09.10.2013, 14:22 Uhr

CL: ATLETICOS DIEGO COSTA STELLT RONALDO UND MESSI IN DEN SCHATTEN

CL: Atleticos Diego Costa stellt Ronaldo und Messi in den Schatten

Hoher Besuch in Wien! Kenner des spanischen Fußballs staunen über seine Bilanz ebenso wie über die persönliche Entwicklung, die Diego Costa zuletzt genommen hat. Und, so ersehen es zumindest die „Rojiblancos“, spätestens am 22. Oktober, wenn Atletico Madrid beim FK Austria Wien im Ernst-Happel-Stadion gastiert und der 25-Jährige nach einer saisonübergreifenden Europacup-Sperre von vier Partien sein Debüt in der UEFA Champions League feiern soll, könnte sich der Popularitätsgrad des gebürtigen Brasilianers weiter steigern.


Keine Frage, ein unbeschriebenes Blatt ist der Rechtsfuß schon lange nicht mehr. Dass er aber nach acht Spieltagen inklusiver beachtlicher Trefferquote die spanische Torschützenliste vor Cristiano Ronaldo und Lionel Messi anführt, das hätte ihm vor wenigen Monaten getrost niemand zugetraut. Denn mindestens ebenso groß wie das Talent des Torjägers galt lange Zeit sein Hang zur Flegelhaftigkeit.

 

Vom Rüpel zur Respektsperson


Zehn Treffer aus acht Liga-Spielen darf er sich nun ans Revers heften. Die Tatsache, dass er jeden der letzten sechs Atletico-Treffer selbst beigesteuert hat, unterstreicht seine Wichtigkeit für den Tabellenzweiten der Primera Division, der punktegleich mit Leader FC Barcelona und fünf Zähler vor Real Madrid auf Platz zwei rangiert.

Costa reifte vom Rüpel zur Respektsperson – sein Trainer Diego Simeone erklärt: „Costa ist professioneller geworden, ich muss jetzt nicht mehr in jedem Spiel fürchten, dass ihn der Schiedsrichter vom Platz stellt.“


Dabei zeichnet Simeone für die Verwandlung mitverantwortlich. Der frühere argentinische Internationale machte Costa zum Stammspieler, nachdem er in den Jahren zuvor quer durch die spanische Provinz verliehen worden war. Im Sommer 2007 von Sporting Braga gekommen, verdiente er seine Sporen in der Zwischenzeit bei Celta de Vigo, Albacete, Real Valladolid und Rayo Vallecano.

Spaniens Gazetten schwärmen vom "totalen Stürmer"


Mittlerweile ist Costa, der sich kürzlich für die spanische Staatsbürgerschaft entschied, Publikumsliebling des Real-Rivalen. „Schläger und Goleador, sturer und gehässiger Stürmer, Freund von Zoff und Prügel – Diego Costa ist meine Schwäche“, lautet neuerdings ein Fan-Chor über Costa, der sich über vier Strophen erstreckt. „Spieler der Stunde“ und „totaler Stürmer“ nennen ihn Spaniens Medien. Wie auch immer, Costa scheint seine Energie kanalisiert zu haben.


Fürchten müssen die Veilchen jedoch niemanden. Weder Jackson Martinez, groß angekündigter Starstürmer des FC Porto, noch Zenit St. Petersburgs Tormaschine Hulk durften in den ersten beiden Partien gegen die Austria über Torerfolge jubeln -  den einzigen Gegentreffer fing sich die Bjelica-Elf durch Portos Mittelfeldstrategen Lucho Gonzalez. "Und den hätten wir verhindern können", sollte Austrias Chefcoach später meinen.


Porto empfängt am dritten Spieltag der UEFA Champions League Zenit St. Petersburg. Diese Partie wird wieder zeitgleich um 20:45 Uhr mit jener der Austria gegen Atletico angepfiffen. Rund 39.000 Karten wurden für den Hit im Wiener Prater abgesetzt – mehr Infos dazu gibt’s hier.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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