25.04.2013, 12:14 Uhr

BARCA-FAN REMO MALLY MACHT "HARTE ZEITEN" DURCH

Barca-Fan Remo Mally macht "harte Zeiten" durch

Remo Mally, den sie „Rambo“ nennen, macht diese Tage und Wochen als Fußballer des FK Austria harte Zeiten durch. Das Jungveilchen wird von einer Knieverletzung gebremst (im Bild auf einem Antischwerkraft-Laufband). Und das 0:4 des FC Barcelona, seines Lieblingsvereins, am Dienstagabend im Semifinal-Hinspiel der Champions League in München gegen den FC Bayern war dazu kein Balsam auf die Wunden.

 
Seine Hoffnung, dass Barca in der kommenden Woche den Rückstand im Camp Nou aufholt und „seine“ Finalpaarung am 25. Mai in London Barcelona gegen Borussia Dortmund heißt, hat sich schon zur „Halbzeit“ scheinbar aufgelöst. Dabei hatte er sich bereits vorsichtshalber vor dem ersten Treffen bei  Bayerns David Alaba für seinen Tipp quasi  entschuldigt.
 

„Ich hoffe, David wird mir nicht böse sein, wenn ich für Barca drücke“, sagte Mally, der einst mit Österreichs derzeit bestem Fußballer gemeinsam im violetten Dress gekickt hatte. Beide waren in Austrias Talenteschmiede und dabei zwei Jahre in der U17-Mannschaft vereint. Der Bayern-Legionär ist damals eine Klasse unter Mally auf der Schulbank gesessen.
 

Heute kämpft Mally um seine Fitness. Ein Zusammenprall im Ostliga-Spiel in Oberwart (2:2) am 12. April auf sein rechtes Knie zwingt ihm derzeit noch zum Pausieren. „Ich habe Flüssigkeit drinnen, es schmerzt. Wenn wir das Wasser rausbekommen, ist wieder alles okay“, erzählt der Verteidiger von seinem Weg zurück und hofft, in dieser oder der nächsten Woche wieder voll ins Training einsteigen zu können.
 

Der 22-Jährige, der Barcas Rechtsverteidiger Dani Alves zum Vorbild hat, brennt darauf, bald wieder mit den Profis gemeinsam zu üben und in dem einen oder anderen Bundesliga- oder Cup-Spiel dem Kader von Peter Stöger anzugehören. Zweimal war das 2012/13 schon der Fall. Mally saß jeweils daheim gegen Wacker Innsbruck (2:0/25.8.2012) und Salzburg (1:1/31.3.2013) auf der Bank.
 

Klar strebe man immer nach mehr. „Es ist natürlich schön und super, als Junger im Kader zu sein und einen Trainer zu haben, der Jungen eine Chance gibt. Für mich ist es nun wesentlich, wieder fit zu werden“, meinte Mally, der in der Ostliga bisher 13-mal zum Einsatz gekommen ist und dabei drei Tore vorbereitet hat. Stöger und Amas-Coach Herbert Gager halten große Stücke auf den Verteidiger.
 

„Es ehrt mich, wenn Trainer mich loben, aber ich muss mir alles selbst erarbeiten“, sagt Mally, der diese Saison als Doppel-Meister beenden könnte. Mit den Profis, für die er im Dezember 2011 in der Europa League daheim beim 2:0 gegen Malmö FF sein Debüt gab, ist er in der Bundesliga vor dem Treffen mit Admira am Sonntag (16.00 Uhr) in der Südstadt Spitzenreiter mit sechs Zählern Vorsprung und mit den Amateure mit fünf Punkten Rückstand, aber einem Spiel weniger Tabellenzweiter.
 

Es sei alles möglich, es werde jedoch nicht einfach – beide Male. „Wir werden alles unternehmen, dass es Realität und wir zweimal Meister werden“, versprach der U21-Teamspieler, der stets an seiner Entwicklung intensiv arbeitet. Man habe immer Bereiche, wo man sich verbessern müsse, wenn man auf höchsten Level spielen wolle. „Wo ich mich in den vergangenen paar Jahren weiterentwickelt habe ist die Ruhe am Ball sowie auch im taktischen und technischen Bereich.“
 

Der Steirer hofft, dies weiterhin am Verteilerkreis tun zu dürfen. Sein Kontrakt mit den Violetten läuft mit Juni 2013 aus. „Der Verein hat eine Option auf eine Verlängerung bis 2014“, sagte Mally, der noch immer zwischen Wien und seiner Heimat pendelt. Die Freundin steht vor der Abschlussprüfung zur Diplom-Krankenschwester. „Dann steht eigentlich nichts im Weg, dass sie im Sommer zu mir nach Wien kommt“, verriet „Rambo“ voller Vorfreude.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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