25.04.2012, 13:19 Uhr

NEUE UND INTENSIVERE FORM DER KOOPERATION GEGEN RASSISMUS

Neue und intensivere Form der Kooperation gegen Rassismus

In der Vergangenheit wurde dem FK Austria Wien vereinzelt immer wieder vorgeworfen, gegen rechts-gerichtete Gruppen, die die GENERALI-Arena als ihre Bühne benützen möchten, nicht energisch genug vorzugehen. Dass dem ganz und gar nicht so ist, wurde am Dienstagabend in einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde klar heraus gearbeitet.

 

Auf Initiative von AG-Vorstand Markus Kraetschmer ist es erstmals gelungen, Vertreter des Verfassungsschutzes, der Bundesliga, des Dokumentations-Archiv des Österreichischen Widerstandes, vom Szenekundigen Dienst (Fanpolizei) und von der Organisation „FairPlay“ (http://fairplay.vidc.org/) an einen runden Tisch zu bringen. Aufgearbeitet wurden dabei Fälle aus der Vergangenheit sowie die Kooperation bei künftigen Anlässen.

 

„Es ist unser ganz klarer Anspruch, nicht wegzuschauen, wenn Wirrköpfe den Fußball als ihre Bühne benützen möchten“, sagt Kraetschmer, „sondern dass wir schnell und entschlossen handeln, um diesen Chaoten ihre Grenzen aufzuzeigen.“

 

In einer zweistündigen Diskussion wurde ein Procedere festgelegt, wie man noch besser zusammen arbeiten kann, sollten Fälle von Wiederbetätigung im Stadion auftauchen. Bereits seit der internen Neustrukturierung bei Violett, die mit 1. Jänner 2012 begonnen hat, sind deutliche Fortschritte zu erkennen. Das wurde seitens des Verfassungsschutzes und der Fanpolizei auch gestern mit einem dicken Plus herausgestrichen. Beide stellten uns ein tadelloses Zeugnis beim aktuellen Umgang mit der Anti-Rassismus-Thematik aus.

 

Seitens aller Anwesenden wurde aber auch klipp und klar gesagt, wie schwer die Arbeit gegen diese Gruppierungen ist. Die versteckte Nazi-Symbolik ändert sich laufend, die Codes werden permanent adaptiert. Oft ist es selbst für die Staatspolizei ein Suchen nach der Stecknadel im Heuhaufen.

 

Positiv zu erwähnen ist, dass es seit Längerem keinerlei rechtsradikale Vorfälle bei uns im Stadion gegeben hat, das bestätigen auch die Polizei und der Verfassungsschutz. Klar ist aber auch, dass wir nach wie vor nicht restlos zufrieden sind, deswegen wollen wir jetzt noch enger mit dem Verfassungsschutz, der Liga, Exekutive und diversen Organisationen kooperieren.

 

Einige Maßnahmen wurden bereits im Frühjahr umgesetzt, andere aufgrund notwendiger Vorlaufzeiten erst mit dem Beginn der neuen Saison im Sommer 2012. Weitere Infos dazu werden wir zu gegebenem Zeitpunkt bekannt geben.

 

Kraetschmer abschließend: „Wir sind gegen rechts und werden neben einer bereits laufenden kompletten Neustrukturierung im Bereich der Fanarbeit und der Kooperation mit Fanklubs in den kommenden Wochen und Monaten auch öffentlich ganz deutlich unsere Distanzierung von Rechtsextremismus kommunizieren. Etwa auf der Website, in den Vereinsstatuten oder in der Hausordnung. Auch als unmissverständliches Zeichen gegenüber denjenigen Fans, die mit rechtsextremem und nationalsozialistischem Gedankengut nichts zu tun haben.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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