07.03.2013, 13:16 Uhr

BUNDESLIGA GEGEN ZWANGSABSTIEG DER AMATEUR-TEAMS

Bundesliga gegen Zwangsabstieg der Amateur-Teams

Im Tauziehen um die Liga-Formate im heimischen Spitzenfußball zeichnet sich ein Schlusspfiff ab. „Es gibt eine Annäherung. Meiner Meinung ist eine Lösung in Sicht. Es ist in Wahrheit nur noch ein Punkt offen, der mit dem ÖFB nochmals zu besprechen ist“, sagte Austrias Finanz-Vorstand Markus Kraetschmer nach der Klub-Konferenz der tipp3-Bundesliga.

 

In der Sitzung am Dienstag Nachmittag – die Vertreter der „Heute für morgen“-Erste Liga trafen am Donnerstag zusammen – wurde sehr intensiv über das Kompromiss-Paket diskutiert, das gemeinsam in einer Arbeitsgruppe zwischen ÖFB und Bundesliga Ende Februar geschnürt worden ist. Viele tipp3-Bundesliga-Vertreter sind nur mit dem Vorschlag einer Begrenzung der Amateur-Teams in die Regionalligen nicht zufrieden.

 

Dass die Amateure von Profi-Vereinen weiterhin nicht in die Erste Liga aufsteigen dürfen, wurde auf Forderung der Bundesligisten beibehalten. Dass in den drei Regionalligen aber nur jeweils drei Amateur-Mannschaften zugelassen werden sollen, ist einigen tipp3-Bundesligisten ein Dorn im Auge. „Da müssen wir nachjustieren, noch eine vernünftige Lösung erarbeiten“, erklärte Kraetschmer, der jedoch auch diesbezüglich zuversichtlich ist.

 

In den Regionen West und Mitte ist das derzeit weniger ein Problem als in der Ostliga, wo derzeit vier Bundesligisten – neben Austria Wien noch Rapid, Mattersburg und Admira Wacker – mit Amateuren im Bewerb sind. „Was man vermeiden will, ist der Zwangsabstieg einer dieser vier Mannschaften – ein Abstieg aus sportlichen Gründen bleibt natürlich möglich“, sagte der violette Finanz-Vorstand.

 

Es gibt also noch einiges zu besprechen zwischen Bundesliga und Österreichischem Fußball-Bund (ÖFB) in den kommenden Wochen. Der Kompromiss-Vorschlag, wie er jetzt auf dem Tisch liege, sei ein wesentlicher Schritt gewesen, beide Seiten hätten sich aufeinander zu bewegt, resümierte Kraetschmer, der überzeugt ist, „dass wir auch die letzte Hürde noch nehmen werden“.

 

Der Austria-Vorstand, der auch Vizepräsident des Bundesliga-Aufsichtsrates ist, rechnet in den kommenden Wochen mit einer endgültigen Lösung, damit das Gesamtpaket voraussichtlich am 27. März in der ÖFB-Präsidiumssitzung endgültig genehmigt werden kann. Der Kompromiss müsste dann nur noch formal in den Hauptversammlungen von Bundesliga und ÖFB im Mai oder Juni abgesegnet werden.

 

Und so sieht das Kompromiss-Paket im Detail aus:

 

Die tipp3-Bundesliga und die „Heute für Morgen“-Erste Liga werden weiterhin von je 10 Klubs gebildet. Eine Aufstockung der zweithöchsten Spielklasse ist kein Thema.

 

Aus der „Heute für Morgen“ Ersten Liga steigen ab der Saison 2014/15 der Tabellenvorletzte und Letzte ab. Es gibt keine Relegation mehr zwischen Erster Liga und Regionalligen.

 

Es bleiben drei Regionalligen zu 16 Vereine, aus denen zwei Aufsteiger ermittelt werden. Den Modus wird der ÖFB bis Ende März definieren. Neben der sportlichen Qualifikation ist es zwingend nötig, dass mögliche Aufsteiger die für die Profi-Vereine geltenden Lizenzkriterien erfüllen.

 

Für Amateur-Mannschaften wird in den Regionalligen ein eigenes Maßnahmenpaket für die Einsatzberechtigung erarbeitet, der Aufstieg in die „Heute für Morgen“ Erste Liga bleibt auf Wunsch der Bundesliga ausgeschlossen.

 

Weitere Rahmenbedingungen für Organisation und Finanzen für Regionalligen und Amateur-Teams werden bis April 2013 erarbeitet.

 

Offener Punkt: Anzahl der Amateur-Mannschaften, die pro Regionalliga spielberechtigt sind und die exakten Auf- und Abstiegsregelungen für Amateur-Mannschaften zwischen Regional- und Landesliga

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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