24.10.2012, 10:03 Uhr

PARITS SPRACH DERBY-SIEGERN KOMPLIMENT AUS

Parits sprach Derby-Siegern Kompliment aus

Der 2:0-Triumph im Wiener Derby hat Thomas Parits, den AG-Vorstand Sport des FK Austria, schon ein bisschen in die stillste Zeit des Jahres versetzt. „Das Wochenende war für mich wie Weihnachten“, freute sich der frühere ÖFB-Teamstürmer auch über die Art und Weise, wie die Austria an den Grünen vorbeigezogen sind.

 

Parits sprach unserer Mannschaft und allen Betreuern ein Riesenkompliment aus. Er muss in der Derby-Historie  lange zurückblättern, um sich an eine ähnlich souveräne Leistung der Veilchen zu erinnern. „Ich komme dabei auf das legendäre 6:0 vom Oktober 1978. Da haben wir Rapid von der ersten Minute an so beherrscht wie jetzt am Sonntag“, meinte der Burgenländer.


Vom Auftreten, Einsatz und Pressing habe die Austria diesmal Rapid überhaupt nicht ins Spiel kommen lassen. „Das war eine ausgezeichnete Partie von uns. Ein Derby hat immer Brisanz und wenn man bedenkt, dass man den Gegner so dominiert über die ganze Zeit, dann sagt das einiges aus“, lobte Parits mit großer Zufriedenheit.


Das vorverlegte Fest hatte nur einen kleinen Schönheitsfehler, den der Sportchef klar ansprach: „Wir haben - vor allem vor der Pause - Super-Chancen heraus gespielt, leider aber zu viele Tormöglichkeiten vergeben. Das kann sich immer wieder rächen“, meinte Parits, der den Hütteldorfern am Sonntag die Daumen drückt, wenn diese Salzburg emfpangen.


„Für die Liga und mich wäre es gut, wenn Rapid die Salzburger schlägt“, macht er kein Hehl daraus. Derzeit liegen die „Bullen“ einen Zähler vor der Austria und vier Punkte vor den drittplatzierten Grün-Weißen, die wiederum fünf Zähler Vorsprung auf den Vierten Sturm Graz aufweisen. „Die ersten Drei haben sich ein bisschen abgesetzt“, sagt Parits über das Spitzentrio.


Doch jeder der Drei müsse punkten, um sich im Spitzenfeld zu behaupten. „Wir haben am Samstag in der Südstadt auch ein schweres Spiel“, warnte der 66-Jährige, der Tendenzen über den möglichen Ausgang des Titelkampfes, in dem sich derzeit vielleicht ein Duell abzeichnen mag, nicht sieht. Es sei erst ein Drittel der Saison absolviert und es würde auch noch Überraschungen geben.
 

Man sollte die momentane Konstellation nicht überbewerten. „Das Wichtigste für uns ist, dass wir oben bleiben“, gab er die Devise für die kommenden Runden aus. Auch wenn wir wie vor dem Derby gegen Salzburg, WAC und Sturm Punkte lassen, wirft das unsere Mannschaft nicht zurück. „Wir fallen da in der Tabelle nicht runter, sondern sind konstant geblieben“, stellt Parits zufrieden fest.
 

Obwohl Admira zuletzt das NÖ-Derby in Wr. Neustadt überraschend 1:2 verloren hat, sieht der Sport-Vorstand unsere Austria am Samstag (18.30 Uhr) in der Südstadt nicht als Favorit. „Dort ist es immer sehr schwierig, die Admira ist sehr heimstark, es wird eine interessante Partie werden“, meint Parits, der Jun, Ortlechner und Co. natürlich einiges zutraut.
 

Er sei jedenfalls überzeugt, dass man seine Chance hat. „Wir  können mit dem Druck gut umgehen, sind gut drauf. Unsere Mannschaft spielt guten Fußball, ist voll motiviert“, sieht Parits dem Treffen mit dem Tabellenfünften optimistisch entgegen. Er hofft auf eine große Kulisse für das Spiel zweier offensiv ausgerichteten Teams.
 

„Ich freue mich eigentlich darauf“, sagte der Vorstand, der froh ist, dass Philipp Hosiner die Seiten gewechselt hat. Der Ende August aus der Südstadt verpflichtete Stürmer hatte die Austria am 28. August 2011 in der Generali-Arena mit drei Toren alleine bezwungen. „ Er hat einen sehr guten Einstand gehabt und wird gegen seinen Ex-Klub zusätzlich motiviert sein“, sagte Parits über den 23-Jährigen, der für die Violetten schon drei Tore erzielt hat und mit acht Treffern Zweiter der Schützenliste ist.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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