02.02.2012, 21:30 Uhr

VIOLETTE GENERALVERSAMMLUNG ZEICHNET DEN VEILCHEN EIN SEHR POSITIVES BILD

Violette Generalversammlung zeichnet den Veilchen ein sehr positives Bild

Alle Jahre wieder und doch jedes Jahr ein wenig anders könnte das Motto der jährlichen violetten Generalversammlung lauten, die heute Abend einmal mehr im Rathauskeller abgehalten wurde. Schon vor dem Betreten der Räumlichkeiten erstrahlte der Sitz des Wiener Bürgermeisters  und Austria-Kuratoriumsvorsitzender Dr. Michael Häupl dank des Wiener Eistraums am Rathausplatz in Violett.


Eine Etage tiefer fasste am Donnerstagabend Austria-Präsident Wolfgang Katzian eine gelungene Generalversammlung des FK Austria Wien im Rathaus mit den Worten von Herbert Prohaskas bei der Jubiläumsshow im November treffend zusammen: „Wir sind vielleicht nicht der größte Klub, auch nicht der reichste Verein, aber wir sind die Wiener Austria und darauf sind wir stolz!“ Die Zusammenkunft der violetten Führungsetage und der ordentlichen Mitglieder hat es wieder einmal verdeutlicht. Die Veilchen sind zukunftsweisend aufgestellt. Sowohl wirtschaftlich als auch sportlich wurde eine erfreuliche Bilanz gezogen und ein kleiner Ausblick auf die wichtigsten Aktivitäten und neuen Schritte im Jahr 2012 gewagt.


Trotz konjunkturell schwieriger Zeiten konnte die Wiener Austria in der Saison 2010/11 den Umsatz deutlich um mehr als 40 Prozent, auf mehr als 23 Millionen Euro steigern. Bei einem operativen Ergebnis (EBITDA) von plus 4,7 Millionen Euro erwirtschaftete der Konzern dabei einen Jahresüberschuss von 1,2 Millionen Euro.


Zumindest genauso erfreulich ist auch der anhaltende Zuwachs bei den violetten Partnern. Mit insgesamt bereits 95 verschiedenen, dauerhaften Sponsoren können sich die Veilchen auch dieses Jahr wieder über zahlreiche neue Partner freuen und sich auf eine immer breitere Sponsorenbasis verlassen. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat sich damit die Zahl der Sponsoren mehr als verdoppelt! Im Rahmen der Generalversammlung wurden Stefan Gubi (Geschäftsführer T-Mobile Austria) sowie Robert Glock (Unternehmer) neu ins Austria-Kuratorium gewählt. Einige ordentliche Mitglieder wurden für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt.


Einen absoluten Rekord gibt es in Sachen Merchandising zu berichten. Natürlich auch im Zuge der, durch so viele gelungene Veranstaltungen geprägten, Jubiläumssaison 2010/11 erwirtschaftete die Wiener Austria einen Merchandising-Rekordnettoumsatz von 1.857.000 Euro. Auch in der heurigen Spielzeit liegt man mit mehr als 940.000 Euro Umsatz einmal mehr voll im Plan.


Überhaupt wird das Jubiläumsjahr 2011 allen Veilchen noch lange in Erinnerung bleiben. Von der Ankick-Veranstaltung in der Wiener Urania und dem „echten“ Geburtstag in der Generali Arena bis zum Jubiläumsspiel mit Stars wie Luis Figo, Cafu, Ronaldo & Co. und der einmaligen Jubiläumsshow in der Wiener Stadthalle samt denkwürdiger Rede von Jahrhundert-Austrianer Herbert Prohaska blieb wirklich kein Wunsch offen. Gerade durch diese tollen Events ist die Austria-Familie noch mehr zusammen gewachsen und geht gefestigt in die Zukunft, weiß auch Präsident Wolfgang Katzian: „Gerade nach diesem Jahr weiß jeder Austrianer noch mehr, was hundert Jahre violette Geschichte und Tradition bedeuten und mit diesem Blick in die Vergangenheit wollen wir eine genauso erfolgreiche Zukunft bestreiten.“


