28.02.2012, 14:55 Uhr

PASCAL GRÜNWALD: „WACKER MIT VIEL ROUTINE UND STARKEM KOLLEKTIV“

Pascal Grünwald: „Wacker mit viel Routine und starkem Kollektiv“

Es passierte schon Mitte Jänner zu Beginn des violetten Trainingslagers in der Türkei, als sich ÖFB-Teamkeeper Pascal Grünwald eine schwere Schulterverletzung zuzog und die Frühjahrsmeisterschaft weit vor dem ersten Pflichtspiel beendet war. Seitdem ist mittlerweile schon weit mehr als ein Monat vergangen und Grünwald hat nach diesem Rückschlag längst wieder Mut gefasst: „Ich arbeite hart daran, noch stärker zurück zu kommen.“


Noch am Tag seiner Rückkehr aus der Türkei ging es für den Tiroler nach Innsbruck. Auf die erste Untersuchung, die Gewissheit brachte, folgte nur zwei Tage später die erfolgreiche Operation in der „Sportsclinic Austria“, eher sicher die härteste Phase der Rehabilitation wartete. „Die Schulter durfte ein Monat lang überhaupt nicht bewegt werden, mehr als Lymphdrainagen und Spaziergehen war für den optimalen Heilungsverlauf leider nicht möglich.“


Seit wenigen Tagen starteten nun die ersten Bewegungsübungen. Wirklich losgehen wird es aber erst am Mittwoch, wenn Grünwald die Reise nach Nürnberg antreten wird, wo nach enger Absprache mit Tormanntrainer Franz Gruber und Fitnesscoach Martin Mayer ab morgen die ersten echten Schritte am Weg zurück gemacht werden. Zumindest etwas mehr als ein Monat heißt es dort von Montag bis Samstag für das Comeback schuften.


Schon vorab hat sich Grünwald auch alternativer Möglichkeiten angenommen: „Ich lasse nichts unversucht, den Heilungsverlauf zu optimieren. Akkupunktur war genauso dabei wie ein audiovisuelles Training mit ÖSV-Schisprungtrainer Alex Pointner. Eigentlich kommt diese Methode aus dem Handball, aber auch bei unseren Springern hat es sehr gut angeschlagen.“


Das anstehende Match der Veilchen am Innsbrucker Tivoli lässt sich Grünwald, der schon gegen Kapfenberg nicht die Anreise aus Innsbruck scheute, mit Sicherheit nicht entgehen: „Ich bin zwar noch gehandicapt, aber beim Match bei der Mannschaft zu sein, lasse ich mir nicht nehmen.“


Die Vorzeichen vor dem Aufeinandertreffen mit seinem Heimatverein sind für den 29-Jährigen auch dieses Mal unverändert: „Die Austria ist fast immer Favorit, so auch gegen Wacker. Im Gegensatz zu den Jahren zuvor, bilden weniger die Tiroler, als Legionäre das Rückrat dieser Mannschaft. Hier wartet eine sehr routinierte Truppe, deren Stärken vor allem in der mannschaftlichen Geschlossenheit und der großen Routine liegen. Qualität ist vorhanden.“


Ein weiterer Aspekt: „Auch die Tatsache, dass Wacker ein echter Traditionsverein ist, kommt zum Tragen. Die Fans stehen hinter dem Team und sind sehr begeisterungsfähig. Es wird einmal mehr eine tolle Atmosphäre, die alle Spieler am Platz motiviert. Die Aufgabe ist schwer, aber bei uns sind alle topmotiviert, die Punkte von dem Ausrutscher gegen Kapfenberg zurück zu holen.“


Das Ländermatch der österreichischen Nationalmannschaft am Mittwoch gegen Finnland wird Grünwald, der im abgelaufenen Kalenderjahr 2011 sein Teamdebüt gab und bei beiden Einsätzen seine Sache sehr gut machte, besonders verfolgen: „Klar, wenn man zuletzt dabei war, wird noch mehr mit gefiebert. Sofort nach meiner Verletzung kam damals auch der persönliche Anruf von Teamchef Marcel Koller und ÖFB-Tormanntrainer Otto Konrad. Diese Wertschätzung und der Zuspruch gerade in solchen heiklen Phasen hilft einem enorm und ist noch mehr Ansporn, sowohl bei der Austria, als auch im Team schon bald wieder meinen Mann zu stehen!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
» zur Gesamttabelle