Performance 16.01.2013, 10:43 Uhr

LINDNER: SO HALTE ICH IM SPIEL DIE KONZENTRATION HOCH

Lindner: So halte ich im Spiel die Konzentration hoch

Wenn Profis verraten, was sie stark macht!


Hereinspaziert zu einer brandneuen Ausgabe der fk-austria.at-Performance-Serie – „wenn Profis verraten, was sie stark macht!“ Heute verrät Austria- und ÖFB-Team-Keeper Heinz Lindner Tipps und Tricks, um während einer Partie die Konzentration hochzuhalten.


„Als Austria-Tormann ist das mit der Konzentration zurzeit so eine Sache“, grübelt Heinz Lindner. „Es kommt nicht selten vor, dass man 70 Minuten total unbeschäftigt bleibt, und in Minute 71 bekommt man es mit einem vermeintlich Unhaltbaren zutun. Daher ist es für mich wichtig, den Konzentrationslevel über 90 Minuten konstant hochzuhalten.“


Ein Challenge, die sich womöglich einfacher liest, als sie ist. Denn nicht umsonst ist die Konzentration eines Torhüters ein wesentlicher Bestandteil des Trainings. „Die Schwierigkeit besteht unter anderem darin, die richtige Mischung aus Konzentration, Wille und auch Anspannung zu finden“, präzisiert Lindner, der aber einräumt: „Je mehr Spiele man absolviert hat, desto eher entwickelt sich eine gewisse Routine, wie man in ein Spiel zu gehen hat.“


Auch für Lindner selbst sei es als junger Keeper oft nicht einfach gewesen, die richtige Dosierung zu finden. Mit der Zeit halfen aber nicht nur die Erfahrung, sondern auch gezielte Übungen. „Ich versuche etwa schon Stunden vor einem Spiel, in ein Matchfeeling zu kommen.“ Wie das aussieht? „Vor einem Spiel gegen Salzburg stelle ich mir genau vor, wie Situationen im Match dann ablaufen können. Etwa, wie es aussieht, wenn Ulmer flankt und ich die Hereingabe herunterpflücke. Oder wenn Soriano alleine auf mich zuläuft und ich ihm den Weg zum Tor versperre.“


Zwar versucht Lindner, während einer Partie durch und durch konzentriert zu bleiben, doch wenn (nahezu) alle Spieler in der gegnerischen Spielhälfte gruppiert sind – etwa bei einem Eckball des eigenen Teams – kommt es immer wieder vor, dass der 22-jährige Linzer zur Wasserflasche greift und versucht, „bewusst ein bisschen herunterzukommen“.


Und doch, stellt Lindner klar, gebe es bekanntermaßen mehrere Wege, die nach Rom führen. „Wenn wir beispielsweise Oliver Kahn hernehmen: Der war schon vor jeder Partie extrem konzentriert, hat einen Tunnelblick aufgesetzt, da gab es kein links und kein rechts mehr.“


Als aktuelles Gegenbeispiel zieht Lindner Manchester Citys und Englands Stammkeeper Joe Hart heran. „Egal, ob er gerade in einem wichtigen Premier-League- oder Champions-League-Spiel einen Ball aus der Ecke gefischt hat – er lächelt einfach, bleibt immer locker. Auch das finde ich imposant.“ Lindner selbst sieht sich in der Mitte, irgendwo zwischen diesen beiden Extremen. Und fährt ebenfalls gut damit.

 

Linktipps aus der Performance-Serie:

Teil 1: Manuel Ortlechner - Meine Top-5 Tackling-Tipps

Teil 2: Ralf Muhr - Der perfekte Konter

Teil 3: Herbert Gager - Die Grundprinzipien des Spielaufbaus

Teil 4: Wie erhält der Rasen sein schönes Muster?

Teil 5: So kann jeder Amateur-Kicker zum Dauerläufer werden

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle