27.11.2013, 06:17 Uhr

"WIR SIND STOLZ, ÖSTERREICHS FUßBALL SO REPRÄSENTIEREN ZU DÜRFEN!"

"Wir sind stolz, Österreichs Fußball so repräsentieren zu dürfen!"

Die sich laufend wiederholende Frage nach dem ersten Tor in der UEFA Champions League – künftig hat sie keine Berechtigung mehr. Mit der Torpremiere am Dienstagabend heimste der FK Austria Wien zugleich einen hart erkämpften zweiten Punkt in der Königsklasse ein. Niemand geringeres als dem FC Porto – in der Liga seit 77 Heimspielen ungeschlagen (!) – wurde dieser mit einem 1:1 (hier geht's zum Spielbericht) abgeknöpft.


Trainer Nenad Bjelica war stolz auf seine Mannschaft. Dies wohlgemerkt, obwohl die Veilchen nicht europäisch überwintern werden, nachdem auch Zenit einer B-Elf von Atletico Madrid einen Zähler abluchste.


„Wir haben an unsere Chance in diesem Spiel geglaubt, deshalb bin ich zufrieden, wie sich die Mannschaft präsentiert hat. In einigen Situationen hatten wir Glück, aber das gehört dazu“, resümiert Bjelica. „Es macht uns stolz, Österreichs Fußball auf internationaler Bühne so repräsentieren zu dürfen, wie wir das beim FC Porto und auch in einigen anderen Spielen getan haben.“ 


Die Portugiesen verzeichneten mehr Ballbesitz (63 Prozent) und mehr Torschüsse (13:2) – der Austria verhalf letztlich jene Effizienz zu einem Punkt, die im Auftaktspiel gegen Porto noch gefehlt hatte. „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute geglaubt, dass wir noch gewinnen können. Nicht umsonst haben wir noch einen Stürmer (Rubin Okotie; Anm.) gebracht. Mit einem Aufstieg wird es nichts mehr. Trotzdem möchte ich der Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Wir haben gegen eine Mannschaft, deren Einzelspieler auf dem Papier so viel Wert sind wie unser gesamtes Team, einen Punkt geholt – das ist toll.“


Ein Schlüssel zum Erfolg sei die Grundordnung gewesen. Das Zentrum wurde dicht gemacht, an vorderster Spitze agierte Philipp Hosiner, direkt dahinter Goldtorschütze Roman Kienast. „Beide haben in den letzten Spielen bewiesen, dass sie in diesem System (4-2-3-1; Anm.) spielen können. Für Roman ist das natürlich nicht leicht, er muss defensiv sehr viel arbeiten, möchte aber dennoch seine Torjäger-Qualitäten zeigen. Gestern hat er einen guten Schuss losgelassen, dazu sehr viel gearbeitet.“


„Wir haben in den letzten Spielen vor allem defensiv große Leistungen erbracht. Ich kann mir durchaus vorstellen, bis zum Winter noch einige Male in diesem System zu spielen“, meint Bjelica wohl auch in Anlehnung an die enge Personalsituation im zentralen Mittelfeld.


Ein letztes Mal zum Tanz auf internationaler Ebene gebeten werden die Veilchen am 11. Dezember (20:45 Uhr, Ernst-Happel-Stadion, jetzt Tickets sichern) im Heimspiel gegen Zenit St. Petersburg, für die es nach wie vor um den zweiten Platz geht, während für die Austria vorranging Prestige, Punkte für die UEFA-Fünfjahreswertung und Prämien als Antrieb dienen.


Bjelica: „Unser erstes Ziel lautete, einen Punkt zu holen, das haben wir bei Zenit geschafft. Dann hatten wir das Ziel, ein Tor zu schießen, das haben wir beim FC Porto geschafft. Unser nächstes Ziel ist ein Sieg, den wollen wir daheim gegen Zenit holen.“

Viola-TV-Beitrag mit weiteren Stimmen folgt!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle