13.03.2012, 09:50 Uhr

PREMIERENTORSCHÜTZE ROMAN KIENAST: „ES ZÄHLT, WAS AM SCHLUSS RAUSKOMMT!“

Premierentorschütze Roman Kienast: „Es zählt, was am Schluss rauskommt!“

Endlich war es soweit! Am Sonntag gegen die Admira belohnte sich Roman Kienast für zuletzt sehr starke Leistungen endlich mit seinem ersten Pflichtspieltreffer für die Wiener Austria. Auch sonst rackerte der 11-fache Internationale vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller unermüdlich und war zweifelsohne einer der auffälligsten Akteure gegen die Niederösterreicher.


„Für mich persönlich war das sicher ein wichtiges Etappenziel. Der Druck ist damit ein wenig abgefallen, aber in Wahrheit ist dieser schöne Moment bereits wieder Geschichte. Schon kommendes Wochenende muss ich diese Leistung wieder bestätigen“, so der neue violette Sturmtank. Das eigene Erfolgserlebnis steht für ihn aber ohnedies im Hintergrund: „Solang wir gewinnen, ist komplett unwichtig, wer die Tore macht. Wir haben als Mannschaft die drei Punkte eingefahren und das ist der echte Grund zur Freude.“


Trotz des Einstandstreffers sieht er sich aber noch lange nicht am Zenit: „Man darf nicht vergessen, dass es leichtere Zeiten gibt, als in der Winterpause ohne eine gemeinsam absolvierte Vorbereitung zu einem Klub zu stoßen. Die Abstimmung wird besser, aber es ist definitiv noch ordentlich Luft nach oben bei mir vorhanden. Ich lerne täglich und arbeite daran, noch effizienter im Kollektiv zu funktionieren. Von der Spielanlage, bis zu den anderen Mitspielern und ihren Stärken und Eigenheiten bis zu den Laufwegen ist es einfach eine Umstellung, mit der ich aber tagtäglich mehr zu Recht komme.“


Die leicht adaptierte Spielphilosophie der Austria findet bei ihm schon nach wenigen Wochen viel Wohlgefallen: „Wir brauchen nicht darüber diskutieren, dass die Austria in den vergangenen zwei Jahren den schönsten Fußball in Österreich gespielt hat. Nur dafür oder gerade deshalb gab es am Ende jeder Saison schlicht und weg zu wenig Zählbares. Das Gesamtpaket ist für mich jetzt besser. Die Mannschaft ist kompakter, hat auch nach fünf Runden noch kein Tor aus dem Spiel heraus kassiert, findet immer ihre Chancen vor und macht so jedem Gegner das Leben schwer.“


Auch in Sachen Spielfreude sieht er die Veilchen auf einem vielversprechenden Weg: „Wir haben individuell sehr gute Spieler in unseren Reihen, die vermehrt Akzente setzen. Bisher haben wir nach hinten kaum etwas zugelassen, gegen die Admira hatten wir nun aber auch schon viele gefährliche Momente in der Offensive. Wir wollen alle wieder zum schönen Fußball zurück, aber noch mehr wollen wir erfolgreich sein, denn am Ende der Meisterschaft zählt nur das, was herauskommt. Die Leichtigkeit im Spiel kommt mit den Siegen ganz von selbst.“


Die private Ausgeglichenheit trägt beim 27-Jährigen viel dazu bei, dass er sich in der Bundeshauptstadt nach sechs Jahren in Norwegen und Graz schnell wieder zu Recht gefunden hat: „Ich komme aus Wien, die Familie ist jetzt wieder vereint, was für meine Frau und unseren Sohn eine und damit natürlich auch für mich eine sehr schöne Sache ist. Wir fühlen uns sehr wohl, auch die Fans haben mich gut aufgenommen und natürlich schwingt all das positiv mit.“


Hoffentlich auch einmal mehr am kommenden Wochenende, wenn die Wiener Austria bei Wiener Neustadt gastiert und weiter fleißig punkten will. „Sie haben vergangenes Wochenende bei Sturm Graz gewonnen. Das Selbstvertrauen stimmt daher bei ihnen sicher. Wir sind aber am aufsteigenden Ast und haben sicher alle Möglichkeiten auch aus Neustadt drei Punkte mitzunehmen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 17 36
2. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
3. FC Red Bull Salzburg 17 31
4. FK Austria Wien 17 31
5. RZ Pellets WAC 17 22
6. FC Admira Wacker Mödling 17 22
7. SK Rapid Wien 17 21
8. SV Guntamatic Ried 17 17
9. SKN St. Pölten 17 14
10. SV Mattersburg 17 11
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