02.10.2013, 10:33 Uhr

CL: TAKTISCHE RAFFINESSEN TRUGEN ZUM ACHTUNGSERFOLG BEI

CL: Taktische Raffinessen trugen zum Achtungserfolg bei

Nicht nur auf dem Platz war am Dienstagabend in St. Petersburg höchste Konzentration gefragt. Auch an den Seitenlinien lieferten sich Zenit-Coach Luciano Spalletti und Austria-Trainer Nenad Bjelica eine Art taktisches Duell. Fünf Partien mit Zenit-Beteiligung hatte Austrias Trainerteam im Vorfeld unter die Lupe genommen, eine kleine Überraschung hatten die Hausherren dennoch in petto.


„Es war nicht zu erwarten, dass Zenits zentrale Mittelfeldspieler (Witsel und Fayzulin; Anm.) die Bälle im Spielaufbau aus derart tiefen Position anfordern würden“, erkannte Bjelica rasch und nahm nach rund 20 Minuten eine Umstellung vor. Aus dem 4-2-3-1 wurde ein 4-1-4-1. Hieß: Mader agierte fortan nicht mehr als defensiver Mittelfeldspieler neben James Holland sondern rückte eine Linie weiter vor, wo er sich neben Tomas Simkovic in der offensiveren Viererkette eingliederte.


„Weil die beiden Zenit-Spieler derart defensiv agierten, hatten Simkovic und Hosiner viel Laufarbeit zu verrichten, mussten weite Wege gehen. Das hätten sie auf Dauer nicht durchgehalten, Löcher wären entstanden“, so Bjelica, der Hosiner folglich nur noch auf die beiden Innenverteidiger des Gegners ansetzte. 

 

Zentrale Offensiv-Achse ging die weitesten Wege

Die Statistik nach Spielschluss (hier gibt's die besten Bilder des Spiels) bestätigten Bjelicas Gefühl: Hosiner lief fast zwei Kilometer mehr wie gegen den FC Porto, kam letztlich auf 11,92 Kilometer. Den Topwert wiesen aber seine beiden Hintermänner, Mader (12,26) und Simkovic (13,22), auf.



Florian Mader nahm nach knapp 20 Minuten eine etwas offensivere Rolle ein.

Mehr Nachdruck nach der Pause

Kleine Adaptionen gab Bjelica den Spielern auch zur Halbzeit-Pause mit. Zur Erinnerung: Wenige Minuten zuvor war Zenits vielgesuchter Spielgestalter Axel Witsel mit Rot vom Platz geschickt worden.


„Wir hatten schon im Spiel Elf gegen Elf gefährliche Aktionen, aber nach dem Ausschluss war klar, dass wir mehr Druck auf den Gegner ausüben können und vor allem auf den Flügeln, speziell auf links, Räume vorfinden werden“, erklärt Bjelica, der aus den Beobachtungen wusste, das Hulk am Ball brandgefährlich ist, von Defensiv-Aufgaben aber weitestgehend freigestellt wird.


„Meine Mannschaft hat gut gearbeitet“, resümiert Bjelica. Sogar ein Sieg wäre letztlich möglich gewesen, „dafür hat aber noch der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und die Präzision beim letzten Pass oder Schuss gefehlt. So etwas kommt erst mit mehr Routine auf diesem Niveau.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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