23.10.2012, 14:21 Uhr

ROTPULLER: "BIN EIN MENSCH, DER IMMER NACH MEHR STREBT!"

Rotpuller: "Bin ein Mensch, der immer nach mehr strebt!"

Erst 14 Saisonspiele (inkl. Bundesliga und Cup) sind absolviert. Und doch gibt es in der Mannschaft von Peter Stöger nur noch sieben Akteure, die sich in jeder dieser Partien zum Matchkader zählen durften. Während man dabei mit Namen wie Lindner, Ortlechner, Suttner, Holland, Mader oder Simkovic noch rechnen konnte, darf sich auch ein Spieler in diese Liste einreihen, mit dem wohl viele nicht gerechnet hätten. Es ist der jüngste dieser Riege: Lukas Rotpuller.


Tatsächlich stand 21-Jährige in der Saison 2012/13 jedes Mal auf dem Spieler-Blankett, wenn die Austria ein Pflichtspiel bestritt. „Das ist eine schöne Sache“, meint Lukas, ehe er anfügt: „Aber ich bin ein Mensch, der immer nach mehr strebt. Stehe ich einmal im Kader, gebe ich alles dafür, beim nächsten Mal auch zu spielen.“ Aktuell reichte es immerhin für vier Einsätze auf Profi-Ebene.


„Wir sind in der Innenverteidigung einfach sehr gut besetzt und unsere Leute dort machen ihre Sache sehr gut. Aber wenn ich gebraucht werde, bin ich bereit“, lässt Rotpuller wissen. Dass er auf Bundesliga-Ebene durchaus reüssieren kann, bewies er im Vorjahr bei Ried, wohin ihn die Austria für eine Saison verlieh. „Ried war super wichtig für mich. Ich habe 22 Einsätze bekommen, wir wurden Herbstmeister und standen im Cup-Finale.“


Wobei sich das Innviertel anfangs als gewöhnungsbedürftiges Pflaster erwies. „Bevor ich nach Ried gekommen bin, habe ich bei den Austria Amateuren in einer Viererkette agiert und meistens kurze Pässe gespielt. In Ried war der Ballbesitz nicht mehr so wichtig. Dort wurde eine Dreierkette gespielt und auf lange Diagonalpässe gesetzt, aber ich habe mich bald daran gewöhnt.“


Und auch auf persönlicher Ebene hat sich Lukas wohlgefühlt. „Ich habe bei Ried viele nette Personen kennengelernt. Am Land menschelt es ein Stück mehr als in der Stadt. Aber ich war ohnehin zum Arbeiten dort“, so Rotpuller. „Ich habe mir von Anfang an gesagt: Ich bleibe hier ein Jahr, dann will ich weiter. Ich habe noch etwas vor im Fußball.“


Im Sommer folgte schließlich die Rückkehr zu den Veilchen, wo der Rechtsfuß Woche für Woche mit den Profis trainiert. Vor dem kommenden Gegner Admira warnt Rotpuller: „Die darf man nie, wirklich nie, unterschätzen. Sie spielen offensiv, variabel, direkt und haben gute Konterstürmer. Das wird eine schwere Partie.“ Seine persönliche Bilanz gegen den ehemaligen Klub von Philipp Hosiner: Fünf Spiele, ein Sieg, drei Remis, eine Niederlage.


Apropos Hosiner: Mit dem nunmehr violetten Angreifer verbindet ihn nicht nur der Geburtsort Eisenstadt oder die Zeit im BNZ Burgenland, sondern auch eine Freundschaft. Schließlich ist Hosiner seit knapp zwei Jahren mit Rotpullers Schwester zusammen. „Wir haben uns schon vorher bei Familientreffen näher kennengelernt. Philipp ist ein ruhiger Typ, witzig und locker. Das passt!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle