11.08.2012, 10:16 Uhr

STÖGER STREUT ADMIRA ROSEN UND ADELT SEINE AUSTRIA

Stöger streut Admira Rosen und adelt seine Austria

Die Nagelprobe wurde mit dem 3:0 im Wiener Derby perfekt gemeistert, gegen die Admira wartet am Sonntag (18:30 Uhr) aber bereits der nächste Härtetest auf den FK Austria Wien. Vor eigenem Publikum lässt Coach Peter Stöger aber keine Zweifel offen, wie die Favoritenrolle gegen die Südstädter verteilt ist. „Unsere Tendenz zeigt klar nach oben.“

Freilich weiß er aber auch, dass alte Meriten nichts zählen, die ersten sichtbaren Erfolge schon wieder der Vergangenheit angehören. „Wir haben uns nach dem Sieg im Hanappi-Stadion kurz und intensiv gefreut, jetzt wartet mit der Admira aber schon wieder ein neuer Gegner.“

Und eine vom Spielstil ganz andere Mannschaft als Rapid. Stöger lobt die Niederösterreicher, die am Donnerstag aus der Europa League nach einem kurzen Gastspiel bereits wieder weg von der Bildfläche sind. „Admira ist wahrscheinlich die beste Mannschaft im Umschalten von Defensive auf Offensive, spielt zielstrebig nach vorne, hat schnelle Spieler in der Mitte und an der Seite. Sie haben sich unter Didi Kühbauer gut entwickelt.“

Dennoch scheint der Respekt vor den Austrianern groß zu sein, denn einige wurden beim 2:2 gegen Sparta Prag geschont, darunter auch Spielmacher Patrik Jezek. Er sei zu müde, hieß es. Stöger hatte dafür nur eine treffende Antwort mit breitem Grinsen: „Meine Spieler sind trotz Doppelbelastung, die wir immer wieder mit Testspielen hatten, nicht müde. Bei mir wollen alle spielen.“

Auch dem 2:4 vor einem Jahr in der Generali-Arena schenkt er keine Aufmerksamkeit. „Es wird vielleicht in den Köpfen der Spieler sein, aber wir sind nicht auf Wiedergutmachung aus, sondern wollen etwas verändern und uns verbessern. Ich habe das Gefühl, die Mannschaft wächst immer besser zusammen.“

Zudem hätte jeder verstanden, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass er Woche für Woche spielt. „Jeder sieht, dass keiner abfällt, wenn wir wechseln, sondern noch einen Schub bekommen. Somit haben wir im Moment auch einige Varianten, auf die wir setzen können.“

Wie das Beispiel Rogulj zeigt. Margreitter fiel mit Gelb-Rot im Derby aus, Rogulj ersetzte ihn mit einer ganz starken Leistung und hat so seine Chance wahrgenommen. Ebenso Simkovic vorige Woche. Oder auch Stankovic, der mit guten Standards und seinem Kämpferherz immer wieder aufzeigt.

Das Spiel wird jedenfalls erneut ein Gradmesser, Austria - bis auf den an der Wade angeschlagenen Alex Grünwald sind alle fit - kann aber mit breiter Brust auf die graue Südstadt-Maus zugehen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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