08.05.2012, 14:15 Uhr

YOUNGSTER MARTIN HARRER: „SPIEL IN DIE HAND NEHMEN UND ABSCHLUSS SUCHEN“

Youngster Martin Harrer: „Spiel in die Hand nehmen und Abschluss suchen“

Viele violetten Youngsters hatten sicher leichtere Momente für ein Debüt in der Kampfmannschaft als die vergangene Woche. Für Martin Harrer, der mit 19 Jahren gegen Ried im ÖFB-Cup seine Premiere feierte, beinahe ein Tor erzielte und am Wochenende darauf in der Südstadt erstmals in der Bundesliga auflief, war es dennoch ein aufregender Moment: „Darauf arbeiten wir doch alle jahrelang hin. Es ist der nächste wichtige Schritt für mich und ich möchte mein Sache so gut wie möglich machen.“

 

Dass sportlich dieser Tage nicht alles nach Wunsch läuft, ist für ihn zwar keine ideale, aber schlicht eine gegebene Situation: „Ich bin der jüngste Spieler im Kader, ich habe hier keine Ansprüche zu stellen, sondern freue mich über jede Möglichkeit mich präsentieren zu können. Natürlich wäre es leichter, bei einer perfekt eingespielten Mannschaft, die noch dazu in Führung liegt ins Spiel zu kommen. Fußball ist aber kein Wunschkonzert und man lernt in jeder Lage etwas.“

 

Für die verbleibenden drei Spiele gibt es für ihn nur mehr eine Marschrichtung: „Wir müssen uns über den Kampf durchsetzen, das Spiel in die Hand nehmen, konzentriert bleiben und den Abschluss suchen, auch aus der zweiten Reihe. Es müssen genügend Bälle auf das gegnerische Tor kommen, dann passiert auch etwas.“

 

Das beste Beispiel war für ihn die letzte halbe Stunde in der Südstadt vergangenes Wochenende. „Plötzlich waren wir wie ausgewechselt und haben die Admira komplett an die Wand gespielt. Dass am Ende nicht der Ausgleich oder mehr rausgeschaut hat, da war bei einigen Chancen auch gewaltig Pech dabei. Wir müssen an uns selbst glauben, dann gehen auch diese Bälle plötzlich wieder rein.“

 

Zwar trainierte Harrer zuletzt schon bei der Kampfmannschaft, seine Form und Matchpraxis holte sich der Steirer, der die Austria-Akademie absolvierte, aber bei den violetten Amateuren. 14 Saisontore in der Ostliga, alleine vier davon vor eineinhalb Wochen gegen Sollenau, waren schlagende Argumente, die ihm schlussendlich auch den Weg zum Debüt ebneten.

 

Das Schlussprogramm birgt für den großgewachsenen Blondschopf noch einiges an Spannung. Kommende Runde trifft die Admira auf den direkten Konkurrenten Sturm Graz, dann müssen sie noch gegen Ried und in Salzburg ran und wir spielen noch in Graz. Beide Teams werden noch Punkte lassen. Es spitzt sich gewaltig zu, wir brauchen jetzt die zwei Siege gegen Wiener Neustadt und Mattersburg und dann ginge es wohl zum möglichen Showdown um den Europacup in Graz.“

 

Bevor es soweit ist, heißt es allerdings gegen zwei Underdogs voll zu punkten, die den Veilchen auch in dieser Saison schon einige Punkte gekostet haben. Dennoch ist Harrer zuversichtlich: „Ich will nicht überheblich klingen, aber mit dieser Qualität in der Mannschaft, trotz einiger Sperren und verletzungsbedingter Ausfälle, können und sollten wir das irgendwie schaffen. Es ist ein lösbare, aber sicher keine leichte Aufgabe. Neustadt wird am Donnerstag mit Sicherheit Beton anrühren. Wir müssen Druck erzeugen und ihnen ein Tor machen, dann spielen wir auch befreiter.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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