30.09.2013, 15:31 Uhr

ABFLUG MIT VERSPÄTUNG, ZUVERSICHT UND EINEM "NEULING" AN BORD

Abflug mit Verspätung, Zuversicht und einem "Neuling" an Bord

Mit einer gehörigen Portion Zielstrebigkeit und fast einstündiger Verspätung setzte der FK Austria Wien Montagmittag am Flughafen Pulkowo, etwa 14 Kilometer südlich vom St. Petersburger Stadtzentrum gelegen, auf.

 

Inmitten des in Anzügen gewandeten, 20-köpfigen Mannschafts-Kaders trat ein für viele unbekanntes Gesicht in Erscheinung: Bernhard Luxbacher, 18 Jahre jung und bevorzugt an den beiden Außenpositionen im offensiven Mittelfeld beheimatet, rutschte kurzfristig vom Amateur- ins Profi-Aufgebot, nachdem am Sonntagabend auch noch Kaja Rogulj wegen eines Schlags auf die Lendenwirbelsäule w.o. geben musste, neben Emir Dilaver (Muskelprellung), Alexander Gorgon (Verrenkung Schien- und Wadenbein), Marko Stankovic (Muskelfaserriss), Alexander Grünwald (Kreuzbandriss) und Dare Vrsic (Fitness-Rückstand nach Verletzungen) in Wien blieb.

 


Jungveilchen Bernhard Luxbacher beim CheckIn.


Roguljs Ausfall schmerzt nicht nur ihn selbst, ein Defizit auf der Innenverteidiger-Position sollte sich dadurch dennoch nicht auftun: Neben Kapitän Manuel Ortlechner und Lukas Rotpuller ist auch Christian Ramsebner vor Ort verfügbar. Dennoch: Die Personalprobleme in der Defensive mehren sich, gleichen sich mittlerweile beinahe jenen im Offensiv-Bereich an, wo immerhin Daniel Royer und Rubin Okotie wieder als einsatzfähig gelten.


Keine optimale Ausgangsposition, um gegen Zenit St. Petersburg - unmittelbar vor Tottenham Hotspur, Juventus und Paris Saint-Germain 20. in der UEFA-Klubrangliste - am Dienstagabend (18:00 Uhr MESZ, live auf Puls4 und Sky) auch das Zenit des eigenen Leistungsvermögens zu erreichen.

 

Von Resignation ist im Veilchen-Lager aber absolut keine Spur. Im Gegenteil. "Wir haben die letzten Spiele sowie unsere aktuelle Situation intern genau analysiert. Ruhig, sachlich und nicht persönlich", erklärt Ortlechner, der sich ebenso wie seine Kollegen der "riesigen Qualität von Zenit" bewusst ist, dennoch vorgibt: "Wir sind gut beraten, auf unser eigenes Spiel zu schauen, versuchen, den Ball auch einmal länger in der Mannschaft zu halten und uns auf die eigenen Stärken zu besinnen."


Zumal es immer einfacher sei, "aus einer gesicherten Abwehr heraus zu agieren als das Spiel selbst zu machen". Umso mehr, weil letzteres in den vergangenen beiden Partien eine der Schwierigkeiten darstellte. "St. Petersburg hat starke Individualisten, aber wir werden versuchen, das Beste herauszuholen. Ich sehe nicht alles ganz so schlecht, wir sind in der Liga nach wie vor oben dabei und Teilnehmer der Champions League. Die Mannschaft ist intakt, betrachtet die Champions League als Zuckerl, die Meisterschaft als das tägliche Brot."

 

Bjelica: "Wollen uns gut präsentieren"

Die Hoffnung ruht unter anderem auf der Leistung gegen Porto (0:1), als man spielerisch vieles richtig machte, schnelle Gegenangriffe ein probates Mittel waren. "Aber die letzten Partien haben wir verdient nicht gewonnen", konstatiert Trainer Nenad Bjelica, der die Doppelbelastung als Ausrede nicht gelten lässt. "Wir sind Profis, Konzentration ist immer gefragt. Wir wollen uns am Dienstag gut präsentieren." Auf die Frage, welches Resultat er sich wünsche, antwortet der 42-Jährige, "Punkte mitzunehmen".


Zenit St. Petersburg, das in der Liga momentan en passant Sieg an Sieg reiht, schickte nach der Champions-League-Auftaktniederlage gegen Atletico Madrid in Person von Hulk voraus: "Dann müssen wir eben unsere anderen fünf Gruppenspiele gewinnen, um aufzusteigen."

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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