Performance 29.08.2012, 10:54 Uhr

ORTLECHNER: MEINE TOP-5 TACKLING-TIPPS

Ortlechner: Meine Top-5 Tackling-Tipps

Die neue "Performance"-Serie! Wenn Profis verraten, was sie stark macht. Heute: "Wie tackle ich richtig?" - mit Kapitän Manuel Ortlechner.

 

Als Verteidiger bist Du im Regelfall einer der letzten Spieler, die eine gefährliche Chance des Gegners unterbinden können. Eine dafür beliebte Methode ist das Tackling. Doch Vorsicht: Es birgt auch für den verteidigenden Spieler mehr Gefahren, als man denkt, wie Ortlechner erklärt.

 

"Was mir als erstes einfällt, wenn ich an ein Tackling denke, ist das, was mir viele Trainer seit Kindheitstagen gepredigt haben", verrät "Orti". "Ein liegender Spieler ist ein toter Spieler!" An dieser vielleicht etwas überspitzt formulierten These ist durchaus etwas dran. Denn setzt der verteidigende Spieler erst einmal zum Tackling an und fährt daneben, könnte der Angreifer längst über alle Berge sein, ehe man wieder auf den Beinen ist.

 

Dementsprechend behutsam gilt es abzuwägen, ob ein Tackling auch wirklich die richtige Lösung für die jeweilige Situation ist.

 

"Ortis" Top-5-Tipps für ein gutes Tackling:

 

1. Wo auf dem Platz befinde ich mich?

"Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten, wann man über ein Tackling nachdenken kann. Da wäre zunächst der Konter, wo es gilt, diesen so früh wie möglich zu unterbinden. Ein gelungenes Tackling, und schon könnte zumindest wieder Zeit bleiben, sich neu zu formieren. Entweder Ball oder Gegner, eines von beiden sollte gestoppt werden. Befindet man sich in der Gefahrenzone rund um den eigenen Sechzehner, sollte man schon vor Spielbeginn erörtern, ob die andere Mannschaft über starke Freistoßschützen verfügt. Und zu guter Letzt kann man eventuell auch im Strafraum zum Tackling ansetzen. Dann sollte man sich aber schon zu 100 Prozent sicher sein, dass man den Ball erwischt.  

 

2. Abwägen

"Vor einem Tackling gilt es abzuwägen, ob es wirklich Sinn macht. Wenn ich an Gegenspieler denke wie Jakob Jantscher oder Marcel Sabitzer, die den Ball unheimlich eng führen, kann die Sache schnell nach hinten losgehen. Deshalb versuche ich meistens lieber, meinen Körper zwischen Ball und Gegner zu bekommen."

 

3. Kompromisslos sein

"Beim Tackling selbst entscheiden oft Zehntelsekunden. Denkt man währenddessen zu viel nach, könnte man anstatt des Balles schon den Gegner erwischen."

 

4. Fokus auf den Ball richten

"Für den verteidigenden Spieler gibt es die altbekannte Regel, sich nur auf den Ball zu konzentrieren. Ich würde es so formulieren, dass zumindest eine starke Gewichtung auf dem Ball liegen sollte. Denn macht einer fünf Übersteiger und du schaust ihm nur auf die Beine, wird dir schwindelig."

 

5. Eins-gegen-Eins üben

"Steht man wie ich täglich auf dem Platz und entscheidet sich einmal für ein Tackling, denkt man dabei nicht mehr viel nach, wie man es am besten ausführen soll. Durch ständiges Wiederholen entscheidet der Körper instinktiv."

 

Zum Abschluss verrät Manuel jenes Tackling, auf das er in knappen Situationen am liebsten zurückgreift. "Sollte ich neben oder seitenversetzt knapp hinter einem Spieler laufen, tackle ich am liebsten mit meinem dem Gegner näheren Fuß. Heißt: Läuft der Stürmer links vor mir, versuche ich im Regelfall, den Ball mit einer nach außen gehenden Bewegung des linken Beines zu erwischen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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