03.09.2012, 13:50 Uhr

STÖGER: "DIE SPIELER GLAUBEN WIEDER AN SICH"

Stöger: "Die Spieler glauben wieder an sich"

Dilaver oder Rotpuller? Margreitter oder Rogulj? Ortlechner und Margreitter? Rogulj und Ortlechner? Gegen WAC? Gegen Rapid? Gegen Ried oder Wr. Neustadt? Egal, wer spielt oder gegen wen, seit vielen Wochen steht die Null beim FK Austria Wien felsenfest. In acht Pflichtspielen in dieser Saison ist es erst einem Spieler gelungen, die Defensive rund um Keeper Heinz Lindner zu bezwingen.

 

Ausgerechnet Ex-Veilchen Rubin Okotie schaffte es, den Violetten einen Treffer zu schießen und zwar am 28. Juli 2012. Seither ist die Bilanz makellos, hat Lindner seit 515 Minuten kein Tor mehr bekommen.

 

Eine rekordverdächtige Bilanz. Nur der FC Tirol hat 2001 nach sieben Bundesliga-Runden  keinen einzigen Verlusttreffer kassiert.  Ebenfalls die Tiroler sind die Messlatte, wenn es um den besten Start in die Meisterschaft geht, denn seit 1999 ist außer den Innsbruckern kein Team so bombastisch aus den Startmaschinen gesprintet.

 

Trainer Peter Stöger will dennoch die Kirche im Dorf lassen. „Wir sind zufrieden mit dem Verlauf. Nach dem Frühjahr hatten wir uns so einen Anfang natürlich erträumt. Aber es gibt noch viel zu tun.“

 

Stöger, der mit sechs „Dreipunktern“ jetzt bereits genauso viele Siege wie in der gesamten Vorsaison mit Wr. Neustadt auf dem Konto hat, hat bislang Außergewöhnliches geleistet. Vor allem rührte er in der Psyche der Spieler kräftig um. „Es war nicht leicht für die Mannschaft, denn sie hat jetzt in neun Monaten den dritten Trainer, ist also auch immer wieder mit anderen Vorstellungen konfrontiert“, bestätigt er.

 

Freilich will und darf sich auf dem momentan Erreichten aber keiner ausruhen. „Vom Präsidenten abwärts spürt man die Ruhe im Verein. Und auch bei den Spielern merkt man, dass sie sich wieder etwas zutrauen. In diese Richtung müssen wir aber jetzt auch weiterarbeiten.“ Noch sei nichts erreicht.

 

Pressing und kompaktes Auftreten der gesamten Mannschaft im Spiel gegen den Ball, darin lag Stögers Hauptaugenmerk seit seinem Amtsantritt im Sommer. Das Ergebnis nach nur drei Monaten Arbeit kann sich mehr als sehen lassen. Natürlich ist es aber nicht nur die Abwehr alleine, schon vorne wird attackiert und im Mittelfeld arbeiten ebenfalls alle nach vorne und hinten. Im Moment ist das ist der Schlüssel.

 

Doch all dies ist nur eine Zwischenbilanz. Nach der Länderspielpause müssen die Violetten in Mattersburg (16.09., 16 Uhr)  ihre Null erneut verteidigen. Machen sie da weiter, wo sie gegen Wr. Neustadt aufgehört haben, könnte Lindner in der 85. Minute die 600-Minuten-Marke ohne Gegentor überspringen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 17 36
2. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
3. FC Red Bull Salzburg 17 31
4. FK Austria Wien 17 31
5. RZ Pellets WAC 17 22
6. FC Admira Wacker Mödling 17 22
7. SK Rapid Wien 17 21
8. SV Guntamatic Ried 17 17
9. SKN St. Pölten 17 14
10. SV Mattersburg 17 11
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