27.12.2013, 07:21 Uhr

KLUBSERVICE-LEITER KOHLRUSS: "2013 WAR INTENSIV, ABER WERTVOLL"

Klubservice-Leiter Kohlruss: "2013 war intensiv, aber wertvoll"

Heiliger Abend, Weihnachten und Stefanitag sind vorüber und freilich wurde die besinnlichste Zeit des Jahres auch dazu genutzt, um zurückzublicken. Sind Erfolge auf sportlicher und dieser Tage sogar wirtschaftlicher Ebene relativ rasch an der Oberfläche erkennbar, so macht das Klubservice zwischen Jänner und Dezember ganz eigene Erfahrungen. Leiter Michael Kohlruss blickt in großteils chronologischer Aufbereitung auf bewegende zwölf Monate zurück.

 

Michael Kohlruss über…


… die Schließung des Fanshops in der Praterstraße:

 

„Nachdem unser Mietvertrag am Auslaufen war, einige Investitionen angestanden sind und wir uns zugleich flächendeckender aufstellen wollten, entschlossen wir uns, den Shop in der Praterstraße zu schließen. Natürlich in dem Wissen, dass das ein strategisch wichtiger Anlaufpunkt für Fans und der Beginn unseres Erfolgslaufes im Jahr 2003 war. Auf der anderen Seite wussten wir, dass wir mit dem GET VIOLETT Megastore in der Zwischenzeit eine zentrale Anlaufstelle aufgebaut hatten, die sich in den letzten Jahren stark entwickelt hat. Mit Blickrichtung Zukunft ist aber klar, dass wir diese Lücke nicht nur schließen, sondern weiter wachsen werden. Der Fokus liegt im Online-Bereich – so werden wir unter anderem unseren Webshop drei- bis vierfach verbessern, wenn man das so ausdrücken möchte.“


… ein schwieriges Frühjahr 2013 inklusive zwischenzeitlichem Fan-Boykott:

 

„Das Frühjahr hat mit Widrigkeiten begonnen, nachdem es anfänglich mit sanktionierten Gruppierungen Solidaritätsbekundungen gab. Nach und nach und unter Berücksichtigung des Mottos „Verantwortung, Vertrauen und Respekt“ sowie den erfolgreichen Spielen war aber bald erkennbar, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Nach dem anfänglichen Boykott ist dieser Woche für Woche mehr 'zerbröselt', bis auch der letzte Fan gesehen hat, dass es wichtig ist, die Mannschaft im Kampf um die Meisterschaft zu unterstützten. Wie die Stimmung am Ende im Stadion war, war extrem positiv. Da haben sich die Fans zum Verein bekannt und sind unseren Weg mitgegangen.“

 

… 4 Fanworkshops, 2 Fantalks und ebenso viele Fanstammtische:

 

„Eines unserer wichtigsten Credos in diesem Zusammenhang war und ist: Den Fans zuhören! Wo orten sie Verbesserungspotenzial? Wie sehen sie die Austria? Da sehe ich mich in der Verantwortung, diese Türen zu öffnen. Es ist nicht immer möglich, mit tausenden Fans gleichzeitig zu sprechen, aber wir haben das organisatorisch gemeinsam gut gelöst. Der Sinn hinter den meisten Veranstaltungen ist einfach, den Fans auch außerhalb des Matchtages die Möglichkeit zu gewähren, Klubverantwortliche zu treffen und sich auszutauschen. Zudem gibt es seitens der Anhänger immer Ideen und Anregungen, die sehr inspirierend sind. Was außerdem von unschätzbarer Wichtigkeit ist: Trotz harter und kritischer Themen gibt es eine Basis von Respekt und die Möglichkeit, kultiviert und effektiv miteinander zu sprechen.“

 

… 3.400 Mitglieder der Wiener Austria:

 

„Die Mitglieder sind im Klubservice ein zentrales Thema. Die Mitgliedschaft bei der Austria hat einen besonderen Stellenwert. Da hat man mit Brief und Siegel, dass man vollwertiges Mitglied der Austria-Familie ist. Mit dem Beitrag unterstützt man zudem den Austria-Nachwuchs und was da herauskommt, sieht man anhand der Erfolge in der Youth League. Dazu gibt es viele andere Annehmlichkeiten, auf die wir künftig noch genauer achten werden. Wir haben etwa unmittelbar vor dem Dinamo-Zagreb-Spiel durch den geschützten Vorverkauf 700 Mitglieder gewonnen – die nächste Aufgabe ist, diese beim Klub zu halten.“


… Mitgliederfest(e) im Jahr 2013:


„Ist unser Löwenfest wirklich optimal umgesetzt worden, so haben wir erkannt, dass wir beim Mitgliederfest mit der Anzahl unserer ständig mehr werdenden Mitglieder mitwachsen müssen. Dies wohlgemerkt immer mit ganz penibler Rücksicht darauf, dass der persönliche Kontakt zwischen Mitgliedern und Vereinsverantwortlichen gegeben ist. Dahingehend wird es für das nächste Mitgliederfest ein neues und aufregendes Konzept geben. Allzu viel möchte hier aber noch nicht verraten.“


… das Projekt 10 Vereine, 10 Schulen:

 

„Das ist ein wesentlicher Schwerpunkt für das Frühjahr 2014. Wir gehen mit ausgewählten Partnerschulen und Vereinen Kooperationen ein, um Synergien zu schaffen. Eine gute Möglichkeit, um auf Leute zuzugehen und Klasse statt Masse zum Klub zu holen.“

 

… den violetten Mai 2013 mit zahlreichen Großveranstaltungen (3 Heimspiele, 1 Auswärtsspiel in Salzburg, Mitgliederfest, Meisterfeier, Cup-Finale):

 

„Unter der Berücksichtigung, dass auch die Austragung eines Heimspiels jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung darstellt, war dieser Monat das absolute Extrem. Organisatorisch sind wir hier ans Limit gegangen und ich traue mich dennoch zu sagen, dass alles top durchorganisiert war und die Qualität hochgehalten wurde. Jede unserer Abteilungen zieht das ganze Jahr an einem Strang – dieser Monat war Beleg und Ertrag zugleich. Zu den gängigen Aufgaben kam zudem, dass wir uns intensiv bemüht haben, alle Fan-Bedürfnisse zu realisieren und beispielsweise Meister-Feierlichkeiten auf dem Rasen zu ermöglichen. TV und Liga hatten hier anderes vorgesehen, aber wir haben letztlich einen Kompromiss gefunden.“
 

… die Meister-Kollektion im GET VIOLETT Megastore:

 

„Diese hat heuer alle Erwartungen übertroffen. Der Titel, „Que sera sera“, war im Frühjahr recht früh klar, vor allem nach dem Unentschieden gegen Salzburg wussten wir, dass Meister-Fanartikel in diese Richtung produziert werden könnten. Gemeinsam haben wir dann eine schöne Kollektion auf die Beine gestellt. Hier gilt es, für Sortiment, Menge und Preis ein Gefühl zu haben – und rückblickend betrachtet haben wir hier gute Entscheidungen getroffen. Auch an dieser Stelle noch einmal ein großes Danke an all jene, die mitgeholfen haben.“

 

… den Bundesliga-Abo-Vorverkauf im Juni:

 

„Für uns ist Jahr für Jahr wichtig, für einen barrierefreien Abo- und Ticket-Verkauf zu sorgen. Dies erfordert, sich die Argumente, seien es preisbezogene oder anderweitige Themen, der einzelnen Interessensvertreter anzuhören, zu evaluieren und dann mit einer Linie rauszugehen, die zumindest eine volle Saison Bestand hat. Was noch gesagt werden kann: Im Stadion wird sich im Laufe der nächsten Jahre bekanntlich einiges tun. Nicht unwesentlich ist dabei die Positionierung der größten und schönsten Fan-Tribüne des Landes – unserer Ost-Tribüne. Auch zu diesem Thema werden wir mit Fan-Vertretern noch das Gespräch suchen und genau zuhören, in welche Richtung sie hier tendieren.“


… den Verkauf eines Dreier-Abos in der UEFA Champions League:

 

„Es war relativ rasch klar, dass wir das bewährte Dreier-Abo anbieten, was sich auch im Nachhinein als richtige Entscheidung herausgestellt hat. Ich glaube, dass die Preise fair waren, ein Zuschauerschnitt von über 40.000 ist natürlich auch ein Meilenstein in der Klubgeschichte. Und: Stellt bereits ein normales Bundesliga-Heimspiel in der Generali-Arena eine Herausforderung dar, so kann man davon ausgehen, dass dies bei drei Heimspielen in einem uns anfangs logischerweise nicht hunderprozentig vertrauten Stadion wie jenes im Prater und unter den strengen Auflagen der UEFA ebenso eine enorme Challenge bedeutet hat. Wir dürfen sagen, dass wir dennoch bestmöglich auf jede einzelne vorbereitet waren, wenngleich man als Klub bei Ausschreitungen der Gäste-Fans, wie das am letzten Spieltag der Fall war, in den 90 Minuten schnell einen Schritt hinten nach sein kann. Dies sage ich in dem Wissen, dass wir im Vorfeld sehr, sehr viel getan haben, um hier mögliche Konfrontationspunkte im Keim zu ersticken und zu beseitigen. Auch seitens der UEFA wurde uns das ausdrücklich bestätigt. Nichtsdestotrotz haben uns die Vorfälle wehgetan und wir sind bemüht, jeden einzelnen Geschädigten zu entschädigen. Wir haben in diesem Zusammenhang jedes Mail, das bei uns eingegangen ist,  registriert und Rückmeldung gegeben. Dabei wird es aber nicht bleiben, weitere Aktionen unsererseits werden folgen, zunächst aber mit den

Betroffenen kommuniziert.“

 

… den Verkauf der Champions-League-Fanartikel-Kollektion:

 

„Dass wir zum 10. Jubiläum überhaupt so etwas präsentieren durften, war schon ein sehr erfreulicher Umstand, der durch die Präsentation des Champions-League-Rückblick-Buches, das seit Mitte Dezember im GET VIOLETT Megastore erhältlich ist, gekrönt wurde.“

 

… Ausblick auf das kommende Jahr:


„Ich denke, dass das Jahr 2013 für alle Mitarbeiter im Klub ein sehr intensives, aber wertvolles war, die großen Projekte, die auch genauestens geplant werden müssen, aber erst jetzt verstärkt auf uns zukommen werden. Darunter fällt beispielsweise das Ticketing, das 2014 eine immense Aufwertung erfährt.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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