Sportlich konnte die Austria in der Saison 2010/11 nahezu alle Ziele erreichen, wie AG-Vorstand Thomas Parits festhielt: „Zum elften Mal in Serie und damit so oft wie kein anderer Verein in Österreich wurde in souveräner Manier die Qualifikation für den Europacup geschafft.“ Sein Resümee zur laufenden Saison: „International haben wir mit der Qualifikation für die Europa League-Gruppenphase und den tollen Vorstellungen gegen Alkmaar und Malmö echte Highlights gesetzt. In der Meisterschaft muss man gemischt bilanzieren. Es gab Höhepunkte, aber auch einige Tiefschläge. Insgesamt war hier sicher noch mehr möglich und ich bin sehr optimistisch, dass wir mit unserem neuen Trainerteam rund um Ivica Vastic im Frühjahr sowohl in der Meisterschaft, als auch im ÖFB-Cup wirklich aufzeigen können.“


An der Transferfront darf sich Parits seit dem Sommer ebenfalls gleich über einige gelungene Coups freuen. „Mittlerweile hat sich die Wiener Austria am internationalen Spielermarkt einen guten Namen gemacht. Aleks Dragovic hat mit Basel den Anfang gemacht. Der Wechsel von Julian Baumgartlinger zu Mainz war ein weiterer sehr positiver Schritt und mit dem Verkauf von Zlatko Junuzovic zu Werder Bremen und dem Rekordtransfer von Nacer Barazite, der bei uns in einem Jahr aufgestiegen ist wie eine Rakete, trägt unsere Philosophie weiter Früchte. Wir wollen auch weiterhin hoffnungsvolle Talente, vornehmlich aus Österreich,  zur Austria lotsen. Sie bekommen bei uns eine tolle Plattform und können sich gezielt entwickeln, ehe sie den Schritt ins Ausland wagen, von dem natürlich auch wir profitieren.“


Gleichzeitig dazu, muss, so Parits weiter, natürlich auch die entsprechende Qualität im Kader erhalten bleiben, um das Erreichen der sportlichen Zielsetzungen weiter zu gewährleisten: „Wir haben nach den zwei Abgängen umgehend reagiert und mit Roman Kienast und Tomas Simkovic zwei sehr gute Spieler verpflichtet, die diese Lücken schließen werden.“


Auch infrastrukturell hat die Wiener Austria mit der Errichtung des brandneuen Flutlichts wieder ein Highlight gesetzt. AG-Vorstand Markus Kraetschmer dazu: „Dank dieser wichtigen Investition war es uns möglich, die Europacup-Heimspiele auch weiterhin in der Generali Arena auszutragen.“ Auch der Ausbau der VIP-Räumlichkeiten vor nicht zu lange Zeit greift, so Kraetschmer, jetzt voll. „Gegen Malmö beispielsweise waren wir hier wieder komplett ausverkauft. All diese baulichen Tätigkeiten rechnen sich also auf Sicht wirklich und werden auch in Zukunft weiter vorangetrieben.“


Einer der nächsten konkreten Pläne: Im Frühjahr bekommt die Austria-Akademie eine eigene Tribüne und auch sonst gibt es schon den einen oder anderen Plan in der Schublade, um den Standort Generali Arena konsequent weiter zu entwickeln. Allein in den vergangenen drei Jahren wurden hier mittlerweile bereits Gesamtinvestitionen von rund 25 Millionen Euro getätigt.


Die Wiener Austria wird sich aber nicht auf all diesen guten Kennzahlen und erfreulichen Aspekten des abgelaufenen Jubiläumsjahres ausruhen. Ganz im Gegenteil – mit der Initiative FAK 2.0 startet der Klub eine Kundenoffensive, in deren Rahmen gleich auf mehreren Ebenen neue Projekte in Angriff genommen werden, wie AG-Vorstand Markus Kraetschmer verspricht: „Wir arbeiten hier seit Jahresbeginn schon intensiv an mehreren Fronten. Das reicht von der Neugestaltung einzelner Abteilungen im Bereich Spieltag und Personal bist zu einer Schärfung der Marke  FK Austria Wien oder einer vergrößerten Marketingabteilung, die zukünftig noch zielgerichtetere Sponsorenbetreuung möglich macht.“


Herzstück ist für den violetten AG-Vorstand aber mit Sicherheit die, in dieser Art neu geschaffene, Abteilung Klubservice. „Ich will hier nicht zu viel vorweg nehmen, aber im Kern steht das Zusammenwachsen der Austria-Familie. Dazu gehört die Betreuung sämtlicher Kundenanliegen, wobei auch ein effizientes Feedbacksystem dafür sorgen soll, dass alle Anliegen noch rascher behandelt werden. Durch all diese nachhaltige Neustrukturierungsmaßnahmen wollen wir auch im nächsten Jahr dafür sorgen, dass die Wiener Austria der innovativste und federführendste Klub Österreichs ist.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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