05.01.2012, 12:00 Uhr

YOUNGSTER REMO MALLY LOBT DEN VIOLETTEN EIGENBAU-WEG

Youngster Remo Mally lobt den violetten Eigenbau-Weg

Vor fast genau einem Jahr wurde Amateure-Kapitän Remo Mally in die violette Kampfmannschaft befördert. Dort tastet sich das Abwehr-Talent, das bei den Jungveilchen als Führungsspieler längst nicht mehr wegzudenken ist, seitdem kontinuierlich an sein Debüt heran. Ausgerechnet im letzten Europacup-Match gegen Malmö FF stand der Youngster dann erstmals sogar gleich in der Startelf und lieferte eine starke Performance ab.

 

Violette Vorbilder gibt es für ihn gerade in jüngster Zeit und im aktuellen Kader etliche. Allein bei einem Blick auf die Amateure-Truppe der vergangenen Saison haben mit Dario Tadic, Emir Dilaver, Alex Gorgon und Ried-Leihgabe Lukas Rotpuller vier seiner Teamkollegen den Sprung in die höchste Spielklasse mit etlichen Einsätzen bereits geschafft. „Ich habe mit ihnen sehr oft zusammengespielt und ihr Weg gibt natürlich viel Mut.“

 

Genau diese Perspektive ist es auch, die Mally immer wieder motiviert. „Bei Salzburg beispielsweise ist es noch einmal deutlich schwieriger, als junger Spieler seine Chance zu bekommen. Nicht nur, dass der Druck, eigentlich Meister werden zu müssen, eher dazu verleitet, arrivierten Akteuren den Vorrang zu geben, ist es auch schwerer sich heranzutasten. Wenn man sich einen Status und einen Platz in der Rangfolge erarbeitet und dann konsequent immer wieder einen neuen Legionär vor die Nase gesetzt bekommt, dann kann das ein Talent auf Dauer schon belasten.“

 

Bei den Veilchen sieht er dies Situation dagegen anders: „Wir wissen die Vereinsphilosophie auf Eigenbau-Spieler zu setzen, wird von der sportlichen Führungsetage und den Trainern konsequent gelebt. Mit dieser Gewissheit im Rücken ist es leichter, sich in der nötigen Geduld zu üben. Man würde lügen, wenn gar keine Enttäuschung im Spiel ist, wenn man es nach einer guten Trainingswoche nicht auf das Blankett für das nächste Pflichtspiel schafft, aber in Wahrheit macht mich das sogar noch stärker. In dieser Situation gilt es, mit Ehrgeiz anzupacken, vielleicht noch die eine oder andere Extraeinheit mehr zu schieben. Ich wusste die Chance wird kommen, darauf arbeitet man jeden Tag hin und gegen Malmö war es dann tatsächlich endlich soweit!“

 

Aber auch seine Rolle als Leithammel bei den Austria Amateuren nimmt der Kapitän der jungen Violetten weiterhin maximal ernst: „Bei mir wird umso mehr auf die Leistung geachtet, weil Respekt resultiert in erster Linie genau daraus. Klar ist es schön, wenn zu einem aufgeblickt wird und man ein Vorbild abgibt. Damit einher geht aber auch ein Mehr an Verantwortung. Ich gebe gerne Tipps, bin mir aber auch nicht zu schade von Jüngeren einen Rat anzunehmen. Lernen kann man von jedem.“

 

Für seinen Eifer und die professionelle Einstellung ist Mally schon länger bekannt, dennoch hat sich für ihn seit dem Einstieg bei der Kampfmannschaft im Jänner-Trainingslager in der Türkei vieles geändert: „Ich konnte schon damals mithalten, aber noch nicht zu hundert Prozent. Jetzt stehe ich aber um nichts mehr nach und genau dieser entscheidende Schritt ist in diesem Jahr gelungen. Taktisch, technisch und körperlich bin ich jetzt auf einem neuen Level. Das Niveau bei der Kampfmannschaft ist in jedem Training aufgrund der Spielerqualität ein anderes als eine Etage tiefer. Man muss sich Einheit für Einheit bedingungslos beweisen und darf sich nie gehen lassen. Ich arbeite jetzt insgesamt noch härter an mir und an meinen Schwächen.“

 

Das nötige Feedback holt sich der ehemalige Austria-Akademiker in Eigenregie: „Alle ein, zwei Monate bin ich bisher an das Trainerteam herangetreten. Ich will wissen, was ich gut und was ich schlecht mache. Wo es noch fehlt, wo ich Fortschritte gemacht habe und wie zufrieden man mit mir ist. Dieses Benchmarking hilft mir und gibt mir gerade in letzter Zeit die Gewissheit, im knapper dran zu sein.“

 

Die Ziele für die kommenden Wochen und Monate hat sich der ehrgeizige Youngster längst gesteckt: „Zu allererst heißt es verletzungsfrei zu bleiben. Ich habe mir mit unserem Fitnesscoach Martin Mayer wieder ein eigenes Trainingsprogramm erarbeitet, um sogar noch über das normale Maß heraus auch über den Urlaub eine gute Basis für das Frühjahr zu legen. Eine gute Vorbereitung zählt für mich dann genauso zu den angestrebten Zielen, wie noch mehr ein wichtiger Puzzlestein der Kampfmannschaft zu werden.“

 

Von all dem abgesehen freute sich Mally, der neben den Weihnachtstagen in seiner steirischen Heimat Leibnitz noch einen Kurztrip samt Freundin nach Barcelona machen wird, vor zwei Wochen schon mit folgenden Worten auf einen besonderen Momente:  „Mein Debüt in der Kampfmannschaft und ich weiß, dass ich das in naher Zukunft auch schaffe!“ Gesagt getan, gegen Malmö lieferte das violette Eigengewächs im Europacup in der Innenverteidigung eine tadellose Leistung ab. Das schönste Weihnachtsgeschenk hatte sich der Steirer mit viel Eigeninitiative und auch der nötigen Ausdauer also wohl selbst gemacht. Die nächsten höheren Ziele könnten damit schon bald gesteckt werden.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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