14.02.2013, 12:30 Uhr

100 MAL HEINZ LINDNER FÜR AUSTRIA WIEN

100 Mal Heinz Lindner für Austria Wien

Für Tormann Heinz Lindner ist die Auftaktpartie gegen Rapid (Sonntag, 16:00 Uhr, Hanappi-Stadion) etwas ganz Besonderes. Nicht nur weil es ein Derby ist, sondern auch weil es sein hundertstes Bewerbsspiel für die Austria sein wird. Er spricht mit uns über seine violetten Anfänge, warum er mit dem Schritt nach Wien alles richtig gemacht hat und weshalb ein Derby-Sieg zum Start sehr wichtig wäre.


100 Bewerbsspiele für Austria Wien - was bedeutet das für Dich?

 

Lindner: Es ist natürlich eine Ehre für mich, dass ich in einem so jungen Alter schon mein hundertstes Bewerbsspiel für die Austria machen darf. Es freut mich ganz besonders, ändert aber nichts an der Tatsache, dass es ein ganz normales Spiel wird, in dem es um drei Punkte geht und das wir unbedingt gewinnen wollen.

 


Dein Debüt für die Kampfmannschaft der Wiener Austria hast Du unter dem damaligen Trainer Karl Daxbacher gefeiert. Erinnerst Du Dich an Dein erstes Spiel?


Natürlich erinnere ich mich daran. Das war so ziemlich die selbe Zeit, das erste Spiel in der Rückrunde 2009/10 gegen Kapfenberg. Es war relativ kalt und ich bin zur Mitte der ersten Halbzeit ins Spiel gekommen (Anm.: in Minute 27 ersetzte Lindner den verletzten Szabolcs Safar).

 


Dein schönster Moment, Dein schönstes Spiel für den Verein?

 

Die schönsten Spiele sind immer die Derby-Siege. Natürlich ist auch das Debüt etwas ganz besonderes, an das man sich immer erinnern wird. Ich würde es aber nicht als schönstes Spiel bezeichnen, denn das sind für mich in erster Linie die Derbys. Ganz besonders war auch mein erstes Spiel im österreichischen Nationalteam.

 


Du feierst ausgerechnet im Derby am Sonntag ein Jubiläum. Sowohl in den Medien als auch für die Fans ist das kein Spiel wie jedes andere. Deine Erwartungen?

 

Ich erwarte mir von uns einen druckvollen Beginn, dass wir von Anfang an Rapid unser Spiel aufzwingen und keine Zweifel aufkommen lassen, wer als Sieger vom Platz gehen wird. Wir wollen wie im letzten Spiel bei Rapid spielen, als wir 3:0 gewonnen haben. Damals haben wir genau das umgesetzt, was uns der Trainer mitgegeben hat. Wenn wir das auch am Sonntag schaffen, bin ich zuversichtlich, dass wir das Derby gewinnen werden.

 


Ihr trainiert seit mehr als einem Monat wieder. Im Trainingslager in der Türkei wurde besonders intensiv gearbeitet. In den letzten Tagen holt ihr euch jetzt noch den nötigen Feinschliff. Kribbelt es schon nach der doch langen Vorbereitung auf das Frühjahr?

 

Ich glaube ich spreche für die gesamte Mannschaft, wenn ich sage, dass ich froh bin, dass die Vorbereitung jetzt zu Ende und es endlich wieder um Punkte geht. Es war eine sehr anstrengende, aber gute Vorbereitung. Wir sind sehr gut vorbereitet, haben bei der Generalprobe super gespielt (Anm.: 4:0-Sieg gegen MFK Ruzomberok) und so haben wir noch einmal ordentlich Selbstvertrauen getankt.

 


Siehst Du das Spiel gegen Rapid als richtungsweisend für den Verlauf der gesamten Meisterschaft im Frühjahr?

 

Das sind, finde ich, immer Floskeln, die man vor solchen Spielen hört, aber es ist sicher auch etwas Wahres dran. Ein Derby gibt enormes Selbstvertrauen. Wenn du aus einem Derby als Sieger gehst, dann pusht das extrem. Wenn wir das Spiel gewinnen, dann setzen wir uns dreizehn Punkte ab von Rapid und das ist schon ein sehr eindeutiger Vorsprung. Genau das ist unser Ziel, wir wollen gewinnen und den Vorsprung ausbauen.

 

Zurück zu Deinen violetten Anfängen. Du hast 2004 von LASK Linz in die Akademie der Austria gewechselt. Dort alle Nachwuchsmannschaften durchlaufen und bist über die Amateure in die Kampfmannschaft hochgewandert. Was hat Dich damals dazu bewegt, ein Violetter zu werden?

 

Mir hat die Austria immer schon getaugt! Schon als kleiner Bub, als ich noch für den LASK gespielt habe. Die Austria ist ein großer Verein, der größte Verein in Österreich. Als ich dann die Möglichkeit hatte in die Akademie zu gehen, wollte ich die Chance unbedingt wahrnehmen und die Aufnahme schaffen. Das habe ich und dann hatte ich das Glück, dass sich der Weg bis in die Kampfmannschaft geebnet hat. Ich bin sehr zufrieden mit allen Entscheidungen, die ich bisher getroffen habe in meiner noch jungen Karriere. Ich bin sehr froh, dass ich für die Austria spielen darf.

 


Du bist Stammtorhüter bei der Austria, in den letzten Spielen auch beim Nationalteam immer dabei gewesen und hast dich somit in der Bundesliga schon mit 22 Jahren etabliert. Wo siehst du deine nächsten Ziele?


Das erste Ziel mit der Austria ist, richtig gut in die Saison zu starten. Wir wollen gleich eine kleine Serie beginnen und die ersten Spiele gewinnen. Wir gehen zwar mit Vorsprung in die Meisterschaft, aber eine Serie würde uns natürlich trotzdem gut tun.
Längerfristig wollen wir uns natürlich für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren. Als Meister wäre das die Champions League. Das wäre klarerweise unser aller Traum. Auf jeden Fall wollen wir nächstes Jahr international spielen, das wäre nicht nur für uns Spieler, sondern auch für den Verein ganz wichtig.

 

 

Übrigens: Zwar ist der Austria-Sektor (1.750 Plätze) für kommenden Sonntag restlos ausverkauft, trotzdem gibt es für Fans die Möglichkeit, die Partie innerhalb der Austria-Familie live mitzuverfolgen: Im Viola Pub wird das 304. Wiener Derby via Leinwand übertragen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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