04.04.2013, 09:33 Uhr

HEINZ LINDNER AUF JOEY DIDULICAS SPUREN

Heinz Lindner auf Joey Didulicas Spuren

So etwas hat es im Veilchen-Lager auch schon einige Jahre nicht mehr gegeben. Austrias aktuelle Nummer eins, Heinz Lindner, wandelt auf den Spuren eines früheren Großen der violetten Zunft. Bleibt unser Keeper am Samstag (18.30 Uhr) im Heimspiel zur 28. Runde gegen Aufsteiger Wolfsberger AC ohne Gegentreffer, dann stellt er die Serie von Joey Didulica aus unserer Meister-Saison 2005/06 mit insgesamt 15 Spielen ohne Verlusttor ein und hätte dann noch achtmal die Chance auf den oder weitere „Nuller“.

 
„Es ehrt mich natürlich, wenn das zuletzt Joey Didulica gelungen ist“, sagte Lindner, der diese Zu-Null-Anzahl des Spitzenreiters nicht auf seine Fahnen heftet. Es sei nicht nur ein Faktor der Qualitäten unserer Defensive, sondern der ganzen Mannschaft. „Unsere Stürmer sind die ersten Verteidiger. Das Team macht es mir so ziemlich leicht, im Austria-Tor zu stehen“, meinte der sympathische 22-Jährige in aller Bescheidenheit und denkt nicht an sich, sondern das Kollektiv.

 
Lindner, der in den WM-Qualifikationsspielen gegen Färöer (6:0) und in Irland (2:2) seine ÖFB-Länderspiele Nummer drei und vier tadellos bestritt, ist im laufenden Spieljahr zu einer wichtigen und verlässlichen Säule des Erfolgsruns des FK Austria geworden. Gemeinsam mit seinem Kapitän und Abwehrchef Manuel Ortlechner fehlte er in allen bisherigen 27 Liga-Partien keine einzige Minute.
 

„Unter der Devise so manchen Trainers, dass die Null hinten stehen müsse, führte Joey damals in seinem Kabinen-Spind eine Liste, auf der er jedes Spiel, in dem er seinen Kasten sauber hielt, penibel notiert hat. Es war quasi ein Ritual, damit haben wir uns gepusht“, erinnert sich Austrias Tormann-Trainer Franz Gruber an den heute 35-jährigen Schlussmann. Im Sommer 2006 verließ Didulica Favoriten Richtung Niederlande bzw. AZ Alkmaar und beendete dort im Oktober 2011 seine aktive Karriere.
 

Heute ist „The Rock“, wie Didulica auch genannt wurde, ein Kollege von Gruber und kümmert sich in seinem Geburtsland Australien um die Keeper von Melbourne Heat. Der „Felsen“, der wie bisher Lindner vier Länderspiele (für Kroatien) bestritten hat, machte seinem Namen vor allem auch im Spieljahr 2004/05 alle Ehre. Da ließ Joey sogar fast 20 Spiele kein Tor zu, ehe er beim 1:0 am 26. Mai 2005 im Happel-Stadion gegen Rapid durch seinen Kung-Fu-Sprung gegen Alex Lawaree und die Rote Karte gestoppt wurde.
 

Die jüngsten Zu-Null-Serien von Lindner bzw. Didulica:


LINDNER (2012/13):       DIDULICA (2005/06*):
Rd. 1: WAC (a) 1:0              Rd. 9: Salzburg (h) 2:0
Rd. 3: Rapid (a) 3:0             Rd. 13: Mattersburg (h) 3:0
Rd. 4: Admira (h) 1:0           Rd 14: Ried (a) 0:0
Rd. 5: Ried (a) 1:0               Rd 16: Sturm Graz (a) 0:0
Rd. 6: Wacker (h) 2:0          Rd 17: Tirol (h) 0:0
Rd. 7: Neustadt (a) 2:0        Rd 18: Pasching (a) 1:0
Rd. 12: Rapid (h) 2:0           Rd 19: Admira (a) 1:0
Rd. 15: Wacker (a) 3:0        Rd 21: Mattersburg (a) 2:0
Rd. 16: Neustadt (h) 3:0      Rd 22: Ried (h) 3:0
Rd. 18: Salzburg (a) 0:0      Rd 23: Tirol (a) 2:0
Rd. 22: Admira (h) 4:0         Rd 24: Sturm (h) 0:0
Rd. 24: Wacker (h) 4:0        Rd 25: Rapid (a) 3:0
Rd. 25: Neustadt (a) 0:0      Rd 30: GAK (a) 0:0
Rd. 26: Mattersburg (a) 4:0 Rd 31: Mattersburg (h) 1:0
Rd 32: Ried (a) 0:0
 

*) Didulica war beim 2:0-Heimsieg in der 4. Runde gesperrt, statt ihm hütete damals Szabolcs Safar unser Gehäuse. Auf der Ersatzbank saß Robert Almer.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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