26.11.2013, 09:59 Uhr

EIN VEILCHEN KENNT DAS GEFÜHL EINES CHAMPIONS-LEAGUE-TREFFERS

Ein Veilchen kennt das Gefühl eines Champions-League-Treffers

In der Gruppe G der Champions League sollte es für den FK Austria Wien das Bestreben sein, in den restlichen zwei Spielen am Dienstag (20.45 Uhr) auswärts gegen FC Porto undam 11. Dezember (20:45 Uhr/jeweils live Puls 4 und Sky) im Happel-Stadion gegen Zenit gute Figur zu machen.


Als einziger aktueller Austrianer hat sich übrigens bisher nur Tomas Jun als Torschütze in der Champions League eingetragen. Der Tscheche traf für Sparta Prag in zwölf Spielen der Eliteliga sogar schon zweimal. Am 10. März 2004 beim 1:4 im Mailänder San Siro gegen den AC Milan und am 28. September desselben Jahres beim 1:2 im eigenen Letna-Stadion gegen Olympique Lyon. In dieser Saison war die Austria schon einige Male ganz nahe daran, ins Schwarze zu treffen.

 
An Latte oder Stange scheiterten in den bisherigen vier Spielen Marko Stankovic gleich zweimal beim 0:1 im Prater gegen den FC Porto sowie Philipp Hosiner in St. Petersburg (0:0) und beim 0:3 im Happel-Stadion gegen Atletico. „Ich kann es gar nicht mehr hören, dass wir in diesen Spielen die Latte oder die Stange getroffen haben. Wir konzentrieren uns auf die kommenden Aufgaben und werden versuchen, Tore zu machen“, sagte Hosiner.

 
Schließlich sei es ja nicht so leicht, in der Champions League Tore zu erzielen. Was ihn optimistisch stimmt, ist die Erinnerung, welch gute Torchancen und herausgespielten Möglichkeiten die Austria schon gehabt hatte. Da denkt unser Bundesliga-Torjäger 2012/13 nicht nur an die Partien gegen Zenit und Porto, sondern auch an die gegen Atletico. „Den Spaniern waren wir zweimal ganz klar unterlegen, trotzdem haben wir auch gegen sie an die Latte geschossen.“

Neues Spiel, neues Glück

 
Neben Hosiners „Metalltreffer“ im Heimspiel gegen Atletico hatten die Wiener auch in Madrid durch Thomas Murg und Florian Mader zwei gute Chancen vorgefunden. Die Treffen mit dem bereits als Gruppensieger und Aufsteiger ins Achtelfinale feststehenden spanischen Cupsieger sind laut Hosiner jedenfalls aufgearbeitet, abgehakt und werden keine Nachwirkungen haben.

 
Hosiner und Co. blicken unter dem Motto „neues Spiel, neues Glück“ mit Zuversicht vorerst einmal dem Match im Estadio do Dragao (Drachen-Stadion), der EM-Arena von 2004, entgegen. Sie haben den dritten Gruppen-Platz inne, der im Frühjahr zum Weiterspielen in der Europa League berechtigt und von dem die Austria derzeit drei Punkte entfernt ist, noch nicht ganz aus ihren Augen verloren.

 
„So lange das Ziel möglich ist, werden wir versuchen, es zu erreichen. In denke, in unseren ersten zwei Spielen gegen Porto und in St. Petersburg haben wir gezeigt, dass wir mithalten können. Warum sollten wir uns keine Ziele setzen gegen diese zwei Klubs?“, spricht er sich und seinen Mitspielern Mut zu. Porto sei am Dienstag Favorit, aber die Austria wäre ja auch in Russland klarer Außenseiter gewesen.

 
„Es könnte in Porto ein ähnliches Spiele werden. Wer weiß, mit ein bisschen Spielglück könnten wir dort etwas mitnehmen“, hofft der 24-Jährige, der sich vielleicht erstmals seit 19. Oktober (in Ried beim 1:1) wieder in die Torschützenliste eintragen könnte. Bisher hat „Hosi“ in 23 Pflichtspielen (ohne Wacker Innsbruck) ein halbes Dutzend Treffer erzielt und vier Assists gegeben. Aber letztlich wird es wohl egal sein, welcher Spieler in der Königsklasse den Bann bricht.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 17 36
2. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
3. FC Red Bull Salzburg 17 31
4. FK Austria Wien 17 31
5. RZ Pellets WAC 17 22
6. FC Admira Wacker Mödling 17 22
7. SK Rapid Wien 17 21
8. SV Guntamatic Ried 17 17
9. SKN St. Pölten 17 14
10. SV Mattersburg 17 11
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