06.07.2012, 08:20 Uhr

PARITS: „GEGEN WEST HAM SELBSTVERTRAUEN TANKEN“

Parits: „Gegen West Ham Selbstvertrauen tanken“

„Es wäre gut, wenn wir eine starke Leistung bieten könnten“. So formulierte Thomas Parits, der AG-Vorstand Sport des FK Austria Wien, seine Hoffnungen für das Testspiel im Rahmen des „Ankick-Tages“ am Samstag (16.00 Uhr) in der Generali Arena gegen West Ham United. Es wäre natürlich sehr gut für das Selbstvertrauen der Veilchen, wenn sie gegen eine englischen Premier-League-Klub ein gutes Resultat schaffen.

Der erste Eindruck sei nämlich immer wichtig für die Fans, damit sie Hoffnung schöpfen für die kommende Saison, meinte Parits, der glaubt, dass die Austria-Mannschaft „schon ganz gut drauf“ ist. Aber jetzt komme in der Vorbereitung erst die Zeit, in der man im technischen Bereich arbeite. „Die Anhänger haben ihre Erwartungshaltung. Sie wollen sehen, wie sich die Austria in der neuen Saison präsentiert“, sagte der Sportchef.

Wie viel Qualität die neue Austria besitzt, wird man sehen. „Wir sind in der Vorbereitung voll im Plan, haben im konditionellen Bereich sehr gut gearbeitet. Jetzt muss der Feinschliff kommen. Die Spieler müssen trachten, dass sie in Form kommen, um einen guten Saisonstart in die Meisterschaft hinzulegen“, resümierte Parits nach dem „perfekten Trainingscamp in Velden“ bzw. vor der Generalprobe gegen die Londoner „Hammers“.

Parits war nicht nur in Kärnten mit dabei und hat dort jede Trainingseinheit beobachtet, sondern auch alle bisherigen Testspiele gesehen und sich ein genaues Bild über den Stil gemacht, den Peter Stöger spielen lässt. Es sei normal, dass jeder Trainer seine eigene Art habe. „Peter ist in gewisser Weise sehr hart zu den Spielen und er spricht Probleme an. Die Spieler sind begeistert. Nun ist es wichtig, die richtige Mischung zu finden, der Kader hat sicher Qualität“, erklärte der Burgenländer.

Der Chefcoach habe mit dem Kader, in dem jede Position doppelt besetzt sei, die Möglichkeit, verschiedene Systeme spielen zu lassen. „Ob mit 4-1-4-1 oder mit 4-2-3-1 – Peter kann sehr viel variieren. Wir haben die Spieler, die in verschiedenen Positionen spielen können, das ist ein großer Vorteil“, glaubt Parits, der 1985 als Trainer die Violetten zum Meistertitel geführt hatte.

Mit Dare Vrsic, Thomas Murg, Lukas Rotpuller und Sebastian Wimmer hat der 65-Jährige bisher vier Neue an den Verteilerkreis geholt. Ob noch ein Stürmer unter Vertrag genommen wird, ist noch offen. Der Argentinier David Depetris (23) vom slowakischen Klub AS Trentschin ist kein Thema mehr. „Er wurde uns von einem Manager angeboten. Wir haben ihn beobachtet, die Gelegenheit wahrgenommen, weil er in Österreich  ein Testspiel bestritten hat“, erklärte Parits.

Wenn man wirklich noch einen Stürmer unter Vertrag nehme, dann dürfe dieser kein Ergänzungsspieler, sondern müsse ein Mann sein, der der Austria wirklich helfen könne. „Ich glaube, dass wir jetzt schon gut gerüstet in die Saison gehen. Wir haben im Angriff Jun, Linz, Kienast, auch Stankovic kann vorne spielen und dazu kamen noch die zwei jungen Harrer und Spiridonovic. Ich sehe nicht so einen großen Bedarf auf dieser Position“, meinte Parits.


Aber wenn sich eine Möglichkeit ergebe und man einen wirklich guten Mann bekomme, dann würde man auch zuschlagen. Die Austria hat aber Zeit, keinen Druck, denn der Transfermarkt hat noch bis 31. August geöffnet. „Wir wollen immer Qualität holen, doch dabei sind auch andere Aspekte entscheidend, ob wir uns das finanziell leisten können oder nicht“, gibt Partis zu bedenken.

Er geht davon aus, dass sich auf dem Transfermarkt noch einiges tun wird. „Die Transferzeit beginnt in Europa bedingt durch die EM erst jetzt so richtig“, ist sich der AG-Vorstand sicher. Stichwort EURO: Sein Favorit habe das Turnier in Polen und der Ukraine verdient gewonnen. „Man hat gesehen, wie stark die Spanier sind. Und es war wirklich eine Freude, dieser Mannschaft  zuzuschauen. Drei Titel in Serie sprechen für die Spanier“, schwärmt Parits für den Europameister.

Die EM, die von vielen Interessierten auch vor den TV-Geräten verfolgt wurde, sei mit ihren sehr guten Spielen große Werbung für den Fußball gewesen. „Ich hoffe, dass wir diesen Aufwind mitnehmen können, dass die Begeisterung auch auf unsere Anhänger überschwappt und dass die Fans wieder zu unseren Spielen in die Generali Arena kommen“, sagte Parits, der von 1974 bis 1977 im Land des Europameisters für den FC Granada gekickt hatte.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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