28.11.2013, 10:50 Uhr

ALEX GRÜNWALD: IN DER HALBZEIT SEINER VERLETZUNGSPAUSE

Alex Grünwald: In der Halbzeit seiner Verletzungspause

Monat drei steht bevor. Wer die Rehabilitation nach einem Kreuzbandriss schon einmal am eigenen Leib erfahren hat, empfindet die Zeit nicht gerade so, als würde sie im Eiltempo vergehen. Alexander Grünwald befindet sich gerade inmitten einer solchen – zum bereits dritten Mal in seiner Karriere.


„Der Vorteil ist: Wenn man das alles schon mal durchgemacht hat, weiß man in etwa, was in welchem Stadium auf einen zukommen wird“, erzählt „Grüni“, der sich mit 14 und 18 Jahres jeweils das Kreuzband im linken, diesmal im rechten Knie riss. Leicht seien die Folgen einer solchen Verletzung dennoch nach wie vor nicht, „es gibt Tage, an denen man öfter darüber nachdenkt“.


Nichtsdestotrotz hat „Grüni“, dessen Kreuzband während eines Trainings am 15. September riss, längst wieder Mut gefasst. Das tägliche Programm spult er mit einem klaren Ziel vor Augen ab, „es fällt leichter, sich zu quälen, wenn man weiß, dass jede Übung dem Comeback dient“.


Unter der Leitung von Physiotherapeut Freddy Siemes stehen täglich mehrere Stunden Training auf der Agenda. Die erste tägliche Einheit findet bei Siemes in dessen Institut in Maria Enzerdsorf statt,  „Spezialtraining für das Knie“, beschreibt unser „10er“ sein dortiges Programm, das bis zu zwei Stunden einnehmen kann. Die zweite Session geht in den Räumlichkeiten der GENERALI-Arena über die Bühne, „Stabilisation, Krafttraining und weitere Behandlungen“ gehören hier zum Workout.


Momentan befindet sich der 24-jährige Klagenfurter gerade in der Phase des Muskelaufbaus. „Zuletzt ist echt was weitergegangen“, erzählt Grünwald, der beispielsweise in den Qualifikations-Spielen um die UEFA Champions League ein mitentscheidender Faktor gewesen war und während der Woche die Reise nach Porto mitmachen durfte.


Freilich wurde auch dort unter der Obhut von Sporttherapeut Clemens Marent trainiert - eine Aqua-Jogging-Session (siehe Bild) stellte da eher eine angenehme Abwechslung dar. Und auch während der Winterpause wird gearbeitet, weshalb der Urlaub gestrichen wurde. „Ich wollte eigentlich wegfliegen, die Pause fällt aber gerade in eine wichtige Phase der Therapie, deswegen fahre ich maximal über Silvester zwei bis drei Tage weg. Der Rest der Zeit wird der Verletzung gewidmet.“


Mehr Freizeit hat Alex ob seiner Therapie nicht– eher das Gegenteil ist der Fall. „Man investiert viel Zeit in die Reha, da tut es gut, hin und wieder auf andere Gedanken zu kommen. Ich bin ein Mensch, der gerne unter Leuten ist und sich unterhält. Wenn es die Zeit zulässt, gehe ich auch gerne ins Kino. Es ist für den Kopf gesünder, als permanent an die Verletzung zu denken.“


Wann „Grüni“ wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann, steht noch nicht fest, angepeilt wird aber März/April 2014.


Alexander Grünwald beim Training in der Kraftkammer


Alexander Grünwald und Bernhard Luxbacher auf der Tribüne in Porto

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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