21.06.2012, 11:40 Uhr

PETER STÖGER FÜR ROLAND LINZ EINE „GUTE TRAINER-WAHL“

Peter Stöger für Roland Linz eine „gute Trainer-Wahl“

Peter Stöger ist für Roland Linz kein ungekannter Trainer. Er weiß, wie er tickt, wie er arbeitet und was er von seinen Spielern sehen möchte. „Er war eine sehr gute Wahl für uns“, sagte der Austria-Stürmer, der es ja wissen muss. Unter diesem Coach, der damals mit Frenkie Schinkels zusammengearbeitet hat, ist Linz 2005/06 mit den Veilchen Double-Gewinner und Torschützenkönig geworden.

 

Ist das ein gutes Omen und zu wiederholen? „Natürlich hofft man, dass wir so erfolgreich wie möglich sein werden in dieser Saison. Aber Meistertitel kann man nicht planen, die passieren“, meinte Linz, der glaubt, dass von der Stimmung in der Mannschaft alles passt. Das Rundherum im Verein sei wirklich gut, da habe der Klub gute Voraussetzungen geschaffen. „Wir werden sehen, was am Ende herauskommt.“

 

Mit Stöger ist ein neuer Trainer gekommen, der in den vergangenen Jahren überall, wo er tätig war, sehr erfolgreich gewesen sei, und habe dabei viel dazugelernt. „Die Chemie zwischen dem Trainer und mir passt. Wir waren ja schon einmal gemeinsam sehr erfolgreich. Von daher glaube ich, dass sich da nichts ändern wird“, erklärte der Angreifer.

 

Linz hat vom Vastic-Nachfolger nach der ersten Trainingswoche lobende Worte erhalten. „Roli“ habe noch nie fünf solche intensive Tage durchgezogen, hatte Stöger gemeint. Der Adressat kommentierte die Aussage so: „Ich glaube, das war eher als Spaß gemeint. Ich habe in meiner bisherigen Fußballer-Karriere schon sehr viele schwierige Einheiten gehabt.“ Der Schmäh hat in Generali Arena wieder Einzug gehalten.

 

Roli fühlt sich jedenfalls pudelwohl und hat das beim 9:0-Sieg im zweiten Test gegen SC Leopoldsdorf mit einem Fünfer-Pack bewiesen, für ihn ist die offensive 4-3-3-Formation nichts Neues. „Ich habe zwei Drittel meiner Karriere in diesem System gespielt. Das ist für einen Stürmer, wenn du mit zwei sehr guten Außenspielern spielt, sicher von Vorteil“, sagte Linz, der auch in einem Zwei-Mann-Angriff kein Problem hat. „Für mich ist das nicht so entscheidend“.

 

Dass die Veilchen nach der verkorksten Saison einiges gutzumachen haben bei den Fans, ist dem Steirer voll bewusst. „Das geht nur mit guten Spielen und Siegen. Dann wird es auch zwischen Fans und der Mannschaft wieder passen“, glaubt Linz, der sich zwei persönliche Ziele für 2012/13 gesetzt hat. „Wir wollen natürlich so weit wie möglich oben stehen in der Tabelle und ein Highlight für mich wäre, wenn ich mit der Austria noch einmal in der Champions League spielen könnte“, verriet er.

 

Ein neuer Austrianer könnte ihm dabei behilflich sein, die Endstation Sehnsucht zu erreichen. Sein Name: Dare Vrsic, der designierte Regisseur im Veilchen-Spiel. „Er wird der Austria mit Sicherheit weiterhelfen. Dare wird in der Saison das Spiel der Austria sehr prägen. Ich glaube, der ganze Verein, und die violette Familie werden sehr viel Freude mit ihm haben“, ist Linz von seinem Mitspielern nach den ersten Eindrücken überzeugt.

 

Vrsic ist slowenischer Teamspieler - ein Status, der für Linz durchaus auch ein aktuelles ein Thema ist. „Das Nationalteam ist immer etwas ganz Besonderes für einen Fußballer. Ich habe schon einige Länderspiele für Österreich absolviert. Von daher ist es für mich ein Ziel, irgendwann wieder dabei zu sein“, meinte der 39-fache Internationale.

 

Wie jeder, der mit Fußball zu tun hat oder sich dafür interessiert, blickt Linz dieser Tage und Wochen nach Polen und die Ukraine zur EM, wo mit Deutschland sein Titelfavorit noch gut im Rennen  liegt. „Es wird aber sicherlich noch sehr spannend und ich hoffe auch, dass die Portugiesen sehr weit oben stehen werden“, sagte Linz, der ja mehrere Jahre seiner Laufbahn in Portugal (Boavista Porto und SC Braga) verbracht hatte. Die Portugiesen treffen bekanntlich heute Donnerstag im Viertelfinale auf Tschechien.

 

Die meisten Spiele der EURO machen Lust auf Fußball – auch bei Linz.  Den Frust des vorigen Spieljahres mit dem Verpassen der Europa League hat er im 14-tägigen Urlaub auf den Seychellen im Indischen Ozean gelassen. „Ich habe mich dort gut erholen können. Die vergangene Saison war für mich durchwachsen und leider hat es auch nicht für den Europacup gereicht. Daher war es für mich doppelt bitter“, blickte er nur kurz in die Vergangenheit. Er hat die Akkus neue geladen, fiebert der Zukunft unter dem Motto „neuer Trainer, neue Saison und neues Glück“ entgegen.

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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