28.09.2012, 11:51 Uhr

PARITS: ZWISCHENRESÜMEE NACH DEM ERSTEN MEISTERSCHAFTS-VIERTEL

Parits: Zwischenresümee nach dem ersten Meisterschafts-Viertel

Das erste Viertel der Bundesliga-Saison 2012/13 ist absolviert. Die Austria hält nach neun Spieltagen bei sieben Siegen und zwei Niederlagen und liegt damit an der Tabellenspitze. Am Dienstag schafften die Veilchen zudem den Einzug in das Achtelfinale des Samsung-Cups. AG-Vorstand Sport Thomas Parits zieht ein erstes Zwischenresümee.
 
Was hat Ihnen im ersten Meisterschafts-Viertel gefallen?
Natürlich der gute Saisonstart. In einer Vorbereitung arbeitet man sehr hart. Was dann noch fehlt, ist Selbstvertrauen, das man sich nur über Erfolge in Pflichtspielen holen kann. Dementsprechend wichtig und erfreulich war es, mit sieben Siegen aus neun Spielen loszulegen.
 
Was ist Ihnen missfallen?
Der Wehrmutstropfen in der bisherigen Saison war mit Sicherheit das Spiel gegen Salzburg, denn die Möglichkeiten, den Vorsprung auf den Titelverteidiger auszubauen, wären da gewesen. Salzburg war vor der Pause stärker, aber mit Fortdauer haben wir uns gute Möglichkeiten erarbeitet. Wie es eben so ist, entscheiden dann Kleinigkeiten. Den Gegentreffer haben wir uns quasi selbst gemacht. Trotzdem: Ich bin mit allen Bereichen sehr zufrieden.
 
Haben Sie eine gewisse Entwicklung in der Mannschaft geortet?
Die hat es gegeben, sonst würde sie nicht da vorne stehen. Entscheidend war bislang, dass wir kompakt gestanden sind, kaum Tore zugelassen haben. Die Mannschaft spielt zudem erfrischenden Fußball, der auch die Fans begeistert, sonst wären wir gegen Salzburg nicht ausverkauft gewesen. Wir haben die Leute nach dem schwierigen Frühjahr gewissermaßen versöhnen können.
 
Wie gelang das?
Wichtig ist zum Beispiel, dass sich unsere Neuzugänge vom letzten Winter deutlich steigern konnten, nachdem im Frühjahr schon von einigen Seiten Zweifel geäußert wurden. Positiv ist auch, dass von den Amateuren und der Akademie immer wieder Spieler nachrücken, die viel Qualität mitbringen. Das ist der Weg, den wir weitergehen werden. Es ist kein Zufall, dass mit Heinz Lindner und Markus Suttner zuletzt zwei unserer Spieler im Kader des Nationalteams standen, die im Austria-Nachwuchs ausgebildet worden sind.
 
Wie fällt Ihr Zwischenresümee über die laufende Bundesliga-Saison aus?
In Sachen Kader-Qualität agieren mit der Austria, Rapid und Sturm Graz drei Klubs auf dem gleichen Niveau, Salzburg sehe ich vielleicht um ein paar Prozent besser. Danach folgen mit Mattersburg, Ried und der Admira Mannschaften, die von Qualität nur knapp dahinter liegen. Mit dem WAC schlägt sich auch der Aufsteiger gut. Nur Wacker Innsbruck und Wiener Neustadt fallen bislang etwas ab. 

 
Ist die Liga aus taktischer Sicht interessanter geworden?
Das kann man so sagen. Alle vier Mannschaften, die oben stehen, forcieren das Offensivspiel. Wenn ich etwa unsere Spiele gegen Sturm und Salzburg hernehme, dann waren das für die Zuseher schöne Partien, denn die Mannschaften haben mit einer gewissen Risikobereitschaft stets nach vorne gespielt. Es hat wieder ein Umdenken stattgefunden.
 
Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung der Nationalmannschaft?
Mir hat gefallen, dass wir uns sowohl gegen Deutschland, als auch gegen die Türkei nie zurückgezogen, sondern ständig versucht haben, vorne zu attackieren. Eine Identität ist erkennbar, auch wenn in der EM-Qualifikation noch keine Früchte geerntet werden konnten. Aber jetzt kommen die Spiele, wo die Mannschaft zeigen kann, welches Potenzial in ihr steckt. Denn der größte Unterschied zu früher ist, dass wir jetzt Legionäre in unseren Reihen haben, die bei ihren Klubs auch tatsächlich spielen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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