erwartungen in Angriff. Er persönlich und jeder wolle sich verbessern. „Und ich will auch, dass die Austria besser ist als 2012/13. Uns fehlt ja noch ein Titel. Ich glaube, wir haben gute Chancen. Die Mannschaft ist in sehr guter Form, wie man in der Vorbereitung gesehen hat. Wir haben eine leiwande Truppe, die ziemlich zusammengeschweißt ist – das ist sicher auch ein Teil, der zum Erfolg führen kann“, meint der Oberösterreicher.

 
Was man nach einer Saison, in der man mit 82 Zählern einen neuen Bundesliga-Rekord aufgestellt hat, überhaupt nicht machen dürfe, sei zu glauben: Wir waren schon damals so gut und brauchen daher nun nichts mehr machen. Eine solche Einstellung führt mit Sicherheit auf den Holzweg. Viel mehr gilt es, wie 2012/13 gegen vermeintlich kleine Klubs die Aufgaben zu erledigen. Gegen Admira, Mattersburg, Wacker und Ried das Maximum von jeweils zwölf Punkten geholt zu haben, hat sich auch summiert.

 
„Die Salzburger haben da ausgeschüttet, sie hatten nicht so Probleme gegen die Großen, sondern eher gegen Kleine gehabt“, erinnerte Lindner. „Wenn wir es wieder so erwischen, können wir neuerlich Nase-an-Nase in die Zielgerade kommen“, glaubt unser Goalie zum erwarteten Zweikampf um den Titel. „Die Salzburger sind eigentlich jede Saison der Favorit, wenn man sich allein das Budget ansieht. Da startet man automatisch als Titelkandidat Nummer eins.“

 
Lindner lässt im Gedanken den Beginn 2012/13 Revue passieren. „Da hat man gesehen - wenn die Salzburger nicht gleich mit 100 Prozent starten – dass sie ein bisschen Anfangsschwierigkeiten hatten. Sie sind erst in der zweiten Saisonhälfte so richtig in Fahrt gekommen, aber da war es dann schon zu spät.“ Man sagt ja immer wieder und weist daraufhin, dass ein Saisonstart besonders wichtig sei. Das ist diesmal nicht anders.

 
Der Linzer, der in der vorigen Saison gemeinsam mit Manuel Ortlechner als einzige Akteure der ganzen Liga alle 36 Spiele von der ersten bis zur letzten Minute bestritten hat, möchte seinen Betrag zum positiven Beginn leisten. 2012/13 hielt er 17-mal sein Gehäuse (47,2 Prozent der Spiele) sauber. Gegen die Admira gelang ihm das gleich dreimal (1:0, 4:0, 2:0). Das sei wieder möglich, da brauche man gar nicht reden. „Es war aber auch so, dass wir in der Südstadt vier Stück kassiert haben“, warnte Lindner.

 
Man dürfe die gefährliche Admira auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, vor allem dann nicht, wenn sie einen guten Tag erwischt. „Sie hat Spieler in ihren Reihen, die Qualität besitzen und Tore erzielen können. Wenn wir unkonzentriert sind, kann es wieder so sein wie beim 6:4“, appellierte Lindner an die Vorderleute. Wenn man in der Defensive gut stehe und die Aufgaben erledige, sollte ein Sieg ohne Gegentor wieder möglich sein.
 

„Wir werden zu Saisonanfang schauen, dass wir konzentriert und fokussiert in die Partie gehen, hinten die Null halten und vorne unsere Chancen nützen“, gab der Schlussmann die klare Marschroute gegen das Polster-Team aus. Die Austrianer seien jedenfalls schon alle „sehr giftig“ auf den Liga-Start. Und Lindner hofft, dass es die Fans genauso sind. „Nach dieser vorigen Saison und der Euphorie hätte es sich die Mannschaft verdient, wenn wir vor einem vollen Haus spielen könnten.“


Champions-League-Quali-Auslosung steht bevor


Der Auslosung für die dritte Runde der Qualifikation zur Champions League einen Tag vor dem Admira-Spiel sah/sieht Linder mit Ruhe entgegen. Er hat sich die Liste der möglichen Gegner ein bisschen angesehen, aber er wisse nicht genau, wer nun aller dabei ist. „Losglück oder keines – wir müssen nehmen, was kommt. In der Vorbereitung waren Everton und Partizan Belgrad auch keine Kleinen. Dass wir da bestehen konnten, gibt Selbstvertrauen.“

 
Stichwort Vorbereitung: Über den Unterschied zwischen Peter Stöger und Nenad Bjelica kann Linder nicht viel sagen, weil er sein Programm im Training zum Großteil wie bisher mit Franz Gruber abspult. „Wo ich dabei bin, das betrifft Abschlüsse und Spiele, kann ich nur sagen: Es sind gute und sehr vielfältige Übungen.“ Was dem „Jubilar“ beim Kroaten noch ins Auge stach? „Er ist ein Trainer, der einen Plan hat, diesen verfolgt und der alles für den Erfolg tut.“

 

Linktipp:

+ Toni Pfeffer glaubt an erfolgreiche Titelverteidigung

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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