10.04.2012, 17:57 Uhr

VEILCHEN WOLLEN IN LUSTENAU CUP-SCHMACH TILGEN

Veilchen wollen in Lustenau Cup-Schmach tilgen

Vor dem 301. Wiener Derby am Sonntag (16.00 Uhr) in der Generali-Arena bläst die Austria am Mittwoch (live in ORF 1) im ÖFB-Cup-Viertelfinale auswärts gegen Austria Lustenau zur Revanche. „Wir haben mit den Vorarlbergern noch eine Rechnung offen“, kündigte AG-Sportvorstand  Thomas Parits an. Im Veilchen-Lager liegt jedem noch heute das blamable 0:4-Debakel vom 19. April 2011 im Magen. Damals wie diesmal ging bzw. geht es um den Einzug in die Runde der letzten Vier.

 

„So wie wir uns vor einem Jahr präsentiert haben, darf nicht wieder passieren. Wer glaubt, wir könnten diese Hürde wie im Vorjahr im Spazierengehen nehmen, wird neuerlich eine böse Überraschung erleben“, appellierte Parits an die Mannschaft. In Lustenau sei es immer schwer, der Erstligist stark, da müssen man auch in kämpferischer Hinsicht voll dagegenhalten. „Gelingt uns das, dann bin ich überzeugt, dass wir den Aufstieg schaffen werden“, meinte er zuversichtlich.

 

Die Truppe aus dem Ländle ist in der Ersten Liga mit fünf Siegen und zwei Remis in sieben Spielen (13:4) die beste Frühjahrself und schon seit insgesamt acht Runden in der Meisterschaft ungeschlagen (5-3-0). Die gute Bilanz des Gegners sollte den Spielern sind eine Warnung sein.

 

„So wie vor einem Jahr dürfen wir nicht wieder auftreten. Man kann gegen Austria Lustenau verlieren, aber nicht so wie wir damals“, sagte Tomas Jun, der neben Koch, Liendl, Ortlechner, Suttner, Klein, Stankovic, Linz und Tadic den Cup-K.o. auf dem Rasen miterlebt hatte.

 

Von den damals 14 eingesetzten Spielern haben Almer, Hoheneder, Baumgartlinger, Junuzovic und Barazite die Veilchen inzwischen verlassen, auch der damalige Trainer Karl Daxbacher ist nicht mehr im Amt. Jene neun Mann, die auch heute noch den violetten Dress tragen, sind – sofern sie von Ivica Vastic eingesetzt werden - zur Wiedergutmachung aufgefordert.

 

„Klar wollen wir Revanche nehmen, aber es wird nicht leicht. Die Lustenauer liegen in der Tabelle im Spitzenfeld, spielen einen guten Fußball und treten vor eigenem Publikum an“, so Jun über die Ausgangsposition.

 

Die Austria habe hingegen den schweren Liga-Gang vom Wochenende in Ried gegen einen unmittelbaren Konkurrenten um einen Europacup-Startplatz zu verkraften. Daher müsse man sowohl körperlich als auch geistig gut regenerieren, um für den Cupfight gerüstet zu sein. Das 0:4 vom Vorjahr bezeichnete der Tscheche als „einen schwarzen Tag, den jede Mannscht einmal in der Saison“ erlebe.

 

„Der Gegner hat im Vorjahr glückliche Tore erzielt, wir haben aus unseren Chancen hingegen nichts gemacht, und noch dazu auch nicht gut gespielt“, beteuerte der 29-jährige Stürmer, der wie alle mit dem Semifinal-Einzug Selbstvertrauen für das Derby tanken möchte.

News von der Mannschaft: Dilaver (Hüftbeuger), Leovac (Ristprellung), Suttner (Rippenbrüche), Margreitter (krank) und Simkovic (seine Freundin erwartet ein Baby) blieben in Wien, neu im Kader sind Remo Mally und Eric Plattensteiner von den Austria Amateuren.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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