20.02.2013, 12:25 Uhr

LEOVAC: "FÜR UNS IST JEDES SPIEL EIN ENDSPIEL"

Leovac: "Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel"

Für viele war sein Einsatz im Derby vergangenen Sonntag eine Überraschung. Vor allem die Position, auf der der gelernte Verteidiger zum Einsatz kam, war eher ungewohnt. Peter Stöger setzte Leovac, als Gorgon-Ersatz, am linken Flügel ein. "Es war schon ein bisschen überraschend, aber ich bin froh, dass ich gespielt habe, obwohl es nicht meine eigentliche Position war. Für mich macht das aber keinen Unterschied. Ich spiele, wo mich der Trainer hinstellt. Ich gebe überall alles was ich kann und kann mir eigentlich auch im Derby nichts vorwerfen", sagt der 24-Jährige.


Leovac arbeitete sowohl in der Defensive als auch nach vorne hin viel, wurde aber in Minute 29 Opfer des "Kung-Fu-Tritts" von Rapids Branko Boskovic. In der Halbzeit musste er dadurch ausgewechselt werden. "Mir wurde dann immer wieder schwarz vor den Augen und ich hatte mit Übelkeit zu kämpfen. Auch die Kopfschmerzen sind immer stärker geworden." Mittlerweile ist Leovac beinahe wieder der Alte, nur die Platzwunde selbst, die am Spielfeldrand getackert wurde, schmerzt noch ein bisschen.


Trotzdem trainiert er schon wieder mit der Mannschaft. "Wegen sowas will ich nicht schon wieder ausfallen." Fehlte er doch bereits im Sommer aufgrund einer Nasen-OP zwei bis drei Wochen. Außerdem leistet er zurzeit, gemeinsam mit Murg und Spiridonovic, seinen Grundwehrdienst beim Bundesheer.


"Ich habe fast zwei Jahre gewartet auf die österreichische Staatsbürgerschaft. Wie ich sie dann bekommen habe, ist es mir gegangen wie jedem anderen jungen Mann: Stellung und Bundesheer haben auch auf mich gewartet." Trotzdem war für ihn die Grundausbildung nach zwei Wochen wieder vorbei. Dem Heeressportzentrum Südstadt sei Dank.

 

"Zum Glück bin ich im Heeressportzentrum gelandet. Wir müssen spätestens um halb acht in der Früh in der Südstadt sein zur Standeskontrolle, können dort frühstücken und dann fahren wir schon zum Training der Austria." Richtig kennengelernt hat er das Bundesheer nur bei der Grundausbildung, da durften auch die Austria-Spieler die Kaserne nicht verlassen und lernten, was es heißt, ein Soldat zu sein.


Nach dem Bundesheer ist vor den Vertragsgesprächen für Leovac. Sein Vertrag mit der Austria läuft im Sommer aus, er könnte sich aber einen Verbleib in Favoriten gut vorstellen. "Ich kann mir natürlich vorstellen in Wien zu bleiben. Mir taugt es hier, ich fühle mich wohl. Ich kenne den Verein seit meiner Jugend und alle im Verein kennen mich auch. Meiner Frau gefällt es auch in Wien. Im Sommer bekommt sie unser erstes Kind. Es spricht nichts dagegen, wenn wir uns einigen können."


Besonders zu schätzen gelernt hat er auch die gute Stimmung in der Mannschaft. "Die ist schon die ganze Saison sehr positiv. Wir sind eine zusammengewachsene Truppe und die Mischung zwischen Jung und Alt stimmt." Welchen Einfluss hat Trainer Peter Stöger darauf? "Sicher ist das auch ein Punkt, den Peter Stöger in die Mannschaft gebracht hat. Er legt durch Teambuilding viel wert, dass das Mannschaftsgefüge passt und das ist auch gut so."


Der gute Zusammenhalt in der Mannschaft kann zu einem weiteren Trumpf im Kampf um die Meisterschaft werden. "Es beginnt am Samstag gegen die Admira: jedes Spiel ist ein Endspiel für uns. Alles spricht eigentlich für uns, man muss sich nur die Tabelle anschauen. Wir müssen alles geben für unser gemeinsames Ziel." Das Ziel soll zusammen mit den Fans im Rücken realisiert werden. Für Leovac ist jede der kommenden Partien ein "Endspiel". Das nächste steigt am Samstag gegen die Admira (Anpfiff: 18:30 Uhr, GENERALI-Arena).

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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