26.11.2013, 17:02 Uhr

EUROPÄISCH ÜBERWINTERN? KOCH: "WIR WERDEN ALLES DAFÜR TUN"

Europäisch überwintern? Koch: "Wir werden alles dafür tun"

Am Dienstag (20:45 Uhr/live Puls4 und Sky Austria)  unternimmt der FK Austria Wien in Gruppe G der UEFA Champions League auswärts gegen den FC Porto seinen fünften  Anlauf, den Bann ohne Tor endlich zu brechen und damit ein weiteres Kapitel Klubhistorie  zu schreiben.

 
Auf  unseren Premieren-Treffer würde Austrias AG-Wirtschaftsvorstand Markus  Kraetschmer kein Geld setzen, weil er nie wettet. Dennoch ist er zuversichtlich und prophezeit: „Wir schaffen das!“ Die Violetten sind vor dem  Gastspiel im 52.000 Besucher fassenden Estadio do Dragao (Drachen-Stadion) zwar noch torlos, stehen aber nicht mehr so wie Olympique Marseille (Gruppe F)  und Viktoria Pilsen (D) ohne Zähler da.

Sie  duellieren sich ja auch  immerhin mit den aktuellen Tabellenführern ihrer Länder (Porto/sogar noch  ungeschlagen und Zenit) bzw. den zweitplazierten Madrilenen, die nur Barcelona  den Vortritt lassen müssen.  

 
Dass  wir wie die Franzosen und die Tschechen noch sieglos sind, ist keine  große Schande, befinden wir uns doch mit Real Sociedad (A), Juventus Turin (B), RSC Anderlecht (C) und Steaua Bukarest (E) in prominenter Gesellschaft. „Ein  Sieg gehört her! Wir müssen jetzt schauen, die letzten zwei Spiele irgendwie  positiv zu gestalten“, beschwor unser Torhüter Heinz Lindner.

 
Der  Schlussmann, der in Madrid gegen den für uns übermächtigen spanischen Cupsieger Atletico trotz des 0:4 seine Klasse bewies und unter anderem einen Elfer von  Superstar Diego Costa abwehrte, ist jedenfalls optimistisch. Es sei für  seine Mannschaft noch einiges drinnen, meinte er. Der Oberösterreicher weiß, wie  auch alle anderen, genau: „Es werden zwei verdammt schwierige Spiele, das ist  jedem von uns klar. Wenn wir in Porto punkten, können wir es daheim mit den  Fans im Rücken gegen Zenit schaffen“, glaubt Lindner.

 
Die  Russen spielen am Dienstag (18.00 Uhr MEZ) in St. Petersburg gegen den bereits  als Aufsteiger ins Achtelfinale feststehenden Club de Atletico. Die Portugiesen,  die in der letzten Runde am 11. Dezember in Madrid (20.45 Uhr) antreten, haben  vier die Russen fünf Zähler auf dem Konto. Theoretisch wäre für die  Violetten auch noch der zweite Tabellenplatz möglich, vorausgesetzt Zenit  gewinnt am Dienstag nicht gegen  Atletico. Für solche Rechenspiele ist  Nenad Bjelica nicht zu haben. „Wir sind nicht so verrückt, um zu glauben, dass wir  Erster oder Zweiter werden könnten“, hatte unser Trainer vor einiger Zeit schon gesagt.

 
Die  „Königsklasse“ genießen und lernen, lautet seine Devise und er fügt realistisch  hinzu: „Als Sportler wollen wir natürlich in jedem Spiel Gas geben, die  Gegner ärgern und im Optimalfall gewinnen. Dann werden wir sehen, wo wir stehen. So wie wir uns in den  ersten zwei Spielen präsentiert haben, könnten wir noch etwas holen. Wenn es so  wird wie in Madrid, wird es schwer“, meinte Bjelica.

 
Vor  dem Spiel am Samstag gegen Wacker in Innsbruck hat der 42-Jährige die  zweiwöchige Länderspiel-Pause genützt, um seinen Schützlingen für das  herbstliche Saison-Finish mit acht Pflichtspielen bis 18. Dezember körperliche  und mentale Frische zu verleihen. Er wolle mit Leuten, die gesund und fit seien,  durchs Feuer gehen, kündigte Bjelica an. Fabian Koch versichert: „Wir werden wie  in jedem Spiel 100 Prozent geben!“

 
Der  Verteidiger versprach, alles zu probieren, um ein gutes Resultat zu holen. „Und  vielleicht gelingt uns der erste Treffer. Wir haben schon einige Chancen  vorgefunden. Ich hoffe, wir können sie jetzt nützen.“ Auch die Hoffnung, als Gruppen-Dritter (Wechsel in die Europa League) vielleicht doch zu überwintern, hat der Tiroler noch nicht ganz abgeschrieben. „Wir werden alles dafür tun“, sagte der 24-Jährige.

 
Er  hat aus der Champions League schon jetzt viel mitgenommen und einiges gelernt.  „Mir persönlich hat die Teilnahme sehr viel gebracht, es hat wahnsinnigen Spaß  gemacht. Man hat gesehen, wie viel noch möglich ist und dass es sich auf jeden  Fall lohnt, hart daran zu arbeiten, um da öfter dabei zu  sein.“

 
Der  Verteidiger, der in sieben unserer acht bisherigen  Europacup-Saisonspiele je 90 Minuten im Einsatz war, glaubt, dass mit dem  Leader unserer Gruppe auch in der K.O.-Phase zu rechnen sein wird. „Ich traue den Madrilenen alles zu. Sie haben gegen Barcelona im Supercup zweimal remis  gespielt und Real Madrid im Bernabeu 1:0 besiegt. So wie sie derzeit spielen, ist einiges für sie möglich“, prophezeit Koch.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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