02.08.2012, 13:24 Uhr

SUTTNERS DERBY-ANSAGE: „WERDEN SIEG AUS HANAPPI MITNEHMEN!“

Suttners Derby-Ansage: „Werden Sieg aus Hanappi mitnehmen!“

Wie alle im violetten Lager fiebert seit Tagen auch Markus Suttner dem 302. Wiener Derby am Sonntag (16.00 Uhr/live ORF eins und Sky Austria) in Hütteldorf entgegen. Er tut das mit einer gesunden Portion Optimismus und kündigte an: „Wir werden einen Sieg aus dem Hanappi mitnehmen!“ Sein Wort in Gottes Ohr. „Sutti“ zählt zu den verlässlichsten Veilchen, bringt immer vollen Einsatz und seine Leistung. 

Dass die Heimpremiere gegen Sturm Graz mit 0:1 verpatzt wurde, machte den 25-Jährigen und manchen seiner Kollegen etwas nachdenklich,  „weil wir gut gespielt, aber leider keine Punkte mitgenommen haben“. Mit einem Zähler oder einem Sieg wären alle nach dem dem Saisonstart (3:1 in Oberwart im Cup, 1:0 in Wolfsburg) sehr glücklich gewesen. „Aber fürs Derby ist das egal, das ist immer etwas Eigenes“, meinte Suttner.

Mit einer etwaigen Niederlagen in der 3. Liga-Runde würde unser Rückstand auf den Erzrivalen auf sechs Punkte anwachsen. „Das wird immer etwas aufgebauscht. Nach drei Runden kann man noch nichts sagen. Nach dem Rapid-Spiel sind ja noch 33 Spielen zu absolvieren und noch genug Zähler zu vergeben“, relativiert der linke Verteidige Rechnungen mit vielen Unbekannten.

Er erwartet, dass der Gegner vor eigenem Publikum auch gewinnen möchte und deshalb sein Spiel offensiv anlegen wird. „Das wird uns hoffentlich auch in die Karten spielen, in dem wir im Konter Akzente setzen und Tore machen können“, glaubt unser Mann mit der Rückennummer 29.

Ein Vorteil für die Austria könnte es auch sein, dass die Rapidler am Donnerstag noch in der Qualifikation zur Europa League auswärts gegen den serbischen Vertreter FK Vojvodina Novi Sad antreten und die Strapazen verdauen müssen. „Wenn wir im Europacup im Einsatz waren, haben wir danach gemerkt, dass der nächste Gegner frischer war“, meint Suttner aus eigener Erfahrung.

Außerdem könne, führt der Absolvent der Stronach-Akademie an, auch immer Etwas durch Verletzungen passieren oder man mache ein schlechtes Spiel und schon sei man nicht mehr so gut drauf. Stichwort Europacup. Dass die Austria diesmal nicht dabei ist, ist natürlich bitter, aber längst verdrängt.

„Wir haben uns selbst genug bestraft. Der Verein ist geschädigt, wir Spieler sind geschädigt und die Fans auch – es war genug Strafe für uns“, blickt „Sutti“ in die Zukunft, auf die er seinen Fokus gelegt hat: „Einen Meistertitel, das will ich auf meiner Autogramm-Karte stehen haben!“ Bisher ziert seine Visitenkarte „nur“ ein Cupsieg 2009.

„Wenn der Meistertitel nicht möglich wäre, würde ich nicht da sein. Ich glaube daran, wir haben das Ziel, unter die ersten Zwei zu kommen. Insgeheim will natürlich jeder Meister werden. So wie ich das jetzt sehe, haben wir gute Junge hinten nach, eine gute Mischung. Und die Stimmung ist auch wieder gut. Daher glaube ich, dass wir unser Ziel erreichen können“, sagt Suttner über die Saison-Ziele.

Der Hollabrunner, der als Fünfjähriger beim SK Wullersdorf zu kicken begann und über die Austria Amateure im Oktober 2008 sein violettes Profi-Debüt gab, weiß gar nicht genau, das wievielte Derby es für ihn ist. Er weiß nur, dass er am 22. Mai 2011 beim Abbruch wegen Platzsturms im Westen Wiens auf der Ersatzbank gesessen war. Das Spiel, in dem wir 2:0 geführt hatten, wurde von der Liga 3:0 für uns strafverifiziert.

„Das war eines der wenigen Derbys, in dem ich gefehlt habe“, erinnert sich Suttner, der danach alle Lokalhits (1 Sieg, 3 Remis) über die volle Zeit im Einsatz war. Sein Mitwirken ist also für Sonntag ein gutes Omen. „Ich hoffe, dass ich spielen werden und der Mannschaft helfen kann“, meinte der ausgeruhte U20-WM-Vierte von 2007, der am Dienstag im Test gegen FSV Mainz (1:1) wie die erste Garnitur geschont worden war.

Aber auch als Zuschauer nahm er Positives mit. „Egal, ob die vermeintlichen Stammspieler gefehlt haben, machten wir eine gute Figur und hatten die besseren Torchancen. Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, dann brauchen wir nicht nur elf Spieler, sondern benötigen alle, um einen starken Kader zu haben“, sagte der Niederösterreicher, der heuer seine ersten drei Länderspiele im ÖFB-Dress bestritten hatte.

Klar wolle jeder im Nationalteam spielen und sein Land vertreten. Auch Suttner. „Ich glaube, ich habe drei gute, solide Partien gemacht und hoffe, dass ich weiter dabei bin. Wenn mich der Teamchef braucht, bin ich da“, erklärte Suttner, der zuletzt gegen Ukraine (3:2) und Rumänien (0:0) in Innsbruck den verletzten Christian Fuchs auf dessen Position vertreten hatte.

 

„Dass der Fuchsl ein Guter ist, das sehen wir jede Woche in der deutschen Bundesliga. Doch es kann ja sein, dass er wieder einmal fehlt. Und dann braucht man einen anderen Spieler. Auf längere Sicht glaube ich, dass ich eine Alternative zum Schalker bin“, macht sich Suttner Mut.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. CASHPOINT SCR Altach 10 19
3. FC Red Bull Salzburg 9 18
4. SK Rapid Wien 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. FC Admira Wacker Mödling 10 12
7. SV Guntamatic Ried 9 11
8. RZ Pellets WAC 10 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 10 5
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