02.05.2013, 15:21 Uhr

DILAVER: "SACK SO RASCH WIE MÖGLICH ZUMACHEN!"

Dilaver: "Sack so rasch wie möglich zumachen!"

Gegen die SV Ried könnte der FK Austria am Samstag (16:00 Uhr) in der Generali-Arena wieder einen Schritt zum 24. Meistertitel setzen. Mit dem vierten Saisonsieg gegen die Innviertler, die gegen uns in der Liga zuletzt fünf Niederlagen in Serie bezogen, würde er getan. „Es wird aber wichtig sein, die Konzentration von Anfang an hoch zu halten und das erste Tor zu schießen. Es wird sicher ein Geduldspiel“, glaubt Emir Dilaver vor der 32. Runde.

 
In unserer Situation gebe es keinen leichten Gegner, meint der Defensivmann: „Jeder will gegen die Austria Gas geben, punkten und trachtet, hinten nichts anbrennen zu lassen. Die Rieder werden bei uns nicht allzu offensiv agieren. Es wird wieder an uns liegen, das Spiel zu machen und in Führung zu gehen.“ Dann würde es ähnlich laufen wie zuletzt beim 2:0 in der Südstadt gegen Admira.
 

Ob dieser Sieg schön war oder nicht, interessiert keinen mehr. „Er war jedenfalls sehr verdient und überaus wichtig. Natürlich war eine gewisse Drucksituation da, weil viele gesagt haben, wir könnten nicht mehr gewinnen, seinen in einem Wellental. Aber wir haben gezeigt, dass wir die stärkste Mannschaft über die ganze Saison sind“, erklärte Dilaver, der am kommenden Dienstag seinen 22. Geburtstag feiert, mit gesundem Selbstbewusstsein.
 

„Wir haben noch fünf Partien vor uns, vier davon müssen wir gewinnen. Wenn du dann den Meisterteller in der Hand hast, fragt dich auch keiner, wie gegen wen was gewonnen wurde“, meinte der Defensiv-Allrounder. Wenn man den Sack so schnell wie möglich zumache, solange man es noch selbst in der Hand habe, wäre es natürlich am gescheitesten, gab Dilaver die Marschroute für das heiße Finish der Punktjagd vor.

 
Derzeit halten wir als Tabellenführer immer noch bei sechs Punkten Vorsprung auf Titelverteidiger Salzburg, mit dem es in Wals-Siezenheim am 26. Mai in der letzten Runde zum Showdown kommt. „Klar ist es für uns am besten, wenn wir den Titel schon vorher fixiert hätten. Denn dann könnten wir uns verstärkt wieder auf den ÖFB-Cup konzentrieren“, wagt Dilaver einen Blick in die Zukunft, in der es am Mittwoch (20:30 Uhr/live ORFeins) auswärts im Cup-Halbfinale wieder gegen die Oberösterreicher geht. Das Pokalfinale steigt am 30. Mai in Wien.

 
Vorher gilt der ganze Fokus der Veilchen freilich der Liga und Ried am Samstag. Da könnte Dilaver wie schon zuletzt in der Südstadt als rechter Verteidiger aufgeboten werden. Dort hatte er etwas überraschend den Vorzug gegenüber Fabian Koch erhalten, weil durch den technisch versierten spanischen Admiraner Tito auf unserer rechten Defensivseite Gefahr drohte. „Natürlich habe ich mich gefreut, zum Einsatz gekommen zu sein“, gestand Dilaver, der von der Stöger-Entscheidung nicht überrascht war.
 

Dilaver war mit seiner Leistung zufrieden. „Am Anfang war es noch ein bisschen eine Umstellung. Aber ich kenne die Position. Ich habe mich gefreut, wieder zeigen zu dürfen, was ich kann“, meinte Dilaver, der in der laufenden Saison in der Liga 29-mal im Kader, davon 14-mal in der Startelf stand. Gegen die Rieder war er beim 1:0 in Ried 90 Minuten ebenfalls als rechter Verteidiger im Einsatz. Daheim beim 6:1 saß er auf der Bank und wurde zuletzt beim 3:1 auswärts in der 64. Minute im defensiven Mittelfeld eingesetzt. Allerdings nur kurz, denn in Minute 82 gab's wegen Fouls die gelb-rote Karte.
 

Dilaver hofft, am Samstag eine neuerliche Chance zu bekommen. „Ich würde wieder gerne spielen. Denn am besten ist es, wenn man etwas auf dem Feld aktiv beitragen kann. Wenn man gewinnen muss und von außen nichts machen kann, ist das eine ungute Situation für jeden Spieler“, gesteht „Emine“, wie er gerufen wird.
 

Er liebt Partien, in denen man mit Druck umgehen muss. „Das ist eine Herausforderung, das sind Spiele, aus denen man am meisten mitnehmen kann. Diese Aufgaben zu erfüllen, mag ich. Man kommt immer wieder in solche Situationen, in denen man erfolgreich sein muss.“ Ein schwere Aufgabe hat zum Beispiel Dilavers früherer Mitspieler David Alaba zuletzt mit dem FC Bayern München in der Champions League gegen den FC Barcelona eindrucksvoll gemeistert. Dem 4:0-Heimsieg folgte am Mittwochabend im Camp Nou ein 3:0!


„Ich feuere den David immer an und hoffe, dass er die Königsklasse gewinnt. Ich kenne ihn persönlich, wir sind gute Freunde, waren gemeinsam in der Austria-Akademie. Deshalb wünsche und gönne ich es ihm. Ich schätze ihn sehr, er ist ein super Mensch“, sagt Dilaver über das prominente Ex-Veilchen. Übrigens hat „Emine“ das CL-Endspiel Bayern gegen Borussia Dortmund richtig vorausgesagt. Es steigt einen Tag vor dem Liga-Kehraus am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion. Die Bayern, die zuletzt die begehrte Trophäe 2001 holt hatten, standen auch schon 2010 und 2012 im Finale.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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