29.03.2013, 12:09 Uhr

JUNG-PAPA MADER: "FANS KÖNNEN DER ENTSCHEIDENDE VORTEIL SEIN"

Jung-Papa Mader: "Fans können der entscheidende Vorteil sein"

Ostern 2013 wird Florian Mader nachhaltig in Erinnerung bleiben – viele Jahre und aus zweierlei Gründen. Weil das Veilchen mit seinen Kollegen am Sonntag (16:00 Uhr / Karten-Infos) in der Generali-Arena als Spitzenreiter gegen Verfolger Salzburg einen weiteren großen Schritt dem Meistertitel in der Bundesliga näher kommen könnte. Vielmehr aber deshalb, weil er erstmals als Jung-Papa aufs Feld laufen wird.
 

Der Tiroler, der mit Wacker Innsbruck (2004) und SCR Altach (2006) in der Ersten Liga schon zweimal Meister war, ist am Samstagnachmittag erstmals Vater geworden. Freundin Sabrina brachte in Döbling eine Tochter zur Welt, die auf den Namen Leni (52 cm/3.360) getauft wird. „Ich war die ganze Zeit bei der Geburt live dabei. Alles ist gut gegangen, beide sind wohlauf“, berichtete unser verlässlicher Mittelfeldspieler von dem freudigen familiären Ereignis mit Stolz.
 

Für die Geburt hatte Mader, der am Samstag noch ganz normal trainiert hat, am Sonntag für das Testspiel in Ziersdorf (17:0) frei bekommen. „Ich habe zwei sehr schöne Tage mit meiner kleinen Familie verbracht, dafür bin ich Trainer Peter Stöger sehr dankbar“, meinte unser Jung-Papa. Dass ihm die kleine Leni in den nächsten Wochen und Monaten durch Schreie die eine oder andere schlaflose Nacht bescheren könnte, darauf ist er eingestellt. „Es wird sich für mich auf dem Rasen dadurch aber nichts Großartiges verändern. Ich hoffe, meine kleine Tochter hält mir die Daumen und wünscht mir Erfolg.“ Da kann ja am Ostersonntag gar nichts passieren!
 

Schon zuvor in der Fastenzeit hatte Mader, der in bisher allen 26 Liga-Spielen (18-mal in Startelf, zehnmal durchgespielt, viermal eingewechselt) dem violetten Kader angehörte, Grund zur Freude gehabt. Seine konstant guten Leistungen in den Reihen des FK Austria wurden von ÖFB-Teamchef Marcel Koller mit der Nominierung auf Abruf für die WM-Quali-Spiele gegen Färöer und Irland honoriert. Einmal war Mader auch schon „regulär“ im Aufgebot - und zwar beim 1:2 am 15. November 2011 in Lemberg gegen die Ukraine, dem ersten Spiel unter dem Schweizer.
 

„Da habe ich Teamchef Koller kennenlernen dürfen und zehn Tage mit ihm verbracht“, erinnerte sich Mader, der auf sein Teamdebüt aber noch wartet. „Die Nationalmannschaft ist auf jeden Fall ein großes Ziel von mir“, ließ der Routinier wissen. Wenn er seine Stabilität prolongiert und weiterhin sein Leiberl hat im qualitativ starken Austria-Kader, wird dieser Wunsch vielleicht früher oder später auch in Erfüllung gehen.
 

Die Länderspiel-Pause, während der er sich mit Torjäger Philipp Hosiner über dessen ersten Teamtore („Sensationell, große Klasse“) freute, und die freien „Geburtstage“ sollten ihn nicht gebremst haben. „Ich bin schon lange genug dabei, um das wegzustecken. Ich habe den Rhythmus nicht verloren, außerdem habe ich vor dem Salzburg-Spiele eine ganze Trainingswoche“, meinte Mader, der seine Konstanz so begründet: „Es ist wichtig, dass ich gesund und fit bin, seit der Sommerpause Tag für Tag trainieren gehen kann. Ich genieße es, Fußballer zu sein. Das merkt man, es macht mir Spaߓ.
 

