19.01.2013, 08:30 Uhr

KIENAST: „FREUEN UNS SCHON ALLE AUF TRAININGSLAGER“

Kienast: „Freuen uns schon alle auf Trainingslager“

Das zehntägige Trainingslager des FK Austria ab Sonntag in Lara kommt wie gerufen. Jetzt, wo bei uns der Winter mit heftigen Schneefällen eingesetzt hat, geht es an die türkische Riviera. „Es ist wichtig, dass man auf echtem Rasen trainieren kann“, sagte Stürmer Roman Kienast nach der zweiten Woche der Vorbereitung auf den Frühjahrsstart, der für die Veilchen am 17. Februar (16.00 Uhr) auswärts gegen Rapid erfolgt.

 
Zuletzt haben die Violetten alternierend in der Kraftkammer und meist auf Kunstrasen geübt, dabei das Bestmögliche versucht. „Auf dem Platz war es teilweise eisig. Wir freuen uns schon alle auf das Trainingslager, da können wir trainieren, was uns auszeichnet – das schnelle Spiel, das wollen wir dort forcieren“, meinte Kienast.


Am liebsten wäre dem 28-Jährigen das Durchspielen im Winter, doch das ist bei uns in Österreich witterungsbedingt eben nicht möglich. Die freien Wochen von Mitte Dezember bis zum 6. Jänner waren ohnehin nicht lang. „Wir hatten ein bisschen mehr als eine Woche Pause, dann haben wir ja schon wieder mit unserem Heimtrainingsprogramm begonnen. Im Prinzip waren wir ja fast dauernd im Training“, meinte Kienast.

 
Die Feiertage hatte er in Ruhe mit der Familie und in Wien verbracht. „Es war nichts Spektakuläres. Zu Silvester haben wir die Mitternacht noch erlebt und sind so um 1.15 Uhr schlafen gegangen“, erzählte der „Lange“, der in der stillsten Zeit des Jahres persönliche Vorsätze gefasst hat. In erster Linie sei es ihm einmal wichtig, die Vorbereitung gesund zu überstehen und wieder Fuß zu fassen in der Mannschaft.

 
Seine Verletzungen (Knöchel-OP im Mai, Muskelfaserriss Adduktorenbereich im August) haben den Wiener ein bisschen zurückgeworfen. „Ich würde mir wünschen, dass es vorbei ist und ich voll angreifen kann. Bisher passt alles. Vom Knöchel spüre ich auf harten Böden noch etwas. Aber es ist nichts Gravierendes, ich habe bisher jedes Training absolviert. Hoffentlich geht es so weiter“, sagte Kienast.

 
Dass es mit ihm im neuen Jahr aufwärts geht, das bewies er in den ersten Testpartien in Hamburg gegen den HSV (0:2) und den SV Horn (4:0). In der Hansestadt nach der Pause eingewechselt, scheiterte er mit der besten Chance im Finish am HSV-Keeper. „Dieser Möglichkeit trauere ich noch nach. Trotzdem war die Partie für uns ein Erlebnis. Ich denke, wir haben uns ganz gut präsentiert, wenn man bedenkt, dass wir erst vier Tage trainiert haben und der Gegner seine Generalprobe für den Frühjahrsstart absolviert hat“, resümierte Kienast.
 

Man habe sich mit einem starken Gegner messen können und gesehen, wo man sich verbessern muss. „Wir haben zwar nicht viele Chancen kreiert, aber die Abschlüsse werden jetzt von Woche zu Woche wieder besser“, glaubt unser Mann mit der Rückennummer 42 auf dem Dress. Gegen die Horner, die freilich ein anderes Kaliber als der HSV sind, klappte es schon ganz gut. Dabei war besonders auffallend, dass Kienast und Philipp Hosiner in Hälfte eins einen Zwei-Mann-Angriff gebildet haben.

 
„Das hat's sicher schon einige Male gegeben. Wir haben das zuletzt aber nicht besonders forciert“, sagte Kienast zu dieser Variante, die im Frühjahr eine Alternative zum bisherigen System mit einem Stürmer im Zentrum sein kann. „Das ist sicher eine Option. Ich bin mir nicht sicher, was Trainer Peter Stöger vorhat, doch ich denke, wir werden das sicher trainieren und ausprobieren.“ Für ihn ändere sich jedoch überhaupt nichts, ob man mit einer oder zwei Spitzen agiere.
 

„Ich werde Vollgas geben, um in die Mannschaft zu rutschen. Natürlich wäre es für uns beide positiv, wenn wir beide spielen“, meinte Kienast über einen etwaiges Sturm-Duo Hosiner-Kienast. Dass Letzter mit Roland Linz, der dieser Tage nach Thailand übersiedelt ist, einen Konkurrenten im Angriff verloren hat, spielt keine Rolle. „Ich muss auf mich selber schauen, dass ich im Training überzeuge und ich meine Chance bekomme, zu spielen“, sagte Kienast zum Kampf um ein Leiberl.
 

Wie auf das Trainingscamp in der Türkei, freut sich der Stürmer auch schon auf das erste Pflichtspiel gegen Rapid. Im ersten Saison-Derby am 5. August in Hütteldorf war er Matchwinner unseres 3:0-Triumphes gewesen. „Da sind mir zwei Tore gelungen. Ich fiebere schon dem ersten Match 2013 entgegen, durch das Derby wird der Start noch interessanter. Hoffentlich fahren wir wieder Punkte ein“, sagte Kienast, der in der Tabelle „natürlich lieber Gejagter“ als Jäger ist. Das bleiben er und seine Kollegen mit sieben Punkten Vorsprung in der Tabelle auf alle Fälle auch nach dem 304. Derby.

 

Linktipps:

+ Der Fahrplan durch die Frühjahrs-Vorbereitung

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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