25.11.2012, 09:00 Uhr

TABELLENFÜHRUNG AUSGEBAUT! "DAS SPIEL GEGEN SALZBURG KANN KOMMEN"

Tabellenführung ausgebaut! "Das Spiel gegen Salzburg kann kommen"

Samstagabend, 20:24 Uhr. Als Schiedsrichter Markus Hameter auf die Uhr blickte, abpfiff und damit Austrias 3:1-Sieg über Mattersburg Gewissheit verlieh, war vielen vermutlich nicht bewusst, welch‘ angenehme Nebeneffekte dieser Dreipunkter mit sich brachte. Der sechste Pflichtspielsieg in Serie bedeutet nicht nur den Herbstmeister-Titel, sondern auch fünf Punkte Vorsprung auf Verfolger Salzburg, wo die Veilchen nächsten Sonntag gastieren.


„Das Spiel selbst“, resümierte Austria-Coach Peter Stöger, „verlief fast genau so, wie ich es erwartet habe.“ Mattersburg sei kompakt gestanden und „wir haben nach der 1:0-Führung in Halbzeit eins nicht den nötigen Nachdruck aufgebracht“. Und doch sei der Sieg verdient gewesen, „schließlich haben wir in der zweiten Halbzeit wieder mehr investiert“.


Die Austria verzeichnete wie schon in den vergangenen Partien enorm viel Ballbesitz, 70 Prozent bedeuten zugleich einen Saison-Rekord. Zudem schoss man deutlich öfter auf das gegnerische Tor (17:10). „Aber“, so Stöger, „die Gegner stellen sich mit der Zeit immer besser auf uns ein. Wir erhalten weniger Räume und können dadurch nicht permanent Glanzlichter setzen.“ Das erhoffte Gegenmittel: „Wir werden uns im Winter weitere Varianten überlegen, um noch variabler zu werden.“


Dass die Austria „erst“ wieder nach Minute 71 in Front ging, lag für Torschütze Alex Gorgon unter anderem daran, dass man sich in einigen Situationen noch nicht schlau genug verhalten habe. „Solche Gegner werden wieder kommen. Und dann dürfen wir uns erst gar nicht auf Diskussionen mit Gegenspielern einlassen“, so „Gogo“, der resümierte: „Auch Arbeitssiege sind manchmal schön“.


Doppeltorschütze Philipp Hosiner, der vor Gorgons Treffer via Elfmeter scheiterte, meinte: „Wir haben gewusst, dass Mattersburg tief stehen wird. Trotzdem können wir mit dem Sieg zufrieden sein, er geht im Großen und Ganzen in Ordnung.“


Ein Umstand trübte die Jubelstimmung aber doch. Mit Kaja Rogulj (5. Gelbe Karte) und James Holland (Gelb-Rote Karte in Minute 88) werden gegen Salzburg zwei Stammkräfte fehlen. Stöger: „James hat sich bei seiner Situationen nicht ganz geschickt angestellt. Bei Kaja war uns das Risiko schon vorher klar. Aber jetzt freuen sich eben Lukas Rotpuller und Emir Dilaver auf das Spiel in Salzburg.“


Und tatsächlich besteht gerade ob der Ausfälle kein Grund, nun Trübsal zu blasen. Denn wie schon in den vergangenen Partien haben auch diesmal wieder Spieler Akzente gesetzt, die von der Bank gekommen waren. So wurde das 3:1 durch Hosiner, der sein Saisontotal auf 17 Treffer hochschraubte, durch die eingewechselten Vrsic und Kienast mustergültig eingeleitet. Zudem wies Marko Stankovic, der den angeschlagenen Tomas Jun (Zehenblessur) ersetzte, am Ende die besten Zweikampfwerte am Platz auf (91 Prozent gewonnen) und bereitete zudem die meisten Torschüsse vor (4).


Hosiner: „Jetzt haben wir sechs Spiele in Folge gewonnen – das Spiel gegen Salzburg kann kommen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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