Diese Freude möchte Mader noch eine Weile am Verteilerkreis erhalten. Sein Vertrag läuft Ende der Saison 2012/13 aus, beinhaltet aber eine vereinsseitige Option auf einjährige Verlängerung. „Ich fühle mich in Wien und bei der Austria, einem tollen Klub, sehr wohl. Ich hoffe, ich darf hier bleiben. Alles weitere wir man in den nächsten Wochen sehen“, bemerkte unser Mittelfeldmann zu seiner sportlichen Zukunft.
 

Im Hinblick auf den kommenden Sonntag sagt er: „Es wird eine super Stimmung herrschen, die Fans werden uns nach vorne peitschen. Das sind auch für die Fans besondere Spiele, wenn sie uns helfen, dann kann das für uns der entscheidende Vorteil sein“, hofft Mader auf eine tolle Kulisse und auf die  Fortsetzung der violetten Erfolgsserie.
 

Stabil präsentierte sich die gesamte violette Mannschaft, wie fünf Siege und ein Remis in den sechs Pflichtspielen nach der Winterpause 2013 beweisen. Nach dem 0:1 am 22.9.2012 in Wien und dem 0:0 am 2.12.2012 in Salzburg wäre jetzt also ein Dreier im dritten Saison-Duell mit den „Bullen“ fällig. „Es wäre schön, wir wollen ein gutes Spiele machen. Es ist natürlich eine riesige Chance für uns und alle freuen sich schon darauf“, hofft Mader mit seinen Mitspielern auf den ersten Sieg gegen den Rivalen seit 2. Oktober 2011 in Wien.
 

Im Gegensatz zum 0:1 (Bank) spielte Mader damals übrigens wie auch zuletzt beim 0:0 durch. Unsere Tore erzielten dabei Junuzovic, Barazite und Alex Grünwald. Wie sieht er die Ausgangspositionen für den kommenden Gipfel? „Für uns sprechen die vergangenen Wochen, da haben wir konstant gute Leistungen gebracht. Für die Salzburger spricht, dass sie eine sehr gute Mannschaft, starke Einzelspieler haben, die Spiele auch alleine entscheiden können. Außerdem haben sie viel Tempo in ihrem Spiel.“
 

Wenn die Austria aber als Mannschaft kompakt und geschlossen auftrete wie zuletzt, was eine große Qualität und Stärke sei, dann könne man diese Einzelspieler in den Griff bekommen. „Wichtig ist, dass wir unsere Leistung abrufen. Wir machen uns eigentlich keine Gedanken, wie weit wir vorne liegen oder wie es nachher ausschauen könnte. Das wäre die falsche Herangehensweise. Wir sehen das alles positiv und wollen natürlich einen Sieg einfahren“, nannte Mader die Erwartungen.
 

Der Tiroler rechnet mit „Bullen“, die zwar 13 Punkte Rückstand haben, die aber top motiviert sein werden. „Weil sie wissen, dass sie unbedingt punkten müssen, um an uns dranzubleiben zu können und für die restlichen Spiele eine halbwegs gute Position zu haben. Sie werden ein anderes Gesicht zeigen“, rechnet er mit hartem Widerstand.
 

Salzburg-Trainer Roger Schmidt hat dies nach dem 2:2 gegen SV Ried angekündigt: „Wir werden uns in einem anderen Zustand präsentieren. Wir werden gegen einen Gegner spielen, der auch selber etwas nach vorne machen wird und ich hoffe, dass es ein offenes Spiel wird. Ich freue mich drauf“, meinte der Deutsche.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 17 36
2. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
3. FC Red Bull Salzburg 17 31
4. FK Austria Wien 17 31
5. RZ Pellets WAC 17 22
6. FC Admira Wacker Mödling 17 22
7. SK Rapid Wien 17 21
8. SV Guntamatic Ried 17 17
9. SKN St. Pölten 17 14
10. SV Mattersburg 17 11
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