27.01.2012, 11:30 Uhr

TESTSPIEL, DIE DRITTE: ALLE JAHRE WIEDER HADJUK SPLIT

Testspiel, die Dritte: Alle Jahre wieder Hadjuk Split

Alle Jahre wieder könnte es heißen, wenn die Wiener Austria in der Wintervorbereitung auf Hadjuk Split trifft. Sowohl im Jänner 2010 als auch im Jänner 2011 trafen die Veilchen bereits auf den Traditionsverein aus Kroatien. Im letztjährigen Trainingslager endete die Partie trotz vieler Chancen auf beiden Seiten mit einem 0:0. Vor zwei Jahren trennten sich die beiden Teams ebenfalls brüderlich 3:3. Für Violett trafen damals Schumacher, „Momo“ Diabang und Emin Sulimani, wobei den Kroaten erst in der Schlussminute der glückliche Ausgleich gelang. Man darf gespannt sein, wie dieses Kräftemessen im dritten Anlauf am Freitag (Anpfiff: 14:30 Uhr Wiener Zeit) ausgeht – hoffentlich natürlich mit einem Sieg für Violett.

 

Schwächer sind die Kroaten (aktuell Tabellenzweiter hinter Dinamo Zagreb) im Vergleich zum Vorjahr jedenfalls sicher nicht geworden. Das Tor wird von Danijel Subasic gehütet. Nach Nacer Barazite jagt der AS Monaco nun auch den kroatischen Internationalen. Ein echter Farbklecks ist gleich vor ihm der japanische Teamspieler und Innenverteidiger Masahiko Inoha, der gemeinsam mit Mario Maloca im Abwehrzentrum aufräumt. Fast untypisch für Teams vom Balkan wird die etatmäßige Abwehr noch durch zwei weitere Legionäre komplettiert. James Dens aus Brasilien auf rechts pausiert derzeit verletzt, ist aber normalerweise genauso wie der der portugiesische Linksverteidger Ruben Lima gesetzt.

 

Der Routinier im Team ist ohne Zweifel Kapitän und Mittelfeldstaubsauger Srdjan Andric.  Ihm zur Seite steht der jordanisch-stämmige, eingebürgerte Offensivturbo Anas Sharbini, der gemeinsam mit Marin Tomasov und Kroatiens U21-Teamstürmer und derzeit heißester Transferaktie Ante Vukusic (traf vor zwei Jahren doppelt gegen Violett) ein gefürchtetes Offensivdreieck bildet. In der Meisterschaft ist dieses Trio alleine für 19 der bisher 33 Saisontore verantwortlich. Vukusic  ist nur einer von knapp einem Dutzend Nachwuchsteamspielern in der Kaderschmiede des kroatischen Fußballs.

 

Kleine Parallele noch zum brandgefährlichen Offensivtrio von Hadjuk:  Auch der aktuelle Trainer Krassimir Balakov war zu Spielerzeiten beim Vfb Stuttgart Teil des „magischen Dreiecks“. Gemeinsam mit Giovanne Elber und Fredi Bobic zauberte sich der 92-fache bulgarische Internationale in die Herzen der Schwaben.

 

Ähnliches galt bekanntlich auch für den neuen Austria-Coach Ivica Vastic, der seinerzeit bei Sturm Graz mit Hannes Reinmayr und Mario Haas die Bundesliga durcheinander wirbelte. Entgegen vieler Vermutungen lief Ivica Vastic übrigens nie für Hajduk Split auf. Der Traditionsverein aus seiner Heimatstadt wollte Ivica Vastic zwar 1990 verpflichten, dieser zog es aber vor, beim kleineren Stadtrivalen RNK Split seine Profikarriere zu starten, ehe es ihn bedingt durch die Kriegswirren Anfang der 90er von Jugoslawien nach Österreich zog.

 

 

Einige weitere interessante Facts zu Hadjuk Split & Parallelen zur Wiener Austria:

 

- Genauso wie die Wiener Austria wurde Hajduk Split 1911 gegründet, feierte also ebenfalls sein 100-jähriges Jubiläum. Wie die Wiener Austria in Österreich, war Split der erste Verein in Kroatien, der auf professionellere Klub-Strukturen setzte und in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde.

 

- Mit 17 Meistertiteln und 14 Pokalsiegen (Jugoslawien & Kroatien) war und ist Hadjuk Split eine Macht. Größter Rivale ist eindeutig der Hauptstadtklub Dinamo Zagreb, der auf eine ähnliche Erfolgsgeschichte zurückblicken kann. In der diesjährigen Meisterschaft ging Hajduk mit sechs Punkten Rückstand auf den Erzrivalen in die Winterpause. 

 

- Die prominentesten Spieler der jüngeren Vergangenheit, die in Split ihre durchwegs erfolgreichen, europäischen Karrieren begannen: Alen Bokšić, Aljoša Asanović, Robert Jarni, Dado Pršo, Igor Tudor, Ivica Mornar sowie die aktuellen Teamstützen Stipe Pletikosa, Darijo Srna oder Niko Kranjčar. Auch Kroatiens Teamcoach Slaven Bilić schnürte jahrelang für seinen Stammverein Hajduk die Fußballschuhe.

 

- Das bislang legendärste Aufeinandertreffen zwischen der Wiener Austria und Hajduk Split fand im Jahr 1978 statt. Im Europacup der Cupsieger trennten sich die Teams im Viertelfinale zwei Mal 1:1 (violetten Torschützen waren damals übrigens Karl Daxbacher bzw. Thomas Parits), ehe Violett im Elfmeterschießen in Kroatien den Aufstieg fixierte und bekanntlich bis ins Europacup-Finale vorstieß

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
» zur Gesamttabelle