10.08.2013, 16:31 Uhr

FÜR HEIMKEHRER OKOTIE HEIßT'S WIEDER: "IT'S DERBY-TIME!"

Für Heimkehrer Okotie heißt's wieder: "It's Derby-Time!"

26. April 2009, Hanappi-Stadion: Er erzielt beide Tore des FK Austria Wien gegen Rapid – zum Sieg reicht der Doppelpack leider nicht. Rubin Rafael Okotie vermochte damals die 2:3-Niederlage nicht zu verhindern. Es war Rubins letzter Derby-Auftritt, ehe er nach einer langen Verletzungspause im Sommer 2010 die Violetten verließ und zum 1. FC Nürnberg ging. Über Belgien (VV St. Truiden) und Sturm Graz fand der Stürmer in diesem Sommer den Weg zurück nach Favoriten.

Und freut sich schon riesig, am Sonntag (16.30 Uhr) in der 4. Liga-Runde die Atmosphäre des Lokal-Hits nach über vier Jahren Pause wieder miterleben zu dürfen. „Denn das sind ganz besondere Spiele. Derbys will man nie verlieren, das Schönste natürlich ist, sie zu gewinnen“, sagt der 26-Jährige, der von Trainer Nenad Bjelica in den ersten sechs Pflichtspielen der Saison jeweils eingewechselt wurde.

Auf sein erstes Tor wartet der Angreifer aber noch. Dieser Premiere nach der Rückkehr sieht er dennoch entspannt und optimistisch entgegen und meint: „Ich denke und hoffe, es ist bald soweit!“ Im Viola-Dress hat Okotie übrigens bisher insgesamt sieben Derbys bestritten, dabei bei je drei Remis und Niederlagen jedoch nur einen einzigen Sieg gefeiert. Dieser gelang am 11. November 2008 daheim mit 2:0, wobei Rubin ein Tor erzielte und das andere vorbereitete.

Als er 2010 die Veilchen verließ, hatte er auch eine aus dem Oktober 2009 stammende, hartnäckige und schmerzhafte Blessur im rechten Knie (Knorpelabsprengung) mitgenommen, die ihn im Ausland noch begleitete und bremste. „Aber jetzt ist Gott sei Dank alles wieder in Ordnung“, versichert Okotie, der mit der Austria (2009) schon einmal ÖFB-Cupsieger war, aber mit seinem Stammklub mehr erreichen will.

„Ich möchte den Meistertitel und die Gruppenphase der Champions League ist auch ein riesiges Ziel von uns“, macht unser Mann mit der Rückennummer neun auf dem Trikot, der 2007 in Kanada mit Österreichs U20 WM-Vierter geworden ist und dabei alle sieben Spiele zum Einsatz kam, kein Geheimnis aus seinen Ambitionen. Der erste Schritt auf der internationalen Bühne ist am Mittwoch einmal mit dem Europacup-Aufstieg in Island getan (Trainer Bjelica über Okoties 30-Minuten-Einsatz dort: "Er hat perfekt gearbeitet, ist viel gelaufen und hat die Verteidiger sehr gut beschäftigt"), national soll am Sonntag sein zweiter Derby-Sieg folgen.

Der fünffache ÖFB-Teamspieler hat sich in Wien schnell wieder daheim gefühlt – auch abseits des Rasens. Er bezog nämlich mit seiner Freundin eine Wohnung im selben Gebiet nahe der Donauinsel, wo Rubin schon vor seinem Abschied nach Deutschland gelebt hatte. Geboren ist der Sohn einer Kärntnerin und eines Nigerianers in Karatschi (Pakistan).

Bis zum 4. Lebensjahr lebte Okotie in Barcelona, ehe er 1991 mit seiner Mama nach Österreich kam. „Mein Vater war damals in Spanien beruflich tätig, dann ging es im Hinblick auf meinen Schuleintritt nach Österreich“, erzählt Rubin, dessen erste Austria-Ära 2004 in der Stronach-Akademie begonnen hatte. Sein jetziger Vertrag als Veilchen-Profi läuft bis 30. Juni 2015 mit Option.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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