02.08.2013, 11:01 Uhr

GRÜNWALD UND ROYER MIT POSITIVEN GEDANKEN GEGEN RIED

Grünwald und Royer mit positiven Gedanken gegen Ried

Inklusive ÖFB-Cup-Semifinale hat der FK Austria Wien gegen die SV Ried in der vorigen Saison in fünf Spielen ebenso viele Siege gefeiert und dabei nicht weniger als 16 Tore erzielt. Zwei richtungsweisende Treffer gingen dabei auf das Konto von Alexander Grünwald. „Ich hoffe, dass es ebenso klappen wird wie damals“, sagte unser Mittelfeldspieler vor dem 65. Liga-Duell mit den Oberösterreichern.

 
Grünwald, der am Dienstag in der Champions-League-Qualifikation gegen FH Hafnarfjördur den einzigen Treffer durch Daniel Royer ideal vorbereitete, hat im ersten Spiel 2012/13 in Ried am 19. August das späte Goldtor zum 1:0 in der 85. Minute erzielt. Unser „Zehner“ war in der 55.  Minute eingewechselt worden und kam so zu seinem ersten Pflichtspiel der Saison. Und beim 3:1 am 27. Februar, ebenfalls in Ried, sorgte Alex in der 6. Minute für die wichtige 1:0-Führung.

 
Auch wenn die Innviertler in Wien (Bilanz aus violetter Sicht: 25-5-2/61:18) bisher meist nur Punktelieferanten waren, sind sie vor ihrem Auftritt in Favoriten in der Tabelle erstmals seit längerer Zeit besser platziert (Fünfter) als unsere Veilchen (Sechster). Am Samstag sollte mit dem Schlusspfiff und drei Punkten die Hierarchie wiederhergestellt sein, der regierende Meister vor den „Wikingern“ rangieren!

 
Das wäre auch schon im Hinblick auf das Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation am kommenden Mittwoch auf Island gegen FH Hafnarfjördur (18:00 Uhr MESZ/live Puls 4) für das Selbstvertrauen der Mannschaft immens wichtig. „Jeder Sieg tut gut. Wir haben das Spiel dominiert und verdient gewonnen“, meinte Grünwald nach dem 1:0 gegen den isländischen Meister in Anspielung an das bittere 1:5 drei Tage davor in Salzburg.

 
Dass nach so einer Niederlage das Selbstvertrauen nicht gleich wieder zu 100 Prozent passe, sei normal gewesen. „Wir haben gegen die Isländer alles probiert, leider das zweite Tor nicht gemacht. Das ist eben im Fußball so. Und dann hat man wieder Phasen, da geht der Ball von alleine rein. Diese Zeiten werden auch wieder kommen“, ist Grünwald überzeugt: „Wir vertrauen in unsere Stärken!“

 
Ebenfalls ganz besondere Erinnerungen verbindet Daniel Royer mit unserem nächsten Gegner. „In den Reihen der SV Ried habe ich meine ersten Schritte im Profi-Bereich gemacht und mich dort sehr wohl gefühlt. Ich werde nur positiv über diesen Verein sprechen“, kommen bei ihm nostalgisch wohltuende Gedanken auf.

 
Sollte der Matchwinner wie gegen die Isländer, in der er seine Premiere in der Startelf und in der Torschützenliste in einem Pflichtspiel gab, auch gegen seinen Ex-Klub treffen, dann wird er seine Emotionen nicht wie gegen Hafnarfjödur freien Lauf lassen. „Sollte ich abermals ein Tor schießen, dann würde ich das aus Überzeugung tun, aber mir den Jubel ersparen“, kündigte der Blondschopf an.
 

Er spiele jetzt für die Austria und für die gebe er 100 Prozent, versicherte das Neu-Veilchen. „Ich werde versuchen, immer meine Leistung zu bringen“, schwört Royer, der im Sommer 2011 die Rieder verlassen hatte und dann über Hannover und Köln vor dieser Saison den Weg zurück in die Heimat und zur Austria gefunden hat. Am Dienstag durfte er erstmals in einem Pflichtspiel für die Violetten über einen Treffer jubeln.

 
Seine Freude über den Sieg war groß, „weil wir unser Ziel, daheim zu Null zu gewinnen, erreicht haben.“ Sicher hätten es ein, zwei Tore mehr sein können für den Aufwand, den die Mannschaft betrieben habe. „Wir reisen dennoch mit breiter Brust nach Reykjavik und sind guter Dinge. Die Aufstiegschance ist intakt und ich bin zuversichtlich, auch dort gewinnen zu können,“ meinte der 23-Jährige.

 
Im Heimspiel gegen die Isländer war Royer nicht wegen des Ausfalls von Alex Gorgon (Muskelverletzung) auf der rechten Mittelfeld-Seite in der Startelf zum Zug gekommen. „Daniel war vorgesehen, es war geplant, dass er spielt“, erklärte Trainer Nenad Bjelica, der nach dem Salzburger 1:5 seine Elf gleich an einigen Positionen umgestellt und im Finish gegen die Isländer elf Österreich auf dem Feld hatte.

 
Ob Royer auch in der Anfangsformation gegen „seine“ Rieder stehen wird, bleibt vorerst ungewiss. „Jetzt ist es einmal wichtig, dass wir schnell regenerieren. Es war eine intensive Partie gegen die Isländer, auch vom Wetter her. Die nächste Aufgabe wollen wir natürlich ebenso erfolgreich bewältigen,“ sagte der Steirer und erhofft wie alle vor dem Rückspiel im hohen Norden den zweiten Sieg in der Bundesliga einzufahren.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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