24.08.2013, 20:48 Uhr

4:1 - FRISCHE VEILCHEN BLÜHTEN AUCH BEIM WAC

4:1 - Frische Veilchen blühten auch beim WAC

Das war erneut ein Spiel ganz nach dem Geschmack der Austria-Fans! Phasenweise wurde in Wolfsberg sehenswert kombiniert, bis auf eine kurze Phase nach der Pause hatten die Violetten das Heft fest in der Hand. Am Ende wurde es aber ein ganz klarer Sieg (der vierte seit einem Jahr gegen den WAC), der auch für Dinamo Zagreb sehr viel zusätzliche Kraft geben wird.

Meister gegen Tabellenletzten, Champions-League-Fighter gegen seit zehn Spielen sieglose Kärntner, die beste Auswärtsmannschaft der Vorsaison gegen das schwächste Heimteam – die Fakten sprachen vor dem Anpfiff eine klare Sprache.

Aber die Karten wurden diesmal neu gemischt, vor allem auch deswegen, weil die Violetten ihre Stammformation an einigen Positionen veränderte. Statt Hosiner (Oberschenkelprobleme), Koch, Rogulj, Jun und Stankovic spielten Murg, Dilaver, Grünwald, Okotie und Rotpuller. Coach Nenad Bjelica wollte frische Kräfte bringen, die Partie am Mittwoch in Zagreb kostete vor allem psychisch viel Substanz bzw. wartet am Dienstag das Rückspiel in Wien.

Extrem effektiv war auch diese Mischung. Nach ausgelassenen Möglichkeiten von Okotie (12.) und Mader (13., 23.) führte eine Traumkombination zur verdienten Führung: Suttner auf Mader, der mit der Sohle weiter zu Grünwald leitete, dessen Heber versenkte Royer mit noch einem Lupfer (28.). Genial! Unmittelbar danach schlenzte Suttner am langen Eck vorbei, Austria beherrschte Spiel und Gegner.

Kurz nach der Pause folgten die nächsten Höhepunkte: Erst fischte Lindner einen Liendl-Schuss aus der Kreuzecke, danach gab Schiri Ouschan ein Kopfball-Eigentor von Baldauf nicht – unverständlich, weder ein Foul noch eine Abseitsstellung war für alle außer ihn auszumachen (50.).

Keine Diskussionen gab es beim 2:0: Royer tankte sich von links zur Mitte durch, sein Pass wurde abgefälscht, Grünwald übernahm volley, erwischte das Leder aber nicht richtig, dennoch fand es den Weg ins lange Eck. Der WAC steckte aber noch nicht auf, kam nach einem Corner und einem Flugkopfball durch Baldauf nochmals heran (69.).

Danach ging es Schlag auf Schlag: Erst vergab Okotie alleine auf Dobnik zulaufend den ersten Matchball (72.), der WAC drückte mit dem Mut der Verzweiflung nochmals an, aber Stankovic machte nach einem schnellen Konter über Murg den Sack endgültig zu, Kienast verwertete nach einer Ball-Rochade am Kärntner Strafraum sehenswert zum 4:1 (85.). Ein Doppelschlag zum genau richtigen Zeitpunkt.

Die Rochaden wurden belohnt, jetzt gilt die volle Konzentration schon wieder Dinamo Zagreb am Dienstag.

WAC: Dobnik; Kerhe, Hüttenbrenner (27., Jovanovic), Sollbauer, Baldauf; Putsche (66., Segovia), Polverino; De Paula (61., Salentinig), Liendl, Jacobo; Falk.

Austria Wien: Lindner; Dilaver, Rotpuller, Ortlechner, Suttner; Mader (61., Stankovic), Holland, A. Grünwald; Murg, Okotie (78., Kienast), Royer (68., Jun).

Gelb: Polverino; Rotpuller, Dilaver, Murg.

Tore: Baldauf (69.); Royer (28.), Grünwald (59.), Stankovic (83.), Kienast (85.).

SR Ouschan; 5.500.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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