24.09.2013, 21:11 Uhr

1:2 – AUSTRIA VERLIERT GEGEN ZEHN MANN IN KALSDORF

1:2 – Austria verliert gegen zehn Mann in Kalsdorf

Unliebsame Überraschung für den FK Austria Wien in der zweiten Runde des ÖFB-Samsung-Cups. Die Veilchen verloren in der Nachspielzeit beim Regionalligisten SC Kalsdorf mit 1:2. Obwohl die Hausherren nur noch zu zehnt am Feld waren. Das ist ein herber Dämpfer, den es nun rasch wegzustecken gilt. Schon am Wochenende wartet die Admira, dann Zenit St. Petersburg am Dienstag.

Ortlechner, Holland und Vrsic nicht im Kader, Hosiner, Lindner blieben auf der Bank, Royer, Grünwald, Gorgon, Okotie und Stankovic sind verletzt – fast eine ganze Elf fehlte, Umstellungen waren demnach zwangsläufig. Nur vier (Murg, Rotpuller, Suttner und Mader) vom Samstag waren auch in Kalsdorf in der Anfangsformation.

Wie schon gegen Sturm Graz geriet die Mannschaft rasch in Rückstand. Stadlers Freistoß prallte von der Mauer zurück, sein Nachschuss, den er mit vollem Risiko nahm, landete scharf im Kreuzeck (9.). Diesmal fanden die Veilchen aber nicht so schnell zurück in die Partie wie in Graz.

Zwar hatten die Veilchen gefühlte 70 Prozent Ballbesitz, allerdings fehlten immer der letzte Pass und die Präzision. Bis auf einen Schuss von Tomas Jun, der allerdings weit drüber ging, gab es kaum gefährliche Torraumszenen. Der SCK kämpfte aufopferungsvoll, hatte durch Schüsse von Stadler (20./Freistoß) bzw. Säumel (26.) noch zwei nennenswerte Szenen und sogar die Möglichkeit aufs 2:0.  

Mit dem ersten Schuss aufs Tor gelang aber Violett der wichtige Ausgleich kurz nach der Pause: Jun nahm sich von der Strafraumgrenze ein Herz, zimmerte den Ball mit links unter die Latte (51.). Nicht nur aufgrund des Treffers merkte man deutlich, dass alle jetzt energischer zur Sache gingen, viel zielstrebiger gespielt wurde.

Die Austria setzte sich noch deutlicher in der Hälfte der Steirer fest, wollte schnell die Partie entscheiden. Nach einem Fallrückzieher von Dilaver traf Jun nur die Stange (68.), kurz danach musste Miedl mit gelb-Rot nach einem Foul vorzeitig unter die Dusche (69.).

Das spielte Suttner & Co. vorerst in die Karten. Kalsdorf konnte gar nicht mehr zulegen, kam kaum noch über die Mittellinie. Nachdem Jun und Kienast bei scharfen Bällen vors Tor jeweils um Zentimeter verfehlten, hatte Kardum bei einem Weber-Fernschuss Glück. Ihm rutschte der nasse Ball über die Arme, die Stange rettete (84.).

Der eingewechselte Spiridonovic prüfte nochmals Keeper Schlögl (90.), im Gegenzug und mit der letzten Aktion kam der Dolchstoß: Weiter Ball in der Sechzehner, Kalsdorf Kapitän Dorn sprang am höchsten und stellte per Kopf auf 2:1 (92.).

Trainer Nenad Bjelica war sehr enttäuscht über diesen Auftritt: „Diese Leistung war unverständlich. Wir haben keine Akzente gesetzt, keinen Kampf angenommen und keinen Einsatz gezeigt. Das war nicht wenig, das war null.“

Nichts wissen wollte er davon, dass die vielen Umstellungen das Ihre dazu beigetragen hätten. „Diese Niederlage hatte damit gar nichts zu tun. Wir haben einen breiten Kader, den wir immer wieder in dieser Saison ausnützen müssen. Mich ärgert, dass ein Simkovic, der vier Monate nicht gespielt hatte, sich am meisten bemühte. Ich bin sprachlos.“

Konsequenzen wird es keine geben. „Dass wir nicht mehr im Cup dabei sind, ist die größte Strafe für alle. Wir müssen diese Blamage am Samstag in der Südstadt wieder gutmachen. Ich bin selber sehr selbstkritisch, aber heute schäme ich mich nur für dieses Spiel.“

Austria Wien: Kardum; Koch, Rogulj, Rotpuller, Suttner; Dilaver, Mader; Murg (82., Spiridonovic), Jun (82., Hosiner), Simkovic; Kienast.

Gelb: Rotpuller, Simkovic.
Gelb-Rot: Miedl (69.).

Tore: Stadler (9.), Dorn (92.); Jun (51.).

SR Schüttengruber / 2.000 Besucher.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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