10.03.2013, 10:30 Uhr

„WIR KÖNNEN MIT DEM PUNKT GUT LEBEN“

„Wir können mit dem Punkt gut leben“

Wr. Neustadts Platzwart hatte ganze Arbeit geleistet. Aufgrund der tiefen Temperaturen der vergangenen Monate und der fehlenden Rasenheizung musste das Geläuf zuletzt immer wieder mit Sand bearbeitet werden. Der macht das Grün natürlich etwas stumpf. Darüber hinaus wurde vor dem Anpfiff auch nicht mit Wasser aufgespritzt, weil es den Hausherren einen (kleinen) Vorteil als verteidigende Mannschaft gegenüber dem schnellen Passspiel der Violetten bringen sollte. Der wurde von den Neustädtern beim 0:0 gegen den Spitzenreiter tatsächlich geschickt ausgenützt.

Kapitän Manuel Ortlechner nach dem Remis am Samstag: „Spielst du den Ball flach, versandet er. Willst du hoch spielen, haust du halb in einen Sandhaufen. Dennoch darf man sich auf den Boden nicht ausreden, das wäre respektlos.“

Das wollte auch Trainer Peter Stöger nicht tun. „Wir hatten viel Ballbesitz, konnten das vielleicht wegen des Zustands des Rasens nicht ausnützen, aber auch wegen der Taktik unseres Gegners“, sagte der Veilchen-Coach, dem „zu wenig Bewegung im Spiel war, wir waren auch nicht aktiv genug“.

Freilich liegt es auch auf der Hand, dass man nicht immer mit 4:0 gewinnen kann. „Schon gar nicht, wenn wir nicht alles abrufen. Deswegen kann ich diesmal auch mit dem Punkt gut leben“, fuhr er im Anschluss an die Partie mit seiner Analyse fort.

Letztendlich nahm er den Punkt vom Tabellennachzügler gerne mit. Weil Keeper Heinz Lindner in der Nachspielzeit mit einem tollen Reflex gegen Daniel Wolf den Punkt noch festgehalten hatte. Und weil seine Mannschaft die Zeichen der Zeit mit Fortdauer des Spiels erkannt hatte, nicht blindlings drauf losstürmte, in der Defensive kompakt blieb und die Räume – wie auch Wr. Neustadt - eng machte.

„Wir wollten in der Schlussphase nicht selber so viel Risiko nehmen, um dem Gegner in einen Konter zu laufen. Natürlich wollten wir mehr als dieses Remis mitnehmen, haben mit Kienast, Vrsic und Simkovic offensive Spieler als frische Kräfte gebracht, aber man muss auch so ehrlich sein, dass einige nicht ihren besten Tag hatten.“

Nächster positiver Ansatz: Jetzt weiß jeder, dass es bis zum Titel noch ein harter und langer Weg ist. Stöger warnte bereits im Vorfeld, dass noch ein Drittel zu spielen sei und man in keiner Sekunde arrogant sein darf. Die außergewöhnlich gute Basis haben sich die Violetten in den bereits absolvierten 25 Runden schon gelegt, führen in der Tabelle weiterhin überlegen.

Das Motto für die kommenden Aufgaben ist eindeutig und auch seitens des Trainerteams klar definiert: Den Augenblick genießen, aber den Ball flachhalten und wissen, dass man die Leistungen immer wieder bestätigen muss.

Das Imposante zum Schluss: Mit dem 0:0 ist unsere Mannschaft jetzt 16 Liga-Spiele oder seit 22. September (0:1 zuhause gegen RB Salzburg) unbesiegt. Damit wurde der Run unter Stögers Vorvorgänger Karl Daxbacher übertroffen, dem mit den Violetten eine solche Serie saisonübergreifend 2009/10 und 2010/11 (12-3-0) gelungen ist.

Die aktuelle Auswärtsbilanz kann sich mit 13 Runden ohne Niederlage (10-3-0) schon jetzt sehen lassen. Den letzten „Nuller“ in der Fremde hatten wir am 17. Mai 2012 mit 1:3 gegen Sturm Graz.

 

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Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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