10.05.2013, 11:30 Uhr

DILAVER: ERST DEN LORBEER, DANN DEN SOMMER

Dilaver: Erst den Lorbeer, dann den Sommer

Vollgas im Liga-Finish und dem Cupfinale, das ist die Devise des FK Austria Wien für die restlichen drei Wochen in dieser Super-Saison. Der dritte Sieg in Folge (2x Ried, 1 x Admira) hat die Violetten wieder in jene Sphären katapultiert, die man für ein erfolgreiches Spieljahr braucht. Wille, Selbstvertrauen, der Glauben an die eigene Qualität und die mentale Stärke sind noch einmal bei 100 Prozent. Alle denken, dass die vergangenen zwei Wochen genau jene Initialzündung waren, um das Meisterstück zu vollenden.

Die Wachablöse im österreichischen Fußball steht bevor. Das Double kann Salzburg nicht mehr verteidigen, die Nr. 1 in der Bundesliga-Tabelle auch nur noch bei einer Schwächephase der Veilchen. Und an die denkt bei der Austria niemand.

„Wir haben uns mit unseren letzten Auftritten wieder sehr viel Respekt verschafft“, sagt Emir Dilaver, der am Mittwoch in Ried mit einem Assist das 1:0 einleitete. Eine einstudierte Aktion übrigens, wie der Rechtsverteidiger erklärte. „Der schnell abgespielte Freistoß von Alex Grünwald auf mich war eine Situation, wie wir sie im Training immer wieder üben.“

Der „Zehner“ schickte Dilaver mit einem schnell abgespielten Ball über die rechte Flanke, sein Zuspiel verwertete Philipp Hosiner perfekt. „Wir nehmen uns immer vor, die Räume zu öffnen, diese Situation war so einstudiert“, fährt das sympathische Eigengewächs aus dem Austria-Nachwuchs fort.

Dass der FAK eine überragende Hin- und Rückrunde bislang spielte, ist für den seit Dienstag 22jährigen kein Zufall. „Wir haben eine starke Mannschaft, die zudem seit langem verinnerlicht hat, dass jedes Spiel wie ein Finale ist. Unsere Trainer haben uns auf diese Situationen vorbereitet, wir haben uns kontinuierlich weiterentwickelt und in der Liga positioniert.“  

Als Ruhekissen will Dilaver die aktuelle Situation mit sechs Punkten Vorsprung bei noch vier ausstehenden Spielen sowie dem drittklassigen Gegner im Samsung-Cup-Endspiel aber ganz und gar nicht verstehen. „Wir haben eine schöne Saison gespielt, aber noch gar nichts in den Händen. Wir wollen jetzt die Lorbeeren ernten und dann einen schönen Sommer verbringen.“

Aber ganz egal, wie gut man spielt, wie viele Rekorde man auch knacken kann oder diese schon eingeheimst hat: Bescheidenheit ist auch weiterhin wichtig, Arroganz völlig deplatziert. Am Samstag will man in Innsbruck jedenfalls im Duell mit Salzburg wieder vorlegen und mit einem Sieg den Druck erhöhen. „Ried hat uns viel Kraft gegeben, aber wir müssen gleich wieder so auftreten wie nach der Pause, uns mehr zutrauen.“ Siege sind eben kein Zufall.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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