30.12.2013, 09:16 Uhr

AG-VORSTAND KRAETSCHMER SIEHT MIT „ENTHUSIASMUS IN ZUKUNFT“

AG-Vorstand Kraetschmer sieht mit „Enthusiasmus in Zukunft“

Die violette Premiere in der Champions League 2013 mit fünf Punkten aus sechs Gruppenspielen gehört der Vergangenheit an. Ab sofort ist der Blick der Wiener Austria auf allen Ebenen in die Zukunft gerichtet. Als oberstes Gebot gilt dabei: Analysieren, die richtigen Schlüsse ziehen und dann die nächsten Schritte setzen!

 
„Ich wünsche mir, dass wir im Frühjahr unsere sportlichen Ziele, nämlich die Qualifikation für einen Europacup-Teilnahme, erreichen“, sagte Markus Kraetschmer, unser AG-Vorstand Wirtschaft, anlässlich des Jahreswechsels. Vor den letzten 15 Runden der Meisterschaft sind wir als Tabellenvierter, der im ÖFB-Samsung-Cup leider nicht mehr dabei ist, nur je einen Punkt und Platz davon entfernt.

 
Das könnte sich nach der Winterpause am 9. Februar in Hütteldorf mit einem Erfolg im Derby schlagartig zugunsten des Noch-Meisters ändern. Kraetschmer sähe es gerne, würden die Veilchen das, was sie im zweiten Halbjahr 2013 in der „Königsklasse“ gelernt haben, positiv nutzen und umsetzen.

 
Durch die Brutto-Einnahmen aus der UCL von knapp über 15 Millionen Euro wurde das wirtschaftliche Fundament des Klubs stabilisiert. Dem 42-Jährigen ist mindestens ebenso wichtig, den „Mehrwert“ nachhaltig zu nutzen. „Die Erfahrungen, die die Spieler, die Betreuer und alle anderen im gesamte Klub mitgenommen haben, sind extrem wertvoll. Das wird uns in Zukunft sehr helfen“, meint Kraetschmer.

 
Er blickte jedenfalls mit sehr viel Freude auf „die tolle Reise durch Europa“, wie er das Austria-Debüt in der Königsklasse bezeichnete, zurück. Und unsere U19 ist noch in der ersten Auflage der UEFA Youth League mit von der Partie. Die Truppe von Herbert Gager hat in der Gruppenphase begeistert und tritt am 26.2. (16:00 Uhr MEZ) im Achtelfinale auswärts gegen Benfica Lissabon an.

 
„Was da dem Nachwuchs der Austria gelungen ist, erfreut alle. Auch in diesem Bereich nehmen wir sehr viel Positives mit. Wir wollen junge Spieler an den Profikader heranführen und einbauen und sehen mit Enthusiasmus in die Zukunft, weil wir diese Entwicklung für den Klub bei den Profis und im Nachwuchs nachhaltig nutzen wollen“, sagte der Manager aus Überzeugung und kündigte auch auf dem infrastrukturellen Sektor Aktivitäten an.

 
Mit den Geldern aus der Champions League werden Kredite für bisherige Infrastrukturmaßnahmen getilgt, wird negatives Eigenkapital abgebaut und die Weiterentwicklung der Generali-Arena fortgesetzt. „Da stehen in nächster Zeit wichtige Entscheidungen an“, erklärte der Finanzchef. Oberste Priorität besitzen die Schließung der Ecke zwischen West- und Südtribüne, die Installierung einer zweiten Vidi-Wall oder der Ausbau der VIP-Bereiche. „Wir werden auch 2014 viel Arbeitszeit investieren, um die Projekte weiter voranzutreiben“, kündigte Kraetschmer an.

 
So erfreulich das Abschneiden in der Champions League auch gewesen war, blieb aus dem letzten Gruppenspiel, das wir im Prater gegen Zenit St. Petersburg sensationell 4:1 gewannen, ein schaler Beigeschmack. „Es wird eine hohe Strafe durch die UEFA geben“, befürchtet Kraetschmer nach den Vorfällen vom 11.12. eine zusätzliche Rechnung.

 
An diesem Abend gelangten Greenpeace-Aktivisten ins Innere des Stadions und warfen russische Rowdies Böller und Raketen in den violetten Sektor. „Austria wird als Veranstalter des Spiels entsprechend bestraft werden“, weiß der 42-Jährige. Trotz zahlreicher Sicherheitsmeetings im Vorfeld könne man solche Dinge nie ganz in den Griff bekommen, meinte er.

 
Offensichtlich ist trotz aller Kontrollen von den Gäste-Anhängern pyrotechnisches Material ins Stadion geschmuggelt worden. „Das darf nicht passieren, das muss ganz genau analysiert werden“, ärgert sich Kraetschmer. Es mache sehr nachdenklich, dass es immer noch Leute gebe, die den Fußball als Bühne für schwachsinnige Aktionen benützen.

 
Es wurden leider mehrere Personen verletzt, Einrichtungen auf den Tribünen beschädigt. Die Austria hat durch ihre Verantwortlichen in zahlreichen Gesprächen mit Polizei, Rettungs- und Ordnerdienst mit der intensiven Aufarbeitungen unmittelbar nach dem Spiel begonnen. Und ist auch bereits mit Opfern der hinterhältigen Aktionen der Zenit-Fans in Verbindung getreten.

 
„Es ist uns besonders wichtig, uns einerseits nochmals ausdrücklich bei den Geschädigten für diese Vorfälle zu entschuldigen. Auf der anderen Seite werden wir die Fälle nach Abschluss der Aufklärungsarbeiten individuell behandeln und sind auch mit jenen, die sich bei uns gemeldet haben, bereits in Kontakt getreten“, sagte Kraetschmer.

 
In positiver Erinnerung soll vielmehr allen ein Fußball-Fest bleiben. Der 4:1 Triumph über Zenit St. Petersburg war nicht nur der erste Sieg der Veilchen in der Champions League, sondern Erfolg eines ÖFB-Vereins nach zwölf Jahren! Der allgemeine Jubel ist inzwischen längst in Besinnlichkeit übergegangen – so wie es sich eben zu den Feiertagen um den Jahreswechsel gehört.

 
Alle versuchen in der Winterpause abzuschalten, neue Kräfte zu tanken. Kraetschmer feierte im Kreise seiner Familie in Niederösterreich den Heiligen Abend, ehe es für ein paar Tage zum Skifahren nach Flachau ging. Neben der neuerlichen Europacup-Teilnahme der Austria 2014/15 und Gesundheit für die ganze Austria-Familie liegt dem violetten Macher ein privater Wunsch besonders am Herzen: „Die eine oder andere Minute mehr Zeit für meine Tochter und meine Frau!“ Dieses „Geschenk“ gönnen ihm alle.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
» zur Gesamttabelle