14.03.2013, 13:16 Uhr

"SOLDIER" MURG ARBEITET UM ANSCHLUSS BEI DEN PROFIS

"Soldier" Murg arbeitet um Anschluss bei den Profis

Thomas Murg, einer unserer talentierten, wilden Jungs für die violette Zukunft, hat schwierige und anstrengende Wochen hinter sich. Jetzt fightet er, quasi als „Soldat“, da er noch immer beim Bundesheer ist, um den „Anschluss“ in der Profi-Truppe von „Offizier“ Peter Stöger. Ob er schon am Sonntag (17.00 Uhr) in der 26. Bundesliga-Runde auswärts gegen SV Mattersburg erstmals seit Dezember wieder dem Kader angehören wird, bestimmen Stöger und sein Stab.
 

„Ich will mich aufdrängen, habe meinen Rückstand sehr gut wettgemacht und bin nun auf einem Level, auf dem ich wieder alles geben kann“, sagte der Violette mit der Nummer 18 auf seinem Trikot. Sollte Murg noch keinen „Marschbefehl“ ins Burgenland erhalten, dann wird er sich eben mit den Amateuren am Samstag (Beginn 15.30 Uhr) auf den Ostliga-Weg zum SC Simmering machen. „Dann werde ich dort aufs Gas steigen!“
 

Über die zweite Mannschaft müsse er sich rankämpfen, zu Spielen kommen und zeigen, dass er wieder der „Alte“ ist. Mit den „Amas“ hat er voriges Wochenende in der Generali-Arena zum Frühjahrsauftakt der Regionalliga Ost den SC Ritzing 2:1 besiegt und damit die Tabellenführung gefestigt. Der Steirer war dabei rund eine Stunde im Einsatz und erzielte die wichtige 1:0-Führung.
 

„Das war ein schwieriges Spiel, ein wichtiger und verdienter Sieg. Ich war aber nicht so sehr zufrieden, da geht noch viel mehr“, erinnerte sich Murg an seinen Einstand im Jahr 2013, nachdem er noch im Herbst 12-mal im Profi-Kader gestanden und immerhin zu sieben Einsätzen als Wechselspieler gekommen war. Zuletzt schnupperte er im Finish des 0:0 in Salzburg am 2. Dezember 2012 Bundesliga-Luft.
 

Der ÖFB-U19-Teamspieler, der im vergangenen Sommer vom GAK nach Favoriten gekommen ist und einen bis 2015 laufenden Vertrag erhalten hat, ist Realist. Vor der Frühjahrssaison hatte er keine allzu großen Erwartungen gehabt. Da er „viel Aufholbedarf gehabt“ hatte, weil er einen Monat gefehlt und wegen Krankheit auch das Trainingslager an der türkischen Riviera nicht mitmachen konnte.
 

Das Manko versuchte er auch mit Sportwissenschaftler Martin Mayer und Extraeinheiten aufzuholen. Während der zweiwöchigen Grundausbildung am 7. Jänner in Zwölfaxing war ja an seiner Teilnahme an Trainings mit der Mannschaft nicht zu denken gewesen. Seit er aber gemeinsam mit Verteidiger Marin Leovac und Stürmer Srdan Spiridonovic im Heeres-Sport-Zentrum Südstadt stationiert ist, geht es nach der Standeskontrolle um 7.30 Uhr und dem Frühstück im PKW zum „normalen“ Training nach Favoriten.
 

Und so ist Murg wieder am Puls der Mannschaft, im alltäglichen Betrieb, spricht mit seinen Kollegen über alles Mögliche. Zuletzt auch über die Null-Nummer in Wiener Neustadt. „Das war überhaupt kein Rückschlag. 0:0 kann man einmal spielen, das ist besser als verlieren. Wir haben viel Ballbesitz gehabt. Nach vorne haben wir vielleicht ein bisschen zu wenig gemacht, den letzten Pass vermissen lassen. “, meinte der 18-Jährige.
 

Im Titelkampf sieht es nicht nur für den Offensiv-Mann und für die Veilchen rosig aus. „Wir haben eine gute Ausgangsposition, unseren Vorsprung in der Bundesliga-Tabelle gegenüber den Salzburgern auf elf Punkte ausgebaut. Doch wir müssen weiterhin von Spiel zu Spiel schauen und nicht glauben, wir sind schon durch. Es gilt, bis zum Schluss so viel wie möglich zu punkten“, sagt Murg.
 

Gibt es am Ende der Meisterschaft tatsächlich den ersten Liga-Titel seit 2005/06, dann hätte der „Steirer-Bua“ in Wien im Mai gleich dreifachen Grund zum Feiern. Im Wonnemonat endet die Saison im Fußball, absolviert Murgs Freundin Kerstin zudem die Matura und zieht dann vielleicht zu ihm nach Wien. „Sie wird sich an einigen Unis bewerben. Nach der Matura fällt die Entscheidung, wo sie studieren wird“, verriet unser Jungveilchen. Kerstin will Volksschullehrerin, Murg Meister werden und seine Freundin in Wien haben.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 19 25
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 19 21
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
» zur Gesamttabelle