08.10.2012, 14:01 Uhr

STÖGER: "DIE MANNSCHAFT HAT EIN KLARES ZEICHEN GESETZT!"

Stöger: "Die Mannschaft hat ein klares Zeichen gesetzt!"

Austrias Trainerteam hatte den violetten Schützlingen vor dem Spiel gegen Sturm Graz einen klaren Plan mitgegeben. Das Rezept, das zum (vollen) Erfolg hätte führen sollen, lautete unter anderem: Viele Spielverlagerungen, Zuspiele in die Tiefe und hoch postierte Außenverteiger. „Im Endeffekt sind diese Dinge von der Mannschaft wirklich toll umgesetzt worden“, resümiert Coach Peter Stöger. „Deshalb tut es mir leid für die Spieler, dass es nicht drei Punkte geworden sind.“


Nachbetrachtend gab es mehrere Gründe, weshalb nichts aus dem sechsten Sieg im sechsten Auswärtsspiel wurde, man ob der Umstände "nur" 1:1 spielte. Stöger führt ebenso wie AG-Vorstand Sport, Thomas Parits, unter anderem die Chancenverwertung an, meint: „Wir hatten genug Möglichkeiten, das Spiel auch so für uns zu entscheiden.“ Auch so, weil die Veilchen am Sonntagnachmittag gleich mehrmals mit fragwürdigen Referee-Entscheidungen zu hadern hatte.


Zwei davon standen im Fokus: Nach 15 Minuten brachte Markus Suttner Sturms Hölzl zu Fall, spielte zuvor jedoch klar den Ball – der Schweizer Schiedsrichter Alain Bieri entschied trotzdem auf Strafstoß (Florian Kainz verwandelte). Entsetzte Gesichter gab es auch noch einmal kurz vor Schluss, als der eingewechselte Lukas Rotpuller nach einem Freistoß per Kopf einnetzt, zuvor allerdings schon auf ein Foulspiel entschieden wurde.

 

Parits: „Zwei solcher Fehlentscheidungen in einem Spiel sind aus unserer Sicht natürlich bitter. Zudem bin ich von dem Austausch der Schiedsrichter zwischen Österreich und der Schweiz ganz und gar nicht überzeugt. Ich bin der festen Meinung, dass wir in Österreich genug gute Schiedsrichter haben und diesen Tausch nicht brauchen. Und doch betone ich: Wir hatten auch noch weitere Chancen, die wir verwerten hätten können.“


Stöger: „Ich habe in der Szene bei Rotpullers Tor keinen Kontakt gesehen. Aber wir haben es zur Kenntnis genommen und werden es abhaken. Ich habe nie ein böses Wort über einen Schiedsrichter gefunden und werde es auch jetzt nicht finden – wir können es ohnehin nicht mehr ändern.“


Zumal am Ende neben einem Auswärtspunkt in Graz viel Positives stehen bleibt. Etwa, dass man das Spiel gegen den direkten Verfolger klar dominierte (wie auch die Statistik belegt). „Wir haben viele Chancen kreiert. Zudem hat die Mannschaft ein klares Zeichen gesetzt, gezeigt, wie intakt und körperlich gut beisammen sie ist“, ist Stöger ob der Leistung zufrieden.


Sturm-Coach Peter Hyballa gestand: "Die Austria hat uns hinten reingedrängt, also wollten wir nur noch unsere Abwehr und Mittelfeld-Linie eng beisammen halten und schnell umschalten, wenn es sich ergab.“


Austrias Torhüter Heinz Lindner, der in elf Spielen lediglich fünf Gegentore kassierte und nun erneut beim österreichischen Nationalteam weilt, zollt seinen Vorderleuten Respekt: „Die Mannschaft hat super gespielt. Wir haben genau das gemacht, was wir uns vorher vorgenommen haben. Wir hätten zwar aus einigen Chancen mehr machen können, trotzdem will ich keinem einzigen Spieler in der Mannschaft irgendeinen Vorwurf machen.“


Im Gegenteil: Der spielerische Schwung soll in die nächste Runde mitgenommen werden, wenn Rapid zum 303. Wiener Derby in eine wahrscheinlich bald ausverkauften Generali-Arena (Ticket-Infos) kommt. Stöger: „Wir sind gerüstet.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
» zur Gesamttabelle