21.02.2013, 13:40 Uhr

ABRÄUMER KAJA ROGULJ HOFFT GEGEN DIE ADMIRA AUF EINEN SIEG

Abräumer Kaja Rogulj hofft gegen die Admira auf einen Sieg

Mit 89 Prozent gewonnen Zweikämpfen war Innenverteidiger Kaja Rogulj der beste Zweikämpfer im Wiener Derby. Jetzt wartet am Samstag die Admira (18:30 Uhr, GENERALI-Arena). Gegen die Südstädter war er im letzten Spiel sogar als Torschütze erfolgreich.


"Es war ein verrücktes Spiel, nicht einfach für uns, aber wir haben gewonnen. Es war spektakulär für die Zuschauer, aber ich hoffe wir bekommen dieses Mal weniger Gegentore als beim 6:4." Diesmal erwartet er sich auch ein anderes Defensivverhalten. Vor allem die vier Gegentore wurmen ihn immer noch. Seinen eigenen Treffer fand er natürlich toll, so oft wird er als Verteidiger ja nicht als Torschütze gefeiert.

 

Gerade wegen der letzten Partie im Herbst will er die Admira nicht auf die leichte Schulter nehmen. "Sie haben zuletzt unglücklich verloren gegen Wiener Neustadt. Aber ich weiß, dass die Mannschaft nicht so schlecht ist wie das die letzten Ergebnisse oder die Tabelle zeigen."


Trotzdem erwartet sich der Kroate einen Sieg von seiner Mannschaft – wie schon vergangenes Wochenende. "Es war viel schwerer als in den beiden Derbys davor", sagt der 26-Jährige. Schwierig fand er diesmal nicht nur die Platzbedingungen in Hütteldorf. "Sie haben sehr aggressiv gespielt und es war schwer für uns unser gewohntes Spiel aufzuziehen. Der Ball hat sich immer wieder auf dem holprigen Rasen versprungen. Wichtig sind letztendlich aber nur die drei Punkte gewesen."


Zu denen Kaja Rogulj mit seiner Zweikampfstärke ordentlich beigetragen hat. Seit dem Abgang von Georg Margreitter im Sommer ist der bullige Innenverteidiger nicht mehr aus der violetten Defensive zu verdrängen. "Für jeden Spieler ist es am Anfang hart in einem anderen Land und Georg hat sehr gut gespielt. Diesen Sommer habe ich dann meine Chance bekommen und genutzt", sagt Rogulj.


Die Austria ist seine erste richtige Station im Ausland. Davor spielte er zwar schon in Bosnien, dort hatte er aber keine Sprachbarriere zu überwinden. Mittlerweile fühlt er sich mit seiner Familie pudelwohl in der österreichischen Hauptstadt. "An freien Tagen gehe ich gerne mit meiner Frau und meinem Kind in der City spazieren und essen. Nichts Besonderes eigentlich. Ich bin ein Familienmensch", sagt er.

 

Was zu seinem kompletten Glück in Wien noch fehlt sind Trophäen. Mit der Austria hat er endlich die Chance einen Titel zu erobern. "In Kroatien hatte ich eigentlich nie die Chance dazu. Ich habe für Slaven Belupo gespielt und den Titel machen sich eigentlich immer Dinamo Zagreb und Hajduk Split aus." Jetzt ist es erstmals realistisch etwas Großes zu gewinnen.


Nach dem ersten schwierigen Jahr in Wien wäre er dann wohl zu 100 Prozent am Verteilerkreis angekommen. "Ich bin aber jetzt schon glücklich den Schritt zur Austria gewagt zu haben. Es war eine neue, schwierige Situation für mich, aber jetzt fühle ich mich sehr gut aufgehoben. Auch die Sprache verstehe ich immer besser."


Einen anderen Beruf als Fußballer hätte er sich sowieso nicht vorstellen können. "Ich habe in Kroatien eine Schule für Hotel-Management abgeschlossen, also würde ich vielleicht irgendwo im Tourismus arbeiten. Gedanken darüber habe ich mir aber nie gemacht. Ich bin Fußballspieler." Die Schule in Kroatien hat er abgeschlossen, jetzt möchte der gnadenlose Abräumer die Saison mit der Austria zu einem guten Ende bringen